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Neo-Nazis DD
August 2005: NPD beabsichtigt Tennishalle in Dresden Pappritz zu kaufen

5. August 2006

Stadt Dresden und die Polizei taten ihr Möglichstes: dennoch kein Erfolg für die NPD

mehr Fotos von der Antifa-Demonstration und nassen Nazis beim Pressefest

externe Links: Bericht und Fotos von www.akubiz.de
NiP-special zum Pressefest - nip.systemli.org/Topic10.html
indymedia-feature - de.indymedia.org - Mittelspalte

Pressemitteilungen der Kampagne "der NPD den Boden entziehen"
Presseberichte
more information:
Der „Deutschen Stimme“ die Sprache verschlagen
- Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Dresden
Offener Brief
der Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden entziehen!"

Heftiger Regen und Proteste - schlechtestes Pressefest der NPD ever
4.500 Nazis in Dresden-Pappritz, kurzfristig mobilisierte 500 Antifas auf Gegendemo

Die BürgerInnen aus der Gegend von Pappritz sind zurecht sauer: Weder hat die Stadt Dresden sie im Vorfeld über das Nazigross-Event informiert, noch irgendetwas dagegen unternommen, noch sich um das Sicherheitsbedürfnis der AnwohnerInnen und sonstigen Betroffenen gekümmert.

Ordnungsbehörden und Stadtoberhäupter hätten so viele Möglichkeiten gehabt: Bei vergangenen Pressefesten in Grimma und Meerane gab es Alkoholverbot und Vorkontrollen, scharfe Auflagen und öffentliche Bekenntnisse gegen die Nazis. Nichts von alledem wurde von der Dresdner Stadtspitze getan.

Es kam wie es kommen musste: Die Nazis randalierten ungestört in Pappritz, rissen dort z.B. Anti-Nazi-Plakate herunter und schlägerten in der alternativen Dresdner Neustadt, ohne allerdings erfolgreich aus der selbst gesuchten Auseinandersetzung heraus zu gehen. Was auf dem Pressefestgelände selbst abging ist in ausführlichen Berichten beschrieben. (siehe z.B. telepolis)

Die Polizei verwandte ihre Kräfte lieber darauf, die TeilnehmerInnen der antifaschistischen Demonstration akribisch auseinanderzunehmen. Jegliche Getränke waren auf der Demo verboten, erst als die Polizei das sichergestellt hatte, konnte es losgehen. - Im Gegenzug liefen VertreterInnen der Polizei mit Scheuklappen über das Nazifest: Lediglich die Verkaufsstände wurden auf strafrechtlich relevante Inhalte angeschaut.

Stadt und Polizei haben - aus welchen Gründen auch immer - alles getan, um den Nazis ein erfolgreiches Pressefest zu ermöglichen. Letztlich machte vor allem das kalte und regnerische Wetter den Nazis einen Strich durch die Rechnung.

Die antifaschistischen Proteste taten ihr Übriges dazu: Im Vorfeld war es gelungen, LogistiklieferantInnen der Nazis durch offene Briefe zu Rückziehern und Vertragsbrüchen zu bewegen. Die Demonstration am Tag selbst sorgte für eine Blockade der Nazi-Hauptanreiseroute, und zu noch mehr Verwirrung, das im Hochland gelegene Pappritz zu finden. Nicht zuletzt mussten Nazis auf Bierbänken im Veranstaltungszelt übernachten, wo zehn Zentimeter hoch das Wasser der Regengüsse stand, weil ihre Busse fahruntüchtig kaputt gegangen waren.

 


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Lustiger Anblick vorm "Ehrengäste Zelt" auf dem DS-Pressefest- wer keiner war, dem Stand nur ein Regenschutzplatz unterm Tisch zu


Derweil auf der Antifademo hat Poldi trotz oder gerade wegen dem Regen viel Spass




Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 5. August in Dresden:


Die Deutsche Stimme verstummen lassen.

Über der dörflichen Ruhe Dresden Pappritz‘ liegt ein dunkler Schatten. Verursacht wird dieser nicht, wie mensch vielleicht vermuten könnte, durch den Dresdner Fernsehturm, sondern durch das am 5. August dort stattfindende „Pressefest“ der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme".

Das für Nazis aus der gesamten Bundesrepublik attraktive Fest zeichnet sich nicht nur durch politische Reden, sondern vor allem durch ein Kinderfest, Rodeoreiten und am Abend stattfindende Rechtsrockkonzerte aus. Diese geben der Veranstaltung ihren besonderen Charakter. So zog es 2004 zum letzten Pressefest über 7.000 Nazis in das ostsächsische Dorf Mücka. Damit ist das NPD-Open-Air eine der größten Naziveranstaltungen bundesweit.

Die „Deutsche Stimme“ fühlt sich in Sachsen schon lange heimisch. Sie zog bereits im Jahr 2000 vom bayrischen Sinningen in die sächsische Stadt Riesa. Grund für den Ortswechsel waren die anhaltenden Proteste in Sinning/Neuburg und das günstige Klima, das für völkische Projekte in Sachsen herrscht. Mit ihr zogen etliche Kader nach Sachsen, welche die hier weitgehend
vorhandene Akzeptanz nazistischen Gedankenguts in der Gesellschaft und die ohnehin schon bestehenden Nazistrukturen nutzten und letztere weiter ausbauten. Mit dem Einzug der NPD in den Landtag und in etliche Kommunalparlamente manifestierte Sachsen sich endgültig als Basis für die Partei.

Das DS-Pressefest war bisher nur mit marginalem Widerstand konfrontiert. Dies wird sich in Dresden ändern. Bietet doch die Landeshauptstadt vielfältige Möglichkeiten, unseren Protest auszudrücken! So finden an diesem Tag z.B. diverse zivilgesellschaftliche Festivitäten statt. Das Highlight des Tages wird jedoch die Antifademonstration „Der Deutschen Stimme die Sprache
verschlagen“, um 12.30 Uhr, auf der Hauptanreiseroute der Nazi-Busse sein. Jedoch ist es wichtig, die Anreise der Nazis schon in den Vormittagsstunden möglichst kreativ und effektiv zu behindern.
Es wird also für jede_n etwas finden lassen, um den Nazis an diesem Tag ihr Pressefest zu verderben.

Der „Deutschen Stimme“ die Sprache verschlagen – Naziüberraschung platzen lassen!

Beginn: 12. 30 Uhr - Bautzner Str. / Haltestelle Weisser Adler der Linie 11

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Offener Brief der Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden entziehen!"

Wir wenden uns hiermit an die Öffentlichkeit mit zwei Anliegen. Erstens haben wir Informationen darüber, dass das "Deutsche-Stimme-Pressefest" mit über 6.000 Nazis am 5. August in Dresden-Pappritz stattfinden soll. Das zweite ist im Motto der Kampagne schon gesagt. Wir wollen nicht, dass die NPD in Pappritz oder sonstwo Grundstücke und Immobilien erwirbt.

Kein NPD-Zentrum in Dresden!

Die Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden entziehen!" gründete sich, als bekannt wurde, dass die NPD Kaufinteressen in Dresden und Umgebung hat. Nun bekamen wir die Information, dass der Grundstückseigner Wolfgang Jürgens erneut seine Tennishalle an die NPD eventuell verkaufen, zumindest aber vermieten will.

Größtes europäisches Nazifest in Dresden-Pappritz

Am 5. August soll laut einer Bekanntmachung der NPD das "Deutsche Stimme"-Pressefest in Sachsen stattfinden. Nach uns vorliegenden Informationen soll es auf dem Grundstück von Jürgens in Dresden-Pappritz stattfinden.
Das Pressefest ist ein Event für die gesamte deutsche Naziszene, welches von der NPD organisiert wird, und das besonders auf ein jugendliches Spektrum zugeschnitten ist. Bereits 2004 verwandelte das DS-Pressefest das sächsische Mücka in eine No-Go-Area: mehr als 6.000 Nazis konnten das Straßenbild dominieren und ihre antisemitische und rassistische Hetze verbreiten. Die Polizei war durch ihre zahlenmäßige Unterlegenheit bei den ständig verübten Straftaten nicht in der Lage, einzugreifen. Solch einem Nazimob darf weder hier noch woanders eine Plattform gegeben werden.

Sollte es zu dem Verkauf der Pappritzer Tennishalle kommen, wird es nicht nur bei der einmaligen Nutzung durch das NPD-Pressefest bleiben, sondern es werden noch häufiger als bisher Nazikonzerte, Versammlungen und Veranstaltungen der Nazi-Szene in Dresden stattfinden. Es kann davon ausgegangen werden, dass vermehrt Übergriffe auf Menschen erfolgen werden, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen. Darüber hinaus könnte diese Immobilie auch im Falle einer nicht erfolgenden Wiederwahl in den sächsischen Landtag und den somit geringeren finanziellen Ressourcen der Partei weiterhin genutzt werden - einerseits als Veranstaltungsort, andererseits aber auch als Geldanlage.

Aus diesen Gründen gilt es, den Verkauf der Tennishalle zu verhindern und den Nazis ihr "Pressefest" zu verunmöglichen. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefragt, den Nazis auf die Finger zu schauen. Es muss im Weiteren den Immobilien-Kaufbestrebungen der neonazistischen NPD aktiv entgegengetreten werden.
Wir fordern daher alle Bürger_innen, Organisationen, Vereine, politische Initiativen und Antifaschist_innen auf, vielfältig, kreativ und entschlossen aktiv zu werden, gerne auch in Zusammenarbeit mit uns.
Die unseriöse Praxis, Geschäfte mit Nazis zu machen bzw. deren Skandalfaktor zur Gewinnmaximierung zu nutzen, kann und darf nicht akzeptiert werden.

Keine Geschäfte mit Nazis!
Der NPD den Boden entziehen!
"Deutsche Stimme"- Pressefest am 5. 8. verhindern!

contact: bodenentziehen-at-mailup.net

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