special
zum Polizei-Einsatz am 1. Mai 2003
Überengagierte PolizistInnen
ermöglichen Demonstration von 150 Neo-Nazis,
mittels durchgehender Pferde in einer Sitzblockade und anderer
Schikanen.
Ein toller erster Mai: Neo-Nazis demonstrieren am Rande der Innenstadt,
Dresden-gegen-Rechts demonstriert in der Innenstadt, und antifaschistische
Gegner der Neo-Nazi-Demo werden unter Ignoranz und Ausschluss
der Öffentlichkeit von der Polizei schikaniert.
Schon eine Stunde bevor die Neo-Nazis überhaupt losliefen
wurden in der Nähe des Pirnaischen Platzes in der Gewandhaus-Str.
(also weitab der Neo-Nazi-Route) über 100 AntifaschistInnen
- hauptsächlich Kids - eingekesselt, und zur Herausgabe ihrer
Personalien gezwungen.
Auch im Weiteren zeichnete sich die Polizei durch aggressives,
beleidigendes und gewalttätiges Handeln gegen Antifas aus,
ohne eine tatsächliche Kontrolle über die Situation
zu wahren. So kam es an der Synagoge zum Zusammenstoß zwischen
Neo-Nazis und GegendemonstrantInnen.
Das brutale Vorgehen gegen friedliche Sitzblockaden wirft die
Frage auf, ob die Stadt Dresden diese Art Antifaschismus jetzt
zum rein polizeilichen Problem macht?
Die bei der Sitzblockade am Straßburger Platz anwesenden
Journalisten berichteten nichts vom dortigen Polizeieinsatz und
Aktivisten des Dresden-gegen-Rechts ignorierten die Geschehnisse
um die Neo-Nazi-Demo komplett.
Foto:
Nachdem die Pferde-Polizei
am Straßburger Platz in eine Sitzblockade geritten ist und
die Pferde dort teilweise gestiegen sind, reiten sie weiter vor
der Neo-Nazi-Demo her und vertreiben GegendemonstrantInnen auf
der Güntzstrasse.
Die pöbelnden PolizistInnen zu Pferde verschafften sich durch
ihre tänzelnden oder außer Kontrolle gebrachten Pferde
Argument-ationshilfe.
|