Presseartikel
07. März 2008, Mitteldeutsche Zeitung
Dresden
Psychisch kranker Mann wird schwer
misshandelt
56-Jähriger wird gefesselt
gefunden - Hakenkreuz auf das Schulterblatt geritzt
Dresden/ddp. Ein 56 Jahre alter psychisch kranker Mann ist in
einem Treppenhaus in Dresden schwer misshandelt worden. Vermutlich
mehrere Jugendliche und Heranwachsende sollen dem Mann unter anderem
ein 15 mal 15 Zentimeter großes Hakenkreuz auf das Schulterblatt
geritzt haben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zudem weise
der Körper des Mannes zahlreiche leichte Brandverletzungen
und Blutergüsse auf.
Nachbarn hatten den Mann laut Polizei am Mittwochmorgen im Treppenhaus
gefunden. Er war nackt und gefesselt, Angaben zum Tathergang habe
er bislang nicht machen können. Die Polizei verdächtigt
mehrere junge Männer, die Tat begangen zu haben. Sie sollen
bereits in der Vergangenheit den Mann drangsaliert haben. Details
zu den Beschuldigten nannte die Polizei nicht. Hinweise auf eine
politisch motivierte Straftat gebe es nicht, auch seien die Verdächtigen
nicht der rechten Szene zuzuordnen.
up
7. März 2008, Dresdner Neuste Nachrichten
Nachbarn finden psychisch Kranken nackt,
gefesselt und verletzt im Treppenhaus
Dresden. Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses am Otto-Dix-Ring
fanden Hausbewohner am Mitwoch Abend ihren 56-jährige Nachbarn
nackt, gefesselt und leicht verletzt. Sie alamierten die Polizei.
Der Mann hatte mehrere Brandwunden und Blutergüsse. Außerdem
wurde ihm ein Hakenkreuz in die Schulter geritzt. Dies muss mindestens
24 Stunden vor seinem Auffinden im Treppenhaus geschehen sein.
Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden haben Ermittlungen
wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und gefährlicher
Körperverletzung aufgenommen. Wie die Beamten mitteilten,
gestalten sich die Ermittlungen schwierig, da sich der Mann nicht
zum Tathergang oder den Tatverdächtigen äußern
kann. Er ist infolge einer psychischen Erkrankung in amtlicher
Betreuung und befindet sich derzeit in einem Dresdner Krankenhaus.
up
56-jähriger Dresdner schwer
misshandelt
Gefesselt, nackt und mit Wunden – so wurde ein Dresdner
im Treppenhaus gefunden. Das Motiv des Überfalls ist völlig
unklar.
Dresden. Bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr haben Bewohner eines
Plattenbaus im Dresdner Stadtteil Strehlen ihren 56-jährigen
Nachbarn im Treppenhaus gefunden. Der Mann war nackt, an Händen
und Füßen gefesselt und hatte mehrere Wunden, wie die
Polizei am Freitag mitteilte.
Der 56-Jährige lebt zurückgezogen und allein in seiner
Wohnung am Otto-Dix-Ring. Als Folge einer psychischen Erkrankung
steht er unter amtlicher Betreuung. Da sich das traumatisierte
Opfer nicht äußern kann, sind die Umstände der
Tat unklar. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht.
Gerichtsmediziner haben neben den Wunden durch die Fesseln mehrere
Brandmale – etwa von Zigaretten – und Blutergüsse
festgestellt. Mysteriös ist ein eingeritztes, 15 Zentimeter
großes Hakenkreuz im Schulterbereich. Diese Wunde ist nach
Ansicht der Mediziner jedoch mindestens einen Tag älter als
die übrigen Wunden. Alle Verletzungen seien nicht schwerwiegend.
Die Kripo ermittelt wegen Freiheitsberaubung, Nötigung und
Körperverletzung. Im Verdacht ist eine Gruppe Jugendlicher
und Heranwachsender. Sie soll den Mann bereits früher drangsaliert
haben. Details zu den Verdächtigen nannte die Polizei nicht.
Hinweise auf eine politisch motivierte Straftat gebe es nicht.
Auch seien die Verdächtigen nicht der rechten Szene zuzuordnen.
(lex)
up
12. März 2008, Sächsische Zeitung
Freital
Keine heiße Spur nach Überfall
auf Mann in Strehlen
Auch eine Woche nach dem rätselhaften Überfall auf
einen psychisch kranken Mann in Strehlen, gibt es kaum Neues zu
der Tat. Der 56-Jährige wurde am Mittwochabend im Treppenhaus
seines Wohnhauses auf der Wilhelm-Lachnit-Straße gefunden
– nackt, gefesselt, mit mehreren Brandwunden und anderen
Verletzungen. Ein 15 Zentimeter großes Hakenkreuz soll mindestens
einen Tag zuvor in seine Schulter eingeritzt worden sein. Die
Polizei verdächtigt eine Gruppe Jugendlicher, die den Mann
in dem Plattenbau bereits früher drangsaliert haben soll.
(lex)
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