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Antifscist Action Day - Wunsiedel 2005
Rudolf Hess - Bruchpilot
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Bericht: Fotos, Presse und Einschätzung zum 21. August 2004

[mobi-dokumentation]

Hot spot - jährliche NS-Verherrlichung in Wunsiedel stoppen! - Antifa Kundgebung am 21. August 2004

short fakts / technix Presse 2004
Aufruf zu Gegenaktivitäten 2004 Pressemitteilung der Kampagne gegen den Hess Marsch
news - lastest 20. August Plakat


In den letzten Jahren konnten tausende deutsche und europäische Alt- und Jung-Nazis, anläßlich des Todestages von Hitler-Vize Rudolf Hess, relativ ungestört durch Wunsiedel marschieren und der Aufmarsch hat sich als eines der bedeutensten Events der Naziszene etabliert. In diesem Jahr gibt es endlich, endlich wieder eine bundesweite Gegenmobi.
Die Kampagne "NS-Verherrlichung Stoppen" startet mit einer Kundgebung an der Naziroute am 21. August in Wunsiedel. Da es um den Hess Todestag, während der sogenannten "Rudolf Hess Gedenkwochen" auch regional zu kleineren Nazi Aktionen kommt, sollte dem verstärkt antifaschistische Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Es sei schon verraten, dass es einen Bus aus Dresden zur Antifa-Kundgebung geben wird - genauer demnächst.

Eine Woche vor dem Großaufmarsch in Wunsiedel, am 14. August wollen Thüringer Nazis in Gotha unter dem Motto „Rudolf Heß: 17 Jahre tot – noch immer ungeklärt“ (Beginn wollen 13 Uhr am Neumarkt). Am selben Tag ist ein "Hess-Marsch" in Wittstock geplant.

Now online! Die Website der Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen!" : ns-verherrlichung-stoppen.tk
mit infos und mobistuff zur Antifa-action am 21. August 04, Stadtplan, Vidoclip und Litaraturtips

 

short facts:
Antifaschistische Kungebung, 11 – 18 h in Wunsiedel, Theresienstrasse (Platz vor dem Gynasium)
Infotelefon: 0177 – 388 50 85
Ermittlungsausschuß: 0911 - 22 50 36

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Aufruf:

 

Antifaschistische Kundgebung am 21.8.2004 in Wunsiedel
Gegen deutsche Opferlügen – Gegen nationalsozialistisches Heldengedenken


Wie auch in den letzten Jahren, werden am 21. August 2004 wieder einige Tausend Alt- und Neonazis zum„Gedenken“ an den Kriegsverbrecher Rudolf Hess durch das nordbayerische Städtchen Wunsiedel marschieren. An den Hessmärschen, die nach Verboten in den 90er Jahren seit 2001 wieder legal stattfinden können, nahmen in den letzten Jahren immer mehr Nazis teil, im letzten Jahr waren es mindestens 3.500.

Diese Aufmärsche unterscheiden sich in zwei wesentlichen Punkten von anderen Demonstrationen der bundesdeutschen Naziszene: Zum einen bietet der Bezug auf Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess die symbolhafte Möglichkeit, ohne staatliche Repression direkt einem Protagonisten des Dritten Reiches zu huldigen. Zum anderen entwickelt sich der Hess-Gedenkmarsch zusehends zu einem der wenigen jährlichen „events“ der deutschen und europäischen Szene, das als Schnittstelle für verschiedene Generationen und Spektren der extremen Rechten dienen kann. Diese besondere Bedeutung des Hessmarsches macht antifaschistische Gegenwehr an diesem Punkt besonders dringend.

Während die Kohl-Regierung auf Grund der historischen deutschen Verbrechen noch international unter Druck stand, gegen wiedererstarkende faschistische Strukturen vorzugehen, kann die derzeitige Regierung der ehemaligen 68er sich – und damit den deutschen Staat – als per se antifaschistisch darstellen. Dies ist ein Grund dafür, dass zunehmend toleriert wird, wenn Nazis auch offen nationalsozialistische Anschauungen der Öffentlichkeit präsentieren, während auf der anderen Seite antifaschistischer Widerstand noch leichter kriminalisiert werden kann und wird.

Die antifaschistische Bewegung wird den Heßmarsch langfristig nur stoppen können, wenn sie bereits heute unter den gegebenen ungünstigen Verhältnissen massiv Präsenz zeigt. Ein jährliches Treffen mehrerer Tausend NationalsozialistInnen können wir nicht hinnehmen, wollen wir nicht jede Glaubwürdigkeit verlieren. Für dieses Jahr muss es uns darum gehen, in der Region Fuß zu fassen, ein politisches Symbol gegen den Hessmarsch zu setzen und eine Perspektive für die antifaschistische Arbeit der nächsten Jahre zu eröffnen. Dazu müssen Strategien her, die auf Dauer ein breites Bündnis entstehen lassen und Impulse auch für andere antifaschistische Aktivitäten setzen. Ein mittelfristiges Ziel muss die aktive Einbindung von internationalen und nationalen Opferverbänden und Widerstandsorganisationen, Initiativen für Opfer rassistischer Übergriffe, MigrantInnenorganisationen, Geschichtswerkstätten, GewerkschaftlerInnen, antirassistischen und antifaschistischen Gruppen sein.

Für 2004 hat ein örtliches Bündnis aus DKP, VVN und Antifagruppen für den gesamten Tag eine Kundgebung in der Nähe der Naziroute angemeldet, an der wir uns beteiligen wollen. Es wird eine Podiumsdiskussion geben, an der u.a. VertreterInnen von deutschen und europäischen Antifa- und Opferorganisationen teilnehmen werden. Ansonsten liegt die genaue Ausgestaltung des Widerstands gegen den Hessmarsch in den Händen der mobilisierenden und anreisenden AntifaschistInnen.

right now, NS- Verherrlichung stoppen!
Dem nationalsozialistischen Opferkult zu Leibe rücken!

Kampagne:
NS-Verherrlichung stoppen
c/o Buchladen Rote Strasse
Nikolaikirchhof 7
37073 Göttingen

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news:

Achtung - Anreiseinfos: Die Stadt Wunsiedel hat den bisherigen Sammelplatz der Nazis, den Festplatz am Bürgermühlweiher, gesperrt. Der Nazianwalt Rieger versucht noch dagegen zu klagen, jedoch mit geringen Erfolgschancen. Dies bedeutet, dass die anreisenden Nazis sich auf den Anfahrtsstrecken sammeln werden, speziell aus Richtung Norden (Hof) auf der Hofer Landstrasse.
Antifas wird deshalb geraten aus Richtung Süden bzw. Südosten nach Wunsielel einzureisen.
Naziroute: Um 15.30 werden die Nazis aus Richtung Hofer Strasse loslaufen und dann in direkter Nähe zu unserer Kundgebung einmal um den Marktplatz laufen. Die Bürgeliche Gegenkundgebung ist nur bis 15h auf dem Marktplatz.
Kuckt noch mal auf den Stadtplan! ns-verherrlichung-stoppen.tk

17. August :::
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte am Dienstag eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Bayreuth, das ein vom Landratsamt Wunsiedel verhängtes Versammlungsverbot für den "Rudolf Hess-Marsch" am 21. August in Wunsiedel aufgehoben hatte. (siehe Presse)

14. August :::
In Wittstock (Brandenburg) fand ein von der NPD angemeldeter "Hess-Marsch" an welchem laut Polizeiangaben 200 Neo-Nazis teilnahmen. Zwei Transpartene, auf denen behauptet wurde Rudolf Hess sein ermordet wurden, wurden wegen Verdacht auf Verleumdung beschlagnahmt. An der Gegendemonstration beteiligten sich ca. 100 Leute. (siehe Presse)

14. August 04 :::
In Gotha demonstrierten am Samstag, dem 14. August ca 150 Neonazis unter den Motto "Rudolf Heß 17 Jahre tot - noch immer ungeklärt". Organiesiert wurde der Aufmarsch aus den Umfeld von "Feien Kameradschaften" aus Thüringen. RednerInnen waren Yvonne Mädel, Christian Worch und der Altnazi Reinhold Leidenfrost. Fotos: http://www.de.indymedia.org

14. August 04 :::
Das Verwaltungsgericht Bayreuth hat das vom Landratsamt ausgesprochne Verbot, des "Hess-Marsches" am 21. August im bayerischen Wunsiedel, aufgehoben. Es erteilte die Auflage, dass sie auf ihrer Demonstration keinen Bezug zu Adolf Hitler herstellen dürfen. So müssen die Nazis eben den Stellvertreter glorifizieren, aber dazu ist er ja da.
Momentan steht noch in Frage, ob die Nazis erneut den Festplatz der Stadt Wunsiedel, wie in den letzten Jahren, zur Verfügung gestellt bekommen.

7. August :::
Nazipropaganda in Rathenow aufgetaucht
Im Rathenower Stadtgebiet verteilten Unbekannte in der Nacht von Donnerstag zu Freitag mehrere Flugblätter eines "Bundes Nationaler Sozialisten" aus Pritzwalk als Postwurfsendung.
In den A5 formatigen Blättern, für die sich ein Matthias Winterlich aus Neustadt/Dosse verantwortet, wird der NS - Kriegsverbrecher Rudolf Hess als Märtyrer des Friedens heroisiert und in fast schon absurd alberner Weise gewürdigt.
Des Weiteren wird in den Handzetteln für einen "Rudolf Hess Gedenkmarsch" am 14.August 2004 in Wittstock/Dosse geworben. (Ein Bericht der Antifa Westhavelland)
Auch in anderen Städten der Region sind die beschriebenen Flugblätter verteilt worden. Unter anderem wurden sie in Neuruppin massiv in Briefkästen verteilt. In Lübben wurden Plakate zum gleichen Thema verklebt (Inforiot)

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pressmitteilungen:
PM 07. August 2004

 

Pressemitteilung, 07. August 2004

NS-Verherrlichung stoppen!

Das Bündnis Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! ruft für den 21. August 11 Uhr zur Teilnahme an einer ganztägigen antifaschistischen Kundgebung im bayrischen Wunsiedel auf. Dort gedenken mehrere Tausend Alt- und Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet und zahlreichen europäischen Ländern dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß: es handelt sich um einen der größten Neonazi-Aufmärsche in Europa. Nachdem der jährliche Aufmarsch in Wunsiedel von Mitte bis Ende der 90er Jahre verboten war, wird er seit 2001 von dem prominenten Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger angemeldet.
Das Gedenken an Rudolf Heß hat sich seit dessen Tod im Jahr 1987 zu dem wichtigsten „Ereignis“ für die neonazistische Bewegung entwickelt, in dem – ähnlich wie bei den jährlichen Aufmärschen in Halbe und in Dresden - unverhohlen auf den historischen Nationalsozialismus Bezug genommen wird. So heißt es in einem der zahlreichen Aufmärsche für den diesjährigen Aufmarsch eindeutig: „Rudolf Heß – Brücke zwischen gestern und morgen“. Eine Sprecherin des Bündnisses Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! erklärt hierzu: „Es ist nicht hinnehmbar, dass Neonazis unter dem Mantel der Meinungsfreiheit jedes Jahr einem führenden Protagonisten des NS-Staates huldigen, die Verbrechen des historischen Faschismus leugnen und die Opfer beleidigen und verhöhnen. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“ Aus diesem Grund beteiligt sich die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! an der antifaschistischen Kundgebung in Wunsiedel.

Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! ist im Jahr 2004 von einem Bündnis verschiedener antifaschistischer Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet mit der Zielsetzung gegründet hat, der offenen und öffentlichen Parteinahme für den Nationalsozialismus, aber auch dessen Relativierung entgegenzutreten. Denn ein Grund dafür, dass inzwischen toleriert wird, dass auch offen nationalsozialistische Anschauungen in der Öffentlichkeit vertreten werden, liegt nach Auffassung des Bündnisses daran, dass