20. September 2002 - NPD
Wahlkampf in Dresden
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20. September 02 Prager Strasse, Dresden
massive Störungen gegen die Neo-Nationalsozialismus-Propaganda
der NPD
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NPD-Wahlkrampf zur Bundestagswahl 2002
- jetzt auch in Sachsen!
Der Hessen-Wahlkampf der
NPD Ende August 02 hatte es in sich: bei den meisten Terminen
standen hunderte AntifaschistInnen den einzelnen Neo-Nazis gegenüber,
es kam zu desaströsen Szenen für die NPD, sie wurden
beworfen, verjagd, verprügelt, in Darmstadt wurde versucht
das Auto, in dem Parteivorsitzender Udo Voigt sass anzuzünden.
Im selben Zeitraum brannte ein NPD-Lautsprecherwagen in Berlin
ab. Einen Rückblick auf die Aktionen zum bisherigen Wahlkampf
der NPD findet ihr beim Dresdner Terminal >>>
hier.
Die Motivationslage der stets anreisenden bundesweiten NPD-Kader
(Udo Voigt, Holger Apfel) dürfte denkbar schlecht sein...
Da sagen wir doch gern Hallo!!!
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Bericht zur NPD-Wahlshow in Dresden am 20. September 2002
Fotos, Randbemerkungen
Zum Abschluss ihrer Wahlkampf-Tour
tingelte die NPD in den letzten Tagen durch mehrere sächsische
Sädte und versuchte dem Wahlvolk die menschenverachtenden
Vorstellungen der "einzigen echten Opposition" nahe
zu bringen.
Am 20. September nun sollte das Spektakel
auf der Pragerstraße zu Dresden stattfinden. Und alle Akteure
waren am Start:
Der verurteilte Volksverhetzer Friedhelm
Busse, der in fast allen deutschen Städten
regelmässig Redeverbot erhält, nur in Dresden nicht.
Offenbar scheinen hier seine antisemitischen Hasstiraden schlimmster
Manier die Verantwortlichen nicht zu stören.
Weiter kamen der Mitarbeiter der Deutschen Stimme-Verlagsgesellschaft
GmbH, Jürgen
W. Gansel. Er schreibt in diversen rechtsextremistischen
Publikationen.
Da war auch der Görlitzer NPD-Kreisvorsitzende Jürgen-Uwe
Krumpholz, der wie immer eine überaus bedauernswerte
Erscheinung bot, der stellvertretende NPD-Landesvize und designierte
Chef der IWG, Klaus
Menzel, des weiteren Udo
Voigt, der Bundeswimpelführer der NPD und sein
Stellvertreter Holger
Apfel, sowie bekannte Dresdner Schlägernazis,
wie Patrick
Möbius und Ronny
Thomas. (siehe
Fotos)
Von Neonazipropaganda war wenig zu verstehen
Zwischen Schlagermusik aus der "guten alten Zeit" und
Rechtsrock der schlechtesten Schrummelpunkgarage, zeichneten die
Redner ein deutliches Bild ihrer rhetorischen und inhaltsreichen
Darbietungskunst. Dummerweise waren die angesprochenen "lieben
Mitbürger" nicht interessiert bzw. konnten nicht wissen,
dass ihr Interesse gefragt war, hörten sie doch einfach nichts.
Denn wie die Elbe die braunen Felder der Sächsischen Schweiz
trennte, so stand Lärm der ca. 150 Antifas in der Luft. Irgendwann
hörten die Bullen das Pfeifen dann auch, und begannen Antifas
anzugreifen, was gewisse Meinungsverschiedenheiten mit sich brachte,
welche nun einseitig mit grünen Schlagstöcken ausgefochten
wurden.
Wähendessen verließ eine Gruppe Schlägernazis
ihren zeitweiligen Standort außerhalb der Kundgebung. Sie
stürzten sich in die Geschehnisse der Situation, sie schienen
auf eine entsprechende Eskalation gewartet zu haben. U.a. Ronny
Thomas versuchte auf einige Gegendemonstrantinnen
einzuschlagen, vergass aber in seinem Überschwang, die zahlreich
anwesenden Kameras. Während der wieder einmal kamikaze-mässige
Aktion sah er sich schliesslich umringt von entschlossenen Antifas,
die dafür sorgten, dass er zu den anderen Nazis geschickt
wurde.
Nicht mehr lange, mensch konnte die Zeit
eh nur noch in den Pausen zwischen Pfeifenstopp, Rede und Schlagermusik
und dem gelegentlichen überdrehten Kreischen von Elli
Dobberstein, messen zogen dann auch die letzten
Nasen umgeben von grünen Blättern, von dannen. Und hinterließen
eine alles in allem erfolgreiche Antifa, welche wieder einmal
mehr einem NPD-Wahlkampf zu dem verholfen hat, was er verdient.
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Dresden - NPD-Wahl-Kampf macht Spass!!!
am Freitag,
20. Sept. 02, 14-20 Uhr, Prager Strasse, Höhe Treppe
mit Udo Voigt und Holger
Apfel (NPD Parteichef & Vize)
latest
news 19. Sept. 01
Schliesslich haben sich die Neo-Nazis spät
noch um ein bisschen NPD-Wahlkampf gekümmert. Es gab NPD-Plakate
in den Dresdner Stadtteilen Grosszschachwitz, Kleinzschachwitz,
Leuben, sowie vereinzelt in Übigau (ums
Thor) und Pieschen.
Am 19. Sept. gab es am Arbeitsamt einen NPD-Stand, der wahrscheinlich
die Klischee-Nazis (ohne Arbeit, Perspektive) mobilisieren sollte.
Nicht zu vergessen an dieser Stelle, dass in der letzten Wahl-Kampf-Woche
auch von CDU/CSU, sowie der FDP eindeutig mobilisiert wird: Die
bisher weichgespülte Stoiber-Fraktion zieht jetzt doch in
höchster Not rassistisch vom Leder und Möllemann legt
seine antisemitischen Ausfälle neu auf.
Zum
20. September ist also nach wie vor davon auszugehen,
dass die stadtbekannten Neo-Nazis um Ronny Thomas, Sven Hagendorf
und weiteren eine Mini-Kundgebung mit NPD-"Prominenz"
abhalten werden. Die NPD wird einen LKW als Bühne aufstellen,
einen Stand und Fahnenständer.
Unbedingt
mitbringen: alles was Krach und Spass macht!
Treffpunkt:
14 Uhr Prager Strasse, Höhe Treppe!
Es gibt einen Ermittlungs-Ausschuss für Festnahmen und Bullenübergriffe.
older version: NPD-Wahl-Kampf
macht Spass!!!
Freitag,
20. Sept. 02, 14-20 Uhr, Prager Strasse
Die NPD hat hier in Dresden schon lange
geloost. Die Präsenz dieser Partei hängt vom guten Willen
der ehemaligen Mitreiterinnen ab, die jetzt in Freien Kameradschaften
organisiert sind. Online ist die Partei schon lang nicht mehr,
NPD-Wahl-Plakate fehlen schlicht, die zwei Dresdner Bundestagskandidaten
für die NPD, einer davon ist Sven Hagendorf (auch bekannt
als Anti-Antifa-Filmer und Neo-Nazi-Kader), bekamen die erforderlichen
Unterschriften für die Kandidatur nicht zusammen.
Dennoch ist damit zu rechnen, das die üblichen Neo-Nazis
am 20. Sept. dabei sind, gerade wenns darum geht den NPD-Stand
zu schützen. "Selbstschutz Dresden" nennen sie
sich ja gerne, haha... und dann rennen sie wieder und lassen die
Kameratten im Stich, haha...
Dokumentation aus einem Flugblatt zum
NPD-Wahl-Termin in Dresden!
trillerpfeifen + wasserbomben + mehltüten + rasseln + tröten
+ äpfel + flöten + pflaumen + pauken&trompeten +
nudelhölzer + klopapier + konfetti + eier + nüsse +
kastanien + tomaten + teer&federn
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| Dresden
- und sonst zur Wahl
Anti-Wahl-Aktionen, Anti-Stoiber, Anti-Schill
In Dresden gibt es zur Bundestags-Wahl
02 sensationelle zwei interessante Kampagnen:
-
WirhabenkeineWahl.de
- linkes Dresdner Aktionsbündnis im Rahmen einer bundesweiten
Anti-Wahl-Kampagne, Kommentar weiter unten
stoppt-stoiber.com
- auch die Dresdner Jusos (SPD) beteiligen sich an dieser bundesweiten
Juso-Initiative, Kommentar noch weiter unten
Anti-Wahl-Aktionen
Unter dem Motto
Wir haben keine Wahl
hat sich ein linkes Aktionsbündnis gegen die Wahl zusammengefunden
und veranstaltet eine Aktionswoche vom 13. bis 22. September 02.
Rassistischer und antisemitischer Wahlkampf wurde dabei leider
noch nicht thematisiert. Gerade angesichts der FDP, die mit "Klartext
& Mut" einen Wahlkampfspruch entworfen hat, der sich
positiv auf die Möllemannschen antisemitischen Ausfälle
vom Frühjahr diesen Jahres bezieht, ist es fatal darauf nicht
einzugehen. Mit Rassismus etc. versuchen nicht nur rechte Parteien
zu punkten, ein Vorgehen was in Wahlkampfzeiten stets auftritt.
Stattdessen beschäftigt sich die Anti-Wahl-Kampagne mit Basisdemokratie,
Anarchie, Gewaltfreiheit etc. was ja schöne Sachen sind,
wäre da nicht auch noch ein Neo-Nazi-Problem und dessen gesellschaftlicher
Kontext, was nicht außer Acht gelassen werden sollte!
Stoppt Stoiber!
Mit mehreren Parties und vielen Flugblättern machen und machten
die Dresdner Jusos einen ganz besonderen Wahlkampf unter dem Motto
Stoppt Stoiber! Toller
Trick: Natürlich soll stattdessen Schröder bzw. SPD
gewählt werden. Die Jusos suggerieren und propagieren dies
als Wahl "gegen Rechts" bzw. "gegen Rassismus"
etc. und lassen bewusst ausser Acht, dass das so ganz nicht stimmt.
Wer kann schon den Schröderschen moderneren Rassismus besser
verantworten als den Stoiberschen? Und bis jetzt waren die Parties
auch ganz schön schlecht.
Schill in
Dresden gestört!
Am 1. September gab sich der ultrarechte Ronald Schill (bekannt
in Hamburg als "Richter Gnadenlos") die Ehre - die Veranstaltung
wurde prompt von "Chaoten" (Sächs. Zeitung) heimgesucht.
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