| Pressemitteilung
von AMAL Sachsen
28.08.2002
Brutaler Neonazi-Angriff in Brand-Erbisdorf (bei
Freiberg)
In der Nacht vom Freitag
zum Sonnabend wurden drei nichtrechte Jugendliche
in Brand-Erbisdorf von Neonazis zum Teil schwer
verletzt. Dabei erlitt ein Jugendlicher eine Beinfraktur,
ein anderer lebensgefährliche Verletzungen und
musste in ein künstliches Koma versetzt werden.
Nach Schilderung von Betroffenen
griffen mehrere Rechtsextreme einen 15jährigen
an und verletzten ihn. Kurz darauf pöbelten dieselben
Rechtsextremen weitere Jugendliche an. Diese gingen
nicht auf die Provokationen ein und entfernten
sich von den Neonazis.
Daraufhin stiegen diese in ein Auto und überholten
die Jugendlichen. Plötzlich fuhr das Auto sehr
schnell an und steuerte direkt auf die Gruppe
der Jugendlichen zu. Einem 19jährigen gelang es
nicht mehr zur Seite zu springen. Er wurde von
dem Auto erfasst und erlitt eine Beinfraktur.
Wahrscheinlich wird er mind. ein halbes Jahr benötigen
ehe er wieder richtig laufen kann. Daraufhin fuhren
die Neonazis mit hoher Geschwindigkeit weiter
und stießen frontal mit einem 21jährigen zusammen.
Dieser erlitt schwerste lebensgefährliche Verletzungen.
Welche Folgeschäden bleiben werden ist noch völlig
unklar.
Kurz darauf fasste die Polizei
die Täter, welche sich selbst als "rechtsorientiert"
bezeichneten.
Ein Vertreter von AMAL Sachsen äußert sich wie
folgt dazu: "Dieser Vorfall zeigt erneut, mit
welcher menschenverachtenden Ideologie Neonazis
agieren. Aus unserer Sicht haben die Täter den
Tod der Jugendlichen mindestens billigend in Kauf
genommen."
Zur Unterstützung der Betroffenen
hat AMAL Sachsen ein Spendenkonto eingerichtet.:
Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 860 205 00
Kto.: 35 22 102
Stichwort: Brand-Erbisdorf
amal Sachsen Büro
Dresden Bautzner Straße 41
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