Offener
Brief der Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der
NPD den Boden entziehen!"
Wir wenden uns hiermit an die Öffentlichkeit mit zwei Anliegen.
Erstens haben wir Informationen darüber, dass das "Deutsche-Stimme-Pressefest"
mit über 6.000 Nazis am 5. August in Dresden-Pappritz stattfinden
soll. Das zweite ist im Motto der Kampagne schon gesagt. Wir wollen
nicht, dass die NPD in Pappritz oder sonstwo Grundstücke
und Immobilien erwirbt.
Kein NPD-Zentrum
in Dresden!
Die Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den
Boden entziehen!" gründete sich, als bekannt wurde,
dass die NPD Kaufinteressen in Dresden und Umgebung hat. Nun bekamen
wir die Information, dass der Grundstückseigner Wolfgang
Jürgens erneut seine Tennishalle an die NPD eventuell verkaufen,
zumindest aber vermieten will.
Größtes
europäisches Nazifest in Dresden-Pappritz
Am 5. August soll laut einer Bekanntmachung der NPD das "Deutsche
Stimme"-Pressefest in Sachsen stattfinden. Nach uns vorliegenden
Informationen soll es auf dem Grundstück von Jürgens
in Dresden-Pappritz stattfinden.
Das Pressefest ist ein Event für die gesamte deutsche Naziszene,
welches von der NPD organisiert wird, und das besonders auf ein
jugendliches Spektrum zugeschnitten ist. Bereits 2004 verwandelte
das DS-Pressefest das sächsische Mücka in eine No-Go-Area:
mehr als 6.000 Nazis konnten das Straßenbild dominieren
und ihre antisemitische und rassistische Hetze verbreiten. Die
Polizei war durch ihre zahlenmäßige Unterlegenheit
bei den ständig verübten Straftaten nicht in der Lage,
einzugreifen. Solch einem Nazimob darf weder hier noch woanders
eine Plattform gegeben werden.
Sollte es zu dem Verkauf der Pappritzer Tennishalle kommen, wird
es nicht nur bei der einmaligen Nutzung durch das NPD-Pressefest
bleiben, sondern es werden noch häufiger als bisher Nazikonzerte,
Versammlungen und Veranstaltungen der Nazi-Szene in Dresden stattfinden.
Es kann davon ausgegangen werden, dass vermehrt Übergriffe
auf Menschen erfolgen werden, die nicht in das menschenverachtende
Weltbild der Nazis passen. Darüber hinaus könnte diese
Immobilie auch im Falle einer nicht erfolgenden Wiederwahl in
den sächsischen Landtag und den somit geringeren finanziellen
Ressourcen der Partei weiterhin genutzt werden - einerseits als
Veranstaltungsort, andererseits aber auch als Geldanlage.
Aus diesen Gründen gilt es, den Verkauf der Tennishalle
zu verhindern und den Nazis ihr "Pressefest" zu verunmöglichen.
Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefragt, den Nazis
auf die Finger zu schauen. Es muss im Weiteren den Immobilien-Kaufbestrebungen
der neonazistischen NPD aktiv entgegengetreten werden.
Wir fordern daher alle Bürger_innen, Organisationen, Vereine,
politische Initiativen und Antifaschist_innen auf, vielfältig,
kreativ und entschlossen aktiv zu werden, gerne auch in Zusammenarbeit
mit uns.
Die unseriöse Praxis, Geschäfte mit Nazis zu machen
bzw. deren Skandalfaktor zur Gewinnmaximierung zu nutzen, kann
und darf nicht akzeptiert werden.
Keine Geschäfte
mit Nazis!
Der NPD den Boden entziehen!
"Deutsche Stimme"- Pressefest am 5. 8. verhindern!
contact: bodenentziehen-at-mailup.net
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