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Poldi
- die story - Teil 7
heavy talk about camp03 in Köln |
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externe Poldi-story im Camp03-Webjournal: "Rundgang übers
Camp" |
Poldi erzählt vom Grenzcamp in Köln im August 2003
Klar, dass auch Poldi zum
6. Antirassistischen Grenzcamp nach Köln gefahren ist.
Das Grenzcamp ist eine jährliche nette kleine Institution,
die es ermöglicht mit antirassistisch Interessierten wie
auch mit seit Jahrzehnten aktiven Antirassistinnen zu diskutieren,
witzige und gute Aktionen zu machen oder einfach nur zusammen
zu sein.
Dieses Jahr ist das Camp etwas anders
verlaufen als bisher. Am vorletzten Tag räumten 2.500 Bullen
brutal alle Leute vom Camp, um sie nach Erfassung ihrer Personalien
und ED-Fotos wieder auf das Campgelände zu lassen. (siehe
auch
venceremos-special zur Räumung.)
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Hi
Poldi, wie geht's denn so?
Oh, das ist alles ein bisschen viel,
es war ein schönes, grosses und tolles Camp, aber für
mich war es ganz schön hart, wegen der richtig bösen
Bullen... Mensch, ich hab doch bei denen nur in der Kinderprävention
gearbeitet... Und jetzt sowas...
Die ganze Zeit über brutale Robocops und meistens hatte niemand
Lust mich auf Aktionen mitzunehmen, weil es zu gefährlich
für mich und meine Bezugspersonen gewesen wäre.
Und am Samstag, während der Räumung, musste ich mich
in einer Plastiktüte verstecken - den ganzen Tag! Und neben
mir haben die Bullen einige Rucksäcke und alle Zelte durchsucht...
Aber wie wars sonst so?
Das erzähl ich am Besten von Anfang
an... |
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Vor Köln war ich
unterwegs gewesen. Ich hatte eine Mitfahrgelegenheit auf das Camp
und diese Leute haben mich dann gut sichtbar aufgehängt, damit
ich wieder Anschluss an die Dresdnerinnen finde.
Naja, ich weiss ja, das die Linken erstmal nicht besonders nett
mit mir umgehen, kann ich ja auch verstehen, bei meiner Vergangenheit...
Aufhängung hin oder her, sie haben mich schliesslich gefunden.
Da hatte ich leider schon einige nette kleine Antifa-Aktionen und
das Auftakt-Forum verpasst.
Nach meiner Befreiung von der Zeltleine gings mir wieder richtig
gut. |
Am Mittwoch bin ich mit nach
Düsseldorf gefahren, um auf dem dortigen Flughafen gegen
Abschiebe-Flüge von LTU, Lufthansa und weiteren zu demonstrieren.
Der BGS, der diese "deportation class"-Flüge durchführt
hat ja nicht mal die entsprechenden Befugnisse in einem Flugzeug!
Jedenfalls bin ich zu einer angemeldeten Demonstration gegangen
und war sehr verwundert, mich dort inmitten von Auseinandersetzungen
mit den Robocops wiederzufinden... Da war ich dann auch teilweise
mit dabei und hab die unverschämten Bullen angepöbelt.
Ihr findet mich in einem Video von Kanal B und im Webjournal werde
ich auch kurz erwähnt.
KanalB-Video mit Poldi vor dem
Bundesgrenzschutz auf dem Düsseldorfer Flughafen!
http://kanalb.net/spezial-koeln2003/bgs.rm
Bericht zur Flughafen-Kundgebung
in Düsseldorf mit Erwähnung von Poldi!
im Webjournal des Camps (ww.nadir.org/camp03 -> Webjournal)
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Freitag, Foto-story im Camp-Webjournal:
Rundgang übers Camp
Ja, also am Freitag hab ich wieder ein bisschen posiert. Dabei
ist diese Grusspostkarte vom Camp entstanden.
Ich hatte da so Gerüchte gehört, von wegen einer abhanden
gekommenen Handy-Camera eines Zivi-Bullen. Das war Blödsinn,
es hat sich herausgestellt, das das ein Konstrukt der Bullen ist:
Es wäre eine Digital-Kamera geraubt worden und deswegen sollte
das Camp gerazzt werden.
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Am nächsten Tag war dann
die Neo-Nazi-Demo des militanten "Kameradschafts"-Spektrum
gegen das Camp (mit nur 52 Kameratten), die "Räumung"
und drei spontane und echt starke Protestdemos in der Kölner
Innenstadt. Da waren 2.500 Bullen am Start, den ganzen Tag bis in
die Nacht und ich hab mich versteckt die ganze Zeit.
Aber dann war das Camp wieder frei und ganz viele Leute sind zurückgekommen
und haben eine kleine Party gefeiert und auch ich hatte meine Leute
wieder und wir haben fast wie immer auf dem Camp geschlafen...
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Das
beschäftigt dich ja sehr stark. Auf welche Gedanken kommst
du jetzt so?
Ich bin ja noch nicht so lange dabei, bei
der Linken, kann aber sagen, dass ich über die militanten
Neo-Nazis und die Bullen recht gut Bescheid weiss, aus eigener
Erfahrung.
Es ist erschreckend, welche Gemeinsamkeiten da zutage treten können,
beide wollten das Camp weghaben und beide haben diesen größenwahnsinnigen
Allmachts-Anspruch. Und diese Lust, den Spass und den Stolz auf
gewalttätige Brutalität gegen Migrantinnen, Flüchtlinge
und Linke. Das ist wirklich grauenvoll und ich fühle mich
da sehr involviert, diesmal aber auf der richtigen Seite.
Ich bin auch in so nen Aktivismus verfallen,
das Grenzcamp geht weiter und so... |

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No
Nation, No Border, Fight Law and Order!
Am Dienstag ist eine richtig laute Demo durch die Dresdner Innenstadt
gezogen, und ich war mit dabei. Da wurden sehr sehr viele antirassistische
Parolen vom Grenzcamp gerufen.
mehr im
Bericht bei de.indymedia.org |
| Die gehen mir ganz schön
im Kopf rum, die ganzen Parolen.
- Freedom of Movement is everybodys right - We are here, and we
will fight!
- No Justice, No Peace - Fight the Police!
- No Border, No Nation - Stop Deportation!
- Weg mit allen Abschiebe-Trakten, sprengt die Knäste, vernichtet
die Akten!
- Staat und Nazis Hand in Hand - Organisiert den Widerstand!
- Um Europa keine Mauer - Bleiberecht für alle und auf Dauer!
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* plopp
*
He Poldi, was geht?
* grunz * |
Hallo
an alle AntifaschistInnen!
Wenn ihr eine Aktion machen wollt, könnt
ihr den Poldi zur weiteren Resozialisierung beantragen, Fotos
schiessen und einen Bericht schreiben, der dann hier veröffentlicht
wird!
Kontakt: antifa_dresden@venceremos.antifa.net |
up |
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