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NPD-Pressefest 2001 in Grimma
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Aktuelles zum Pressefest
der NPD
Das Volksfest der Grimmaer
fällt doch größer aus, als erwartet (z.B. gibt
es drei Bühnen). Das ist überraschend, nachdem der
Bürgermeister den Neo-Nazis für ihr Fest den Platz
zur Verfügung gestellt hatte und nachdem am 1. Mai 2000
gerade einmal 10 Bürger für "Bunt statt schwarz-weiß"
demonstrierten (öffentliches Tücher-Batiken und aus
dem Fenster hängen.) Ein aktuelles Programm für das
Volksfest lieferte die >>
Leipziger Volkszeitung vom 6. September 01.
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Grimma klagt vor Oberverwaltungsgericht
dpa am 07. 09. 01 um 14.30
Grimma (dpa/sn) - Die Stadt
Grimma hat gegen die Genehmigung des so genannten Sommerfestes
der rechtsextremistischen NPD Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht
(OVG) in Bautzen eingelegt. Das sagte die Sprecherin des
Landratsamtes in Grimma, Margit Gey, am Freitag auf Anfrage.
Grimma hatte in erster Instanz das Sommerfest verboten.
Dieses Verbot war jedoch am Donnerstag vom Verwaltungsgericht
Leipzig aufgehoben worden. Die Veranstaltung darf nun
unter strengen Auflagen stattfinden. Das OVG wollte noch
am Freitag über die Beschwerde befinden.
Das Gericht untersagte unter anderem das Mitführen von
Trommeln, Reichskriegsflaggen, schwarz-weiß-rote Fahnen,
schwarze Fahne, rote Fahnen und Keltenkreuzfahnen. Außerdem
dürfen keine Plakate strafbaren Inhalts sowie Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen getragen werden. Des
weiteren wurde der Ausschank alkoholischer Getränke während
der Veranstaltung verboten.
Die Stadtverwaltung Grimma sieht trotz der Beschränkungen
die NPD- Veranstaltung als rechtswidrig an. Es sei nicht
realisierbar, die Auflagen zu kontrollieren und so die
öffentliche Sicherheit zu gewähren, sagte Gey. Sollte
zu Gunsten der Rechtsextremisten entschieden werden, will
die Stadtverwaltung keinen Strom und kein Wasser zur Verfügung
stellen. "Als Eigentümer des Platzes steht uns das nach
meinem Rechtsverständnis zu", sagte die Hauptdezernentin
Renate Göhler.
Bereits beim geplanten Aufmarsch von 1200 Neonazis zum
Völkerschlachtdenkmal hatte das OVG vor einer Woche das
Verbot der Stadt Leipzig aufgehoben. "Die Verwaltungsgerichte
haben bei der Entscheidung über ein Versammlungsverbot
keine politische Entscheidung zu treffen", verteidigte
der Präsident des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes,
Siegfried Reich, den damaligen Beschluss.
Unterdessen hat Sachsens Justizminister Manfred Kolbe
(CDU) eine schärfere Verfolgung von gewalttätigen Demonstranten
gefordert. Es dürfe "Null Toleranz bei Ausschreitungen
und Missbrauch des Demonstrationsrechts durch Rechts-
oder Linksextremisten" geben. Der Minister verlangte eine
Erweiterung der Strafbestimmung des Landfriedensbruchs.
Ferner sollte nach Ansicht von Kolbe "Gewalttouristen"
und Wiederholungstätern die Teilnahme an bestimmten Demonstrationen
mit einer "Meldepflicht" unmöglich gemacht werden. Zugleich
sollte bei verurteilten Gewalttätern zur Strafe ein Fahrverbot
verhängt werden können.
Besonders gegenüber "Demonstrationstouristen" und im Jugendstrafrecht
könnte hier die abschreckende Wirkung verbessert werden,
sagte der Minister. Mehrere derartige Gesetzentwürfe seien
im März dieses Jahres an der rot-grünen Mehrheit im Bundesrat
gescheitert, sagte Kolbe.
Nach dem Neonazi-Aufmarsch und den damit verbundenen Krawallen
Linksautonomer am vergangenen Wochenende in Leipzig war
in Sachsen eine Debatte über Gewalt und Justiz entbrannt.
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>Pressefest< genehmigt
info-update 6.9.01 von ART Dresden, S.A.R.G. Dresden
Das Verwaltungsgericht Leipzig
hat am 6. September entschieden, dass das so genannte >Pressefest<
der Nazi-Postille >>Deutsche Stimme<< am 8. September im
sächsischen Grimma stattfinden kann. Fernerhin wurden so
betitelte >>strenge Auflagen<< erlassen. So sei das Tragen
von Springerstiefeln ebenso verboten, wie das Bekleidetsein
mit Bomberjacken. Zudem seien Trommeln, diverse Fahnen und
Plakate untersagt worden.
Das ortszuständige Landratsamt erwägt nach Angaben des Verwaltungsgerichts
Leipzig, gegen den Genehmigungsbescheid beim Sächsischen
Oberverwaltungsgericht in Bautzen Beschwerde einzulegen.
Bei den Ankündigungen bisher nicht aufgeführt, sind nunmehr
überdies als auftretende >Künstler< auch FRANK RENNICKE
und ANNETT MOECK vorgesehen.
Nach weiteren Informationen plant am 8. September zudem
die sich so bezeichnende >>Revolutionäre Plattform<<, verantwortlich:
JÜRGEN GERG, ab 10 Uhr eine >>1. Tagung oppositioneller
Kräfte in der NPD, JN<< in Grimma. Es kann begründet davon
ausgegangen werden, dass diese >Tagung< mindestens 200 Teilnehmende
aufweisen wird. Mittlerweile haben sich auch GÜNTER DECKERT
und OLIVER HÄNDEL mit dieser >Plattform< verbündet.
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>Pressefest< verboten, NPD
klagt
info-update 4.9.01 von ART Dresden, S.A.R.G. Dresden
Das so genante >Pressefest< der
Nazi-Postille >>Deutsche Stimme<< gilt derzeit durch das ortszuständige
Landratsamt als verboten. Es wird anscheinend hauptsächlich
die Begründung angestrengt, >>eine Veranstaltung mit solchem
Charakter gefährdet die öffentliche Ordnung und Sicherheit<<,
so jedenfalls Landrat GEY gegenüber den Medien. Die NPD, deren
sächsischer Landesvorstand in Grimma angemeldet hat, klagt
nunmehr gegen das Verbot beim zuständigen Verwaltungsgericht.
Höchstwahrscheinlich wird dieses Gericht das Verbot zurücknehmen.
Ein dahingehender Bescheid ist für den 5. September angekündigt.
In Grimma werden an diesem Samstag zirka 2.000 braunschwarze
Gestalten zum GanzRechtsaußenTreiben erwartet. Angeblich will
die Stadt, wenn die Veranstaltung dann stattfinde, den Neonazis
keinen Strom und auch kein Wasser zur Nutzung stellen. Von
>>Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt!<< war ja eh schon
genug zu lesen ...
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Kerstin Köditz, PDS, lobt
die Bürger-Pseudo-Gegenaktivitäten
junge welt interview
Junge Welt 27.08.2001
Wird Grimma von brauner Flut überschwemmt?
jW sprach mit Kerstin Köditz, Vorstandsmitglied der PDS im sächsischen
Muldentalkreis
F: Dem in Riesa ansässigen Deutsche-Stimme-Verlag,
in dem die der NPD nahestehende Monatszeitschrift Deutsche Stimme
erscheint, soll zur Durchführung von derem zentralen Pressefest
am 8.September städtisches Gelände in Grimma zur Verfügung gestellt
werden. Warum ist ein Verbot aus Ihrer Sicht notwendig?
Glücklicherweise kann noch nicht »einfach«
verboten werden, sonst würden wir als Linke das als erste zu
spüren bekommen. Wenn Bombenleger wie Peter Naumann, Terroristen
wie der Italiener Roberto Fiore oder der wegen Nazi-Wiederbetätigung
verurteilte österreichische ehemalige SS-Mann Herbert Schweiger
als Redner vorgesehen sind, kann wohl niemand davon ausgehen,
daß dort Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus nicht im
Zentrum der Hetze stehen werden. Es kommt sicher auch nicht
von ungefähr, daß Veröffentlichungen der vorgesehenen Bonehead-Bands
gerichtlich beschlagnahmt worden sind. Allein aus diesen Gründen
ist ein Verbot dieser NPD- Provokation notwendig, denn für uns
fällt Faschismus nicht unter Meinungsfreiheit.
F: Sie werfen dem SPD-Landrat Dr. Grey
und dem CDU- Bürgermeister von Grimma, Matthias Berger, vor,
sich nicht energisch genug von dem rechten Gedankengut der NPD
zu distanzieren.
Dem Landratsamt werfen wir vor allem sträfliche
Untätigkeit vor. Dort schreckt man vor einem Verbot zurück,
da man wohl der Ansicht ist, die eigenen Juristen seien nicht
in der Lage, eine stichhaltige Begründung für die Gerichte zu
liefern. Einen verlorenen Prozeß scheut jedoch der stellvertretende
Landrat Linke mehr als die NPD in Grimma, wo er zugleich Stadtvorsitzender
der CDU ist. Wegen der Verbotsforderung wirft er uns sogar »Nötigung«
vor. Anders verhält es sich bei CDU-Bürgermeister Berger. Er
hat in der kurzen Zeit deutlich dazugelernt, kooperiert mit
allen Kräften vor Ort, die gegen die NPD aktiv werden wollen,
und hatte zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Die zirka 150
Anwesenden haben sich mehrheitlich für bunte und vielfältige
Gegenaktionen am 8. September auf dem Marktplatz ausgesprochen.
Grimma muß und wird an diesem Tag unter dem Motto »Bunte Vielfalt
statt braune Einfalt« Farbe bekennen.
F: Der geplante Termin des Pressefestes
deckt sich mit dem »Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung«,
der früher »Tag der Opfer des Faschismus« war. Was halten Sie
davon?
Es ist natürlich besonders instinktlos,
daß eine faschistische Veranstaltung ausgerechnet für jenen
Tag genehmigt wird, der traditionell den Opfern des Faschismus
gewidmet ist. Die Verfolgten müssen es als neuerliche Verhöhnung
empfinden, wenn an jenem Tag die geistigen Nachfahren ihrer
einstigen Peiniger aufmarschieren dürfen. Anderen Städten und
Kreisen war die zeitliche Nähe zu historisch sensiblen Terminen
bereits Grund genug, solche Veranstaltungen zu verbieten. Wir
werden genau dieses Datum selbstverständlich in unsere eigenen
Aktivitäten einbeziehen.
Interview: Sandra Erbacher
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Landesvorstand und Landesrat
der PDS gegen Pressefest
Pressemitteilung der PDS 30/2001 22.08.2001
Kommentar: Die in der PM erwähnte
Kerstin Köditz ist die für den Muldentalkreis zuständige
Antifa-Expertin der PDS. Im Gründungspaper ihrer AG Antifa
hieß es, dass autonome Antifas Schuld an den Nazis seien.
Die am Ende zitierte Cornelia Ernst dagegen gehört nicht
zu den Rechts-Außen (ist an ihrem statement auch zu merken).
Beginn PDS-Pressemitteilung:
"Wehret den Zuständen !"
Verbot des NPD-Pressefest in Grimma gefordert
Landesvorstand und Landesrat der PDS Sachsen
missbilligten auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 17. August in
Dresden den Umstand, dass der Neonazi-Partei NPD zur Durchführung
des zentralen Pressefestes ihres Parteiorgans "Deutsche Stimme"
am 8. September städtisches Gelände zur Verfügung gestellt wird.
Zu der Veranstaltung werden 1.500 Neonazis erwartet, zu denen
u.a. die verurteilten Terroristen Peter Naumann und Roberto
Fiore sowie der wegen Verstosses gegen NS-Wiederbetätigungsverbot
mehrfach verurteilte Österreicher Herbert Schweiger sprechen
sollen. Daneben sind Auftritte von Sängern und Bands aus dem
rassistischen Skinhead-Spektrum geplant. Landesvorstandsmitglied
Kerstin Köditz dazu: "Die Biographien der angekündigten Redner
lassen strafbare Äusserungen geradezu erwarten. Wir alle wissen
zudem, wie Alkohol und entsprechende Musik auf die anreisenden
gewaltbereiten Neonazis wirken. Soll Grimma tagelang im Ausnahmezustand
leben? Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen."
Landesvorstand und Landesrat der PDS verurteilen in diesem Zusammenhang
die mangelhafte Informationspolitik des CDU-Bürgermeisters von
Grimma, Matthias Berger, sowie Landrat Dr. Gey. Beide haben
es bisher nicht für nötig gehalten, sich vom Rassismus und dem
menschenverachtenden Gedankengut der NPD öffentlich zu distanzieren.
Die sächsische PDS fordert deshalb vom Landrat das sofortige
Verbot des Pressefestes. Als besonders instinktlos wird der
Umstand angesehen, dass der geplante Termin deckungsgleich mit
dem "Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung" (früher: "Tag
der Opfer des Faschismus") ist. Die Verfolgten des NS-Regimes
müssen darin eine neuerliche Verhöhnung sehen. Der Landesvorstand
hofft auf breite und vielfältige Aktivitäten im Muldentalkreis
gegen diese Provokation. Er wird diese nach Kräften unterstützen.
Ausdrücklich betont die sächsische PDS, dass sie eine mögliche
Demonstration mittragen wird. Die amtierende Landesvorsitzende
Cornelia Ernst: "Wenn nach den zahlreichen rassistischen Übergriffen
in der Vergangenheit - zuletzt der Überfall auf einen Iraker
in Grimma am 14.8. - Landrat Gey und Bürgermeister Berger noch
immer nicht gelernt haben, dass nur entschiedene Gegenwehr ein
wirksames Mittel gegen die Naonazis ist, werden sie ihrer demokratischen
Verantwortung nicht gerecht."
Mit freundlichen Grüßen Rico Schubert
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Pressefest
des NPD-Organs "Deutsche Stimme" verschoben
von: www.dir-info.de/nachrichten/infolinks
Quelle: http://www.dir-info.de/nachrichten/infolinks/01/08/0108178674a8b8.htm
Eigener Bericht vom 17.08.2001 Grimma.
Nachdem die NPD über Wochen vergeblich versucht hatte, im Raum
Riesa oder im Erzgebirge eine Halle für das Pressefest ihres
Organs "Deutsche Stimme" am 25. August zu erhalten, ist sie
nunmehr in die Nähe von Leipzig ausgewichen und hat am 14. August
eine nicht näher definierte "Kundgebung" auf dem Volkshausplatz
- in unmittelbarer Innenstadtnähe - in der westsächsischen Kreisstadt
Grimma angemeldet. Eine Parteidelegation mit dem stellvertretenden
Parteivorsitzenden und "Deutsche Stimme"-Geschäftsführer Holger
Apfel sowie dem sächsischen Landesvorsitzenden Winfried Petzold,
der selbst in Grimma wohnt, kündigte 1.500 Teilnehmende an.
Eine Zahl, die durchaus nicht jenseits der Realität erscheint,
wenn berücksichtigt wird, dass der Anmeldeschluss für das konspirativ
vorbereitete Treffen der 18. August ist, die NPD also einen
ungefähren Überblick haben dürfte. Inzwischen hat die neofaschistische
Partei im Ort auch 60 Hotelbetten für Mitwirkende und den Organisationsstab
reserviert.
Der ursprünglich gewünschte der Termin des 25. August wurde
der NPD durch den neugewählten CDU-Bürgermeister Matthias Berger
zwar nicht zugestanden, da an diesem Tag eine Regatta stattfindet,
doch bot er zugleich aus Ausweichmöglichkeit den 8. September
an. Dieses Angebot akzeptierte die NPD einen Tag später. Eine
Absage hätte sicherlich einen katastrophalen Eindruck bei ihren
Sympathisanten verursacht und hätte sich zudem verhängnisvoll
für die ohnehin strapazierten Parteifinanzen ausgewirkt. Sie
hat also allen Grund, dem Bürgermeister dankbar zu sein. Vielleicht
zeigt sie diese Dankbarkeit ja auch gegenüber dem CDU-Landrat
Dr. Gey, der aus Angst vor einer juristischen Niederlage vor
einer Verbotsverfügung dieser Großveranstaltung ebenso zurückschreckt
wie im Fall einer ebefalls angemeldeten Demonstration des NPD-Landesverbandes
Sachsen am 10. November in Grimma. In beiden Fällen ist eigentlich
eine besondere Sensibilität des Datums gebeten. Das letztgenannte
liegt in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zur Reichspogromnacht,
der 8. September wiederum ist in diesem Jahr deckungsgleich
mit dem Tag, der in der DDR traditionell als "Tag der Opfer
des Faschismus" begangen wurde und heute unter neuem Namen fortgeführt
wird.
In einer Erklärung gegenüber der Lokalpresse, zu der Bürgermeister
Berger allerdings erst gedrängt werden musste, findet der CDU-Politiker
kein einziges inhaltliches Wort der Distanzierung. Bisher beschränken
sich seine Aktivitäten auf die Einberufung einer Bürgerversammlung
im Rathaussaal am 23. August. In der Kürze der verbleibenden
Zeit dürfte auch nicht damit zu rechnen sein, dass vor Ort nennenswerte
Gegenaktivitäten entfaltet werden. Mehr als Grund genug dafür
gäbe es jedoch. Der Muldentalkreis ist seit langem eine Hochburg
der Neonazis. Neben mehreren Freien Kameradschaften und etlichen
rechts dominierten Jugendclubs gibt es hier einen starken Kreisverband
der NPD. In Trebsen und Wurzen sitzt die Partei auch im Stadtrat.
Grund genug zur Gegenwehr ist eigentlich auch die Rednerliste
für das "Pressefest". Neben der kommunalpolitischen Prominenz
der sächsischen NPD werden der verurteilte Bombenleger Peter
Naumann und der mehrfach wegen NS-Wiederbetätigung verurteilte
österreichische SS-Mann der "Leibstandarte Adolf Hitler", Herbert
Schweiger, zu hören sein. Ein makabre Art von Höhepunkt sich
sicherlich der Auftritt des italienischen Terroristen Roberto
Fiore, der heute Kopf der militanten Forza Nuova ist und nach
seiner Flucht nach Großbritannien dort ideologischer Berater
der faschistischen National Front war.
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