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neues von der MAG:
Ermittlungen zum
1. Mai 2002
Dresdner Neueste Nachrichten 25.05.2002 Das Landeskriminalamt
Sachsen (LKA) sucht Zeugen für einen Überfall, der sich im Zusammenhang
mit den Demonstrationen am 1. Mai im Haltepunkt Dresden-Dobritz
ereignete. Dabei überfiel eine Gruppe von etwa 20 vermummten
Schlägern gegen 10.15. Uhr mehrere Personen aus dem rechten
Spektrum. Die Angreifer waren mit Holzknüppeln und Steinen bewaffnet,
zwei Personen wurden verletzt. "Sie haben sich ihre Opfer zielgerichtet
ausgesucht", sagte LKA-Sprecher Lothar Hofner. Die Ermittlungen
hat die Sonderkommission "Militante Autonome Gewalttäter" übernommen.
Gesucht werden jetzt Reisende der S-Bahn 97034 aus Richtung
Pirna, die Angaben zum Tathergang machen können.
Wer zur Hölle
ist die MAG?
Wurde im September 2001 (nach der Neo-Nazi-Demo in Leipzig am
1. September) gegründet, weil laut Pressemitteilung die Anti-Globalisierungsbewegung
auch in Sachsen mobilisierend wirkt. Oder so ähnlich. Die Soko
MAG ist spärlich mit Legitimationen ausgestattet (Gegenaktivitäten
gegen den Nazi-Aufmarsch am 1. September 01 in Leipzig, Brand
in einer Pelzfarm und zwei brennende Polizeiautos nach dem G8
in Italien). Jetzt muss sie sich ein bisschen strecken, um sich
zu profilieren.
Die Frechheit an der MAG ist, dass sie als Gegenstück zur
SOKO REX gehandelt wird.
Pressemitteilung des Innenministeriums
zur Gründung der soko MAG:
site
at http://www.lka.sachsen.de
Wie tritt die MAG in Erscheinung?
Beamte der SOKO MAG wurden bei Gegen-Aktivitäten zu Neo-Nazi-Aufmärschen
in Dresden und Leipzig gesehen. Es scheint so, als würden
die Beamten, die aus unterschiedlichen Polizei-Bereichen kommen,
sich die Sache erst einmal anschauen. MAG-Beamte gibt es in
Chemnitz, Leipzig, Bautzen und Dresden. Zu grossen Ereignissen
werden sie zusammengezogen.
Laut eigenen Angaben geht es der MAG darum, potentielle Täter
im Vorfeld von Ereignissen anzusprechen oder in Vorbeuge-Gewahrsam
zu nehmen.
Pressemitteilung des Innenministeriums
zur Aufsuchung von EU-Gipfel-Treffen-Gegnern durch soko MAG
im Dezember 2001
site
at http://www.lka.sachsen.de
Anfrage von Lars Rohwer (CDU)
zur Soko MAG im September 2001
aus der Antwort des Innenministeriums vom Oktober 2001:
"Die in letzter Zeit (...) auch in Sachsen festzustellenden
vermehrten Aktivitäten in der linksextremistischen Szene,
insbesondere die erkennbar gewordene Bereitschaft zu gewalttätigen
Aktionen, haben dazu geführt (...) diesen neuen Erscheinungsformen
nunmehr noch besser entgegenzuwirken.
Im Ergebnis (...) erfolgte die Bildung einer Sonderkommission
Soko MAG, welche auf der Grundlage einer Konzeption zur Bekämpfung
von Gewaltstraftaten ihre Arbeit aufnehmen wird. Die Soko MAG
wird in das bereits beim Landeskriminalamt bestehende Dezernat
"Politisch motivierte Kriminalität - links" eingebunden.
Darüber hinaus sollen die Staatsschutzkommissariate (...)
Dresden, Leipzig und Chemnitz personell und logistisch verstärkt
werden."
up
Die
MAG feiert einen unverhältnismässigen Einsatz am 13.
Februar 2002 in Dresden
(Monster-Mob-Scheisse-Geschichtsrevisionismus-Tag)
soko mag verhaftet zwei personen und ermittelt
wg. Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz
Störung des Gedenkens am 13. Februar 2002
up Innenminister
Hardraht voll im Bilde
aus einem Interview einer Dresdner Zeitschrift mit dem Innenminister
im Oktober 2001
HARDRAHT: Die größere Gefahr geht aus
von rechtsextremistischen Kräften. Allerdings ist es so, dass
viele gewaltbereite Neonazis gar nicht aus Sachsen kommen, sondern
zu Demonstrationen anreisen. Ähnlich ist es bei den Autonomen.
SPIESSER: Plädieren Sie deshalb dafür, eine "Soko Linksextremismus"
zu schaffen?
HARDRAHT: Ja, denn gerade die Autonomen melden ihre Demonstrationen
oft nicht an. Allerdings hat sich auch die autonome Szene in
Sachsen beruhigt. Denken Sie an Connewitz in Leipzig.
up
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