Dresdner Morgenpost, 6. 8. 2004
Blutiger Nachbarschaftsstreit mit Morgenstern und Messerstichen
Mit letzter Kraft schleppte sich Rainer S. (53) gestern früh
gegen 6 Uhr durchs Treppenhaus, brach stark blutend zusammen -
bis ein Anwohner den Rettungsdienst alarmierte. Der Notarzt wies
den Mann sofort auf die Intensivstation ein - Lebensgefahr! Rainer
S. war durch fünf Messerstiche in den Hals und drei Kopftreffer
eines Morgensterns (Metallkugel mit Zacken) schwer verletzt worden.
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot zum Achtgeschosser
an den Sternplatz (Altstadt) aus, verhaftete wenig später
den mutmaßlichen Täter: Robert F. (26), der direkte
Nachbar des Opfers aus der dritten Etage. Das Motiv der Bluttat
ist noch unklar. Staatsanwalt Andreas Feron: "Selbst ein
Haftbefehl wegen versuchten Mordes ist möglich."
Sächsische Zeitung Dresden, 6. 8. 2004
Streit endet blutig
53-Jähriger wurde niedergestochen
Lebensgefährlich verletzt wurde gestern
Morgen der 53-jährige Reiner S. vor seiner Wohnungstür
in einem Mehrfamilienhaus am Sternplatz. Das teilte die Polizei
mit. Nachbarn fanden den Mann regungslos gegen 6 Uhr in seinem
Blut liegen und verständigten Rettungsdienst und Polizei.
Reiner S. wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Gesundheitszustand
soll sich inzwischen stabilisiert haben.
Noch während die Polizei im Gebäude ermittelte - unter
anderem sicherten die Beamten Einbruchsspuren an der Wohnungstür
des Opfers - stellte sich der 26-jährige Robert F. freiwillig.
Er soll im selben Haus wohnen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft
Dresden hat der Verdächtige gedroht, er wolle dem Opfer die
Kehle durchschneiden.
Einstiche im Halsbereich und Kopfverletzungen
"Es wurden fünf Einstiche im Halsbereich
und drei weitere Kopfverletzungen, die eventuell von einem selbst
gebastelten Morgenstern herrühren, festgestellt", sagte
Staatsanwalt Andreas Feron. Die Bluttat soll zwischen 3 und 6
Uhr stattgefunden haben. "Wir ermitteln jetzt wegen versuchten
Totschlags oder Mord."
Laut Feron hat F. Nachbarschaftsstreitigkeiten als Motiv angegeben.
Außerdem soll er "Hass auf Schwarze" geäußert
haben, doch die Motivlage müsse in weiteren Vernehmungen
geklärt werden. Laut Polizei handelt es sich bei Reiner S.
nicht um einen Farbigen. Unklar war außerdem, ob Alkohol
im Spiel war. Gegen Robert F. soll Haftbefehl erlassen werden.
(von Alexander Schneider)
Dresdner Neueste Nachrichten, 06.08.2004
Mann wollte Nachbarn Kehle durchschneiden
Bluttat am Sternplatz
In einem Hochhaus am Sternplatz hat sich
gestern Morgen ein blutiges Drama abgespielt. Nach Angaben von
Oberstaatsanwalt Andreas Feron, Sprecher der Staatsanwaltschaft
Dresden, wurde der 53-jährige Rainer S. Opfer eines Gewaltverbrechens.
Der Mann war gegen 6 Uhr mit schwersten Verletzungen von einem
Nachbarn vor seiner Wohnungstür gefunden worden. Rainer S.
musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er schwebt in Lebensgefahr.
Die Kriminalpolizei ermittelte am Ort des Geschehens. Dabei meldete
sich der 26-jährige Hausbewohner Robert F. bei den Kriminalisten
und legte ein Geständnis ab. "Er hat nach eigener Aussage
die Wohnungstür des Opfers eingetreten und wollte ihm die
Kehle durchschneiden", so Andreas Feron. Als Motiv habe Robert
F. "Hass auf Schwarze" angegeben. "Das wurde bisher
aber noch nicht hinterfragt. Da müssen wir weiter ermitteln."
Zumal Rainer S. nach Angaben der Dresdner Polizei Deutscher ist.
Robert F. soll dem 53-jährigen drei Mal mit einem selbst
gebastelten Morgenstern auf den Kopf geschlagen und ihm fünf
Schnittverletzungen im Halsbereich zugefügt haben. Der Tatverdächtige
befindet sich in Polizeigewahrsam und soll heute dem Haftrichter
vorgeführt werden. "Nach seinen bisherigen Einlassungen
deutet alles darauf hin, dass wir ihm versuchten Mord vorwerfen",
so Feron.
Th. Hartwig
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