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Repression gegen
Linke/Antifas in Dresden |
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Gegen die Räumung
des 6. Antirassistischen Grenzcamps
in Köln am 9. August 2003
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"Rassismus
becampen" und "Out of Control - Für globale Bewegungsfreiheit.
Verwertungslogik und rassistische Ausgrenzung angreifen."
waren die Motti des 6. Antirassistischen Grenzcamps in Köln.
10 Tage lang fanden in Köln, Bonn, Düsseldorf und
anderen Städten Grenzcamp-Aktionen gegen staatlichen und
Bürgermob-Rassismus sowie gegen Neo-Nazis, etc. statt.
Über 1.000 Aktivistinnen nahmen im Laufe der Zeit am Camp
teil.
Die Polizei heizte
sich während des vor allem symbolischen Spektakels in der
Hitze der heftigen Augustsonne dieses Jahres unnötig auf.
Bei allen Aktionen, von denen sie wussten, waren sie mit einem
Groß-Aufgebot gepanzerter Bullen am Start und kesselten
bei jeder nur denkbaren Gelegenheit - egal ob angemeldete oder
spontane Demonstration. Obwohl nie ein Grund dafür gegeben
war - es wurden weder Polizistinnen, noch andere Personen gewalttätig
angegriffen - kam es schon im Verlaufe des Camps zu einigen
teils ernsthaften Verletzungen durch Prügelbullen.
Am Camp selbst provozierte die Polizei die ganze Zeit über.
Die Räumung am vorletzten
Tag des Camps war somit die Folge einer völlig durchgeknallten
Polizei-Strategie. Da in Köln-Poll, also dem Stadtteil,
in dem sich auch das Camp befand, eine Neo-Nazi-Demonstration
gegen das Camp stattfand (mit genau 52 teilnehmenden Neo-Nazis),
riegelte die Polizei seit dem frühen Morgen nicht nur den
Stadtteil Poll ab, sondern insbesondere alle Wege aus dem Camp
heraus. Der anfangs noch lockere und weiträumige Kessel
um das Camp (bis etwa 10 Uhr kam man noch raus) zog sich gegen
Mittag völlig zu. Die Bullen versuchten auf das Campgelände
zu kommen, was mit einer "Gemüseschlacht" beantwortet
wurde, die die Polizei zum Anlass nahm, das Camp zu räumen,
da man von hier aus angegriffen worden sei. (So die Version
der örtlichen Schundpresse.)
Hier einige Eindrücke
von der Räumung, mehr findet ihr im
Webjournal des Camps bei
www.nadir.org/camp03
Videos vom Camp und der Räumung bei
www.kanalb.de
weitere Infos bei
de.indymedia.org |
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Nach 18 Uhr beginnt die
Räumung, das Camp ist von allen Seiten umstellt (die Rheinseite
mit Wasserpolizei). Wie abgesprochen versammeln sich die Grenzcamper,
um Schutzbedürftige in die Mitte zu nehmen.
Die Polizei setzt Reizgas und Schlagstöcke ein, kappt
die Wasser und Internet-Leitung. Bei Rekordtemperaturen bis
40° ist führt das Reizgas zu Verbrennungen und der
Wasserentzug gilt als Körperverletzung.
Das Wasser fließt nach einiger Zeit wieder, aber die Internet-
und Telefon-Leitung wird immer wieder durchschnitten. |
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Der Kessel ist durch eine
Riesenmenge Polizei eingeschlossen (2.500 Bullen - schöne
extralange Wochenendschichten!)
Es wird gesungen und getanzt. |
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Die Situation verschärft
sich durch die Zermürbe-Taktik der Polizei. Die ganze Zeit
über feiern die Bullen den eigenen Einsatz ab und schikanieren
die Grenzcamperinnen. |
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Die Bullen prügeln sich
durch den Kessel, um ihn zu splitten und wirbeln dabei eine Menge
Staub auf. |
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Bullen über Bullen... |
Fotos aus dem anschliessenden Gewahrsam in Käfigen in Brühl

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up |
Texte
Antirassismus weggeräumt
„Polizei-Stadt Köln“
– Massenverhaftung und Überfall auf Grenzcamp
von: Pressegruppe Camp
Das 6. Antirassistische Grenzcamp
wurde am letzten von insgesamt 10 Tagen durch ein massives Polizeiaufgebot
brutal geräumt. Bereits gegen Mittag des heutigen Tages
marschierte ein Aufgebot von rund hundert Polizisten in Kampfmontur
am Eingang des Grenzcamps an den Poller Wiesen auf.
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Rote
Hilfe Bundesvorstand
zur brutalen Räumung des antirassistischen Grenzcamps in
Köln
Am Samstag, den 9. August wurde das seit dem 31. Juli in Köln
stattfindende 6. Antirassistische Grenzcamp in einem brutalen
Polizeieinsatz geräumt. Das durchweg von Provokationen geprägte
Vorgehen der Polizei, das in der brutalen Räumung am Samstag
seinen Höhepunkt fand, zielte auf die Kriminalisierung sämtlicher
CampteilnehmerInnen und der antirassisischen Bewegung an sich
ab. Hierfür spricht auch die Einleitung von insgesamt 84
Ermittlungsverfahren. Zudem ging es neben dem Versuch der Einschüchterung
um die möglichst vollständige Erfassung der persönlichen
und biometrischen Daten der anwesenden AktivistInnen.
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Polizeiliche Kontrollphantasien angreifen und platzen lassen!
Sonntag früh (10. August
2003) war die Aktion der Bullen gegen das 6. antirassistische
„Grenzcamp“ vorbei. Das dazu eingesetzte Großaufgebot:
2500 Bullen, Absperrgitter, Wasserwerfer, Räumpanzer, Flutlicht
und präzisierte Videoüberwachung sind dabei deutlicher
Ausdruck polizeilicher Allmachtsphantasien.
Mit dieser Aktion war das Camp in Köln
zunächst beendet. Dennoch gab es am Sonntag noch ein Abschlussplenum,
die Infrastruktur des Camps wurde also nicht vollständig
zerschlagen. In Köln und anderen Städten liefen schon
während der gesamten Aktion spontane Kundgebungen und Demos.
Stärkster Ausdruck des Widerstands war das Ausharren von
ca. 300 Campistas auf dem Campgelände. In erster Linie
zum Schutz „Illegalisierter“ gedacht, war das eine
klare Ansage an Bullen und an alle, die glauben, mit Verboten,
Kontrollen und Übergriffen AntirassistInnen entpolitisieren
und einschüchtern zu können.
Weil sich die Campistas im Laufe dieser
Woche an verschiedenen Stellen dem polizeilichen Machtanspruch
widersetzten, sah die Polizei ihre Autorität untergraben.
Beispielsweise wurden die Bullen immer wieder vom Eingang des
Grenzcamps vertrieben, Verhaftungen verhindert und Greiftrupps
von DemonstrantInnen überwältigt.
Noch ist nicht entschieden, ob sich die
Polizei mit dieser Aktion einen Bärendienst erwiesen hat.
Die ersten Reaktionen sowohl in Köln als auch in vielen
anderen Städten weisen in die richtige Richtung. Dabei
wurde nicht nur gegen den Angriff der Polizei protestiert, sondern
die politischen Forderungen des antirassistischen Grenzcamps
weitergetragen.
Es geht darum Bullen, Ordungsämter
und Ausländerbehörden in den nächsten Tagen und
Wochen
überall konkret spüren zu lassen, dass die von ihnen
kriminalisierten AntirassistInnen sich von ihren Demütigungen
nicht einschüchtern lassen.
NO NATION, NO BORDER – FIGHT
LAW AND ORDER
freedom of movement is everybodies right – we are here,
and we will fight! |
Aktion in Berlin gegen die Räumung des Camps
Am Sonntag, 10. 08. 03, formierte sich
ein spontaner Protestzug auf dem Berliner Alexanderplatz gegen
die Polizeiübergriffe in Köln. Die Demo führte
über die Karl-Liebknecht-Straße zum Lustgarten, wo
symbolisch das Grenzcamp fortgesetzt wurde. Auffällig war
auf der gesamten Strecke das völlige Fehlen von Team Green.
Entsprechend gut war natürlich die Stimmung mit guten und
lauten Parolen, die schon eine Vielzahl an PassantInnen erreichten.
Im Lustgarten angekommen, wurde erst einmal
die Camp-Infrastruktur aufgebaut, d. h. Zelte, VoKü und
Soundsystem. Flugblätter wurden verteilt. Nach und nach
kamen dann auch Leute aus Köln, die über die Situation
vor Ort berichteten. Fazit: Die Bullen in Köln haben umgesetzt,
was die Nazis in zwei Aufmärschen gegen das Grenzcamp forderten:
Weg mit dem Camp.
Die Aktion in Berlin dauerte noch bis
gegen Mitternacht, Team Green hielt sich zurück. Alles
in allem: Eine gute Aktion angesichts der kurzen Mobilisierung.

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