Tjark
Kunstreich in konkret februar 01
in
dubio contra
Der
kollektive Freispruch für Sebnitz markiert das Ende der staatlichen
Antifa-Kampagne - und ist nicht durch Fakten gedeckt.
Im
sächsischen Ort Bernsdorf herrscht "Angst vor 'Sebnitzer Verhältnissen'"
("Sächsische Zeitung", 11.12.00). Man weiß sich zu wehren: Am
18. Dezember führte der PDS-Bürgermeister des Ortes einen Gedenkmarsch
von 300 Jugendlichen an, wie man in Sachsen die Nazis nennt. "White Power",
"White Pride", "88" (nach dem achten Buchstaben des Alphabets: Heil Hitler)
sind an Bomberjacken zu erkennen, aber die Polizei schreitet nicht ein.
Journalisten hingegen müssen sich in Sicherheit bringen: "Ihr seid
die größten Verbrecher!" und "Euch sollte man einsperren!" tönt
es ihnen entgegen.
Die
Angst der Bernsdorfer vor Sebnitzer Verhältnissen war jedoch unbegründet.
Die Medien berichteten sehr verständnisvoll über die Kleinstadt
und über das dort kurz vorher vorgekommene Tötungsdelikt. Daß
das Opfer in diesem Fall kein Mischlingsbalg, sondern ein echt deutscher
Teenager war, mag den Unterschied erklären...
>>>
in dubio contra (aus konkret 02/01)
Dirna/Hamburg, Café Morgenland/Frankfurt a.M., 12.03.2001
Joseph-Fälle
Auf den ersten Blick scheint es so, dass zwischen beiden Fällen
nur dem Namen nach ein Zusammenhang existiere (Joseph Fischer, der „angegriffene“
Außenminister Deutschlands und Joseph Abdulla, das ermordete Kind
in Sebnitz). Alles andere kann und darf nur aus der „krankhaften“ Phantasie
von Leuten, die dieses Land und seinen ununterbrochenen Wahn hassen,
entspringen. Ist es so? Oder ist das eine die Voraussetzung für
das andere, dass beide Fälle nur in Zusammenhang zueinander betrachtet,
verstanden und bewertet werden können?
>>> Joseph-Fälle
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Reperatur
der deutschen Wahrnehmung - Bernsdorf
nach dem Tod eines Nazis, Jan. 01
Bernsdorf, Sebnitz und Düsseldorf:
der “Aufstand der Anständigen” endet mit
kollektivem Freispruch.
Bernsdorf in Ostsachsen:
nach dem, wie die ansässigen Lokalmedien berichten, und nach dem,
wie's sich anhört Bernsdorf - wäre zu vermuten, dass es sich
bei Bernsdorf um ein gewöhnliches kleines braunes Drecknest handelt.
Und doch haben wir es hier mit einer respektablen Kleinstadt zu tun,
mit immerhin 6 000 Einwohnern. Kaum zu glauben: die Einwohner geben
freundlich Auskunft zu den örtlichen Pilgerorten (Friedhof, neuer
Markt) und bauen die Todesstelle des Nazis dezent in ihre Wegbeschreibungen
ein. Es herrscht Normalität, die angesichts der Ereignisse in Bernsdorf
einem Horrorfilm gleicht, in dem sich böse (natürlich böse)
Aliens unter die Menschen mischen und "unerkannt" bleiben. Nur: die
Deutschen SIND die Aliens.
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Bernsdorf nach dem Tod eines Nazis; Fotos
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Bahamas
Juni 01 Text zu Sebnitz/Bernsdorf
Wer's lesen mag:
Die Bahamas-Redaktion schreibt eine Einschätzung zur verbotenen
antideutschen Demo in Sebnitz, dem allgemeinem Interesse am Thema Sebnitz/Bernsdorf;
einen kleinen Verriß der Soli-Aktionen zu Tung und ähnliches.
Aber: Warum sollten Gruppen "im Osten" aus der Realität
heraus antideutsch werden? Wäre ja schön.
Und was war da noch gleich mal anders als "im Westen"? - O
Tooooootalitarismus. (siehe auch Aufruf
unter Beteiligung der Bahamas zur Sebnitz-Demo ab der Unterüberschrift
"Warum in Sebnitz demonstrieren")
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Auf den Nerven herumtrampeln! (Bahamas 35)
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kleine Zynik am Rande (vom 28.Nov.00)
»Hätte die blöde
Kuh besser aufgepasst, dann wäre der Junge nicht ersoffen«
König Kurt von Sachsen hat
seinen Untertanen tief in die Augen geschaut und konnte nirgends den
Mörder des kleinen Josephs entdecken. Folglich spricht er auch immer
von dem »verunglückten« Jungen. Und seine Ermittlungsbehörden tun
auch alles, um das gewünschte Ergebnis vorzulegen. >>
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