| Nicht
nur zum „Tag der Sachsen“ in Döbeln -
Nazipropaganda & Antifa-Aktionen
Das einzig erfreuliche am Naziwahlkampf ist, zu beobachten wie
sich vielerorts die aufgehängten NPD-Plakate sehr schnell
in kleine, auf dem Boden liegende Häufchen Unglück verwandeln.
In Dresden hat die von den Nazis angekündigte Bewachung ihrer
Propaganda Plakate wenig geholfen – das Holger Apfel-face
grinst einen nur noch an einigen Stellen unaufgefordert beim Spaziergang
entgegen.
Anfang der nächsten Woche werden die Nazis ihre Dosen wohl
nochmal aufstellen und es wird wahrscheinlich eine Ladung frische
Plakate für alle abreißfreudigen Leute geben.
Die sächsischen Neo-Nazis haben sich
so allerlei überregionale Nazifreunde eingeladen und touren
mit diesen von einer Veranstaltung zur nächsten. Mit dabei
der, im stetigen Jammerton schwallende Naziliedermacher Frank
Rennike und NPD Vorsitzender Udo Voigt. In den letzten
zwei Wochen vor der Landtagswahl treten sie an verschiedenen Orten
auf Kundgebungen und Konzerten in Sachen auf. Am 11. September
wird Frank
Rennicke in Steinbach/Ostsachsen auf dem einschlägig
bekannten Gelände von Armin
Muslick auftreten.
"Tag der Sachsen" - mit Antifa-Spontandemo
Auf dem „Tag der Sachsen“, vom
4. bis 6. September in Döbeln, gab es auf der Schlachthofstrasse
eine Standpromenade von NPD, JLO, DSU, 2 mal NBD (einmal „Nationales
Bündnis Dresden“ sowie das von NPD Mitgliedern geründete
„Nationale Bündnis Deutschland“) und die DGG
(„deutsche Gemeinschaft für Gerechtigkeit). Anwesend
waren z.B. Holger
Apfel, Sascha
Wagner, Stefan
Rochow, Christian
Hehl , Jürgen
Schön, Sven
Schwerdtfeger, Jürgen
W. Gansel, Rene
Despang und Elli
Dobberstein. Am Samstag Nachmittag trat an den Ständen
der Nazibarde Frank
Rennicke auf.
Neben diversen Flugblättern wurde in
Döbeln erstmalig die sogenannte „sächsische Schulhof-CD“
mit NPD Label verteilt. Die NPD will damit vom Presserummel um
die lange angekündigten und inzwischen verbotenen „Schulhof
– CD „Anpassung ist Feigheit ““ profitieren.
Eingebrockt hat sie sich damit allerdings auch einen Beschlagnahmebeschluss
für ihre Neuauflage. Am 7. September führte die Polizei
eine Durchsuchung im „Deutsche Stimme Verlag“ durch,
beschlagnahmte aber lediglich 800 der insgesammt 25 000 NPD-CD`s.
Während in den letzten Jahren die Teilnahme
der Nazis am „Tag der Sachsen“ völlig ungestört
verlief fand am Samstag in Döbeln eine Antifa-Spontandemonstration
zu den Naziständen statt. Ehe die Polizei eingreifen konnte
hatte sich die Demo mir Transparenten und Srechchören direkt
an die Nazistände begeben. Sichtlich überrascht kramten
die alle verfügbaren Fahnen und Schilder zusammen und stellten
sich den Antifas gegenüber.
Nach 10 Minuten löste sich die Antifa Demo wieder auf und
die Teilnehmenden verschwanden vor der hilflosen Polizei im Volksfest.
Der selbe Kreis von Neo-Nazis veranstaltete am Mittwoch, dem 8.
September auf dem Postplatz in Dresden ein Kundgebung. Im Anschluß
fand nach eigenen Angaben noch eine Saalveranstaltung mit Rennicke
und Udo Voigt
statt.
wieviel Prozent?
Mit wieviel Prozent die sächsische
Bevölkerung nun gedenkt für die Nazis zu stimmen und
was ist wenn - darüber wird zur Zeit viel gesprochen. Das
Sachsen schon lange über eine starke und organisierte Neo-Naziszene
verfügt und eine rassistische Mehrheitsgesellschaft spielt
in den Analysen dabei kaum eine Rolle. Stattdessen kommt als Erklärung
für das gute Abschneiden der Neo-Nazi Partei das übliche
Geschwafel vom Proteswähler oder der niedrigen Wahlbeteilgung,
die zum Beispiel im Saarland ( 4% NPD) mit 54% nicht wirklich
gegeben war.
Fakt ist, dass die Nazis, welche einen Sessel
im Landtag ergattern können, anschließend parlamentarische
Immunität genießen können. Um z.B. ihre privaten
Räumlichkeiten und die Abgeortneten Büros von der Polizei
durchsuchen zu lassen müßte dann ihre Immunität
erst aufgehoben werden. Außerdem bekommen Mitarbeiter des
Landtags ein neben ihrem Gehalt noch reichlich Mittel für
ihre Parteiarbeit zur Verfügung gestellt.
Bleibt zu hoffen das die Wohnzimmerfaschisten
auf ihren Sesseln bleiben und die NPD nicht in den Landtag einzieht.
Zu verdanken ist dies dann sicherlich nicht der Lokalpresse die
emsig darum bemüht jeden einzelnen NPD Kandidaten mit Kind
und Kegel, Beruf und Hobby vorstellen, sondern der antifaschistischen
Nazi-Wahlkampf-Sabotage.
up
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NPD trägt zum Wahlkampf sehr dick
die Propaganda-Schmiere auf.

Nazistände auf dem "Tag der
Sachsen"- rechts das NPD
- Feuerwehrauto mit Lüneburger Nummernschild,

wurden diesmal von einer Antifa-Spontandemo
heimgesucht

der Nazimob war doch recht aufgebracht
über das Auftauchen der Antifas

Rene Despang (rechts) mit Fahne in
der Hose
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