| part 2 big pack infos
zum 27. juli 02
part
3 -
part 4
Blick
hinein
Das Problem der VS-Spitzel ist dabei Mittel zum
Zweck. Seit Monaten wird innerhalb und außerhalb der NPD um den
politischen Kurs gestritten, was durch die Anträge von Bundesregierung,
Bundestag und Bundesrat zum Verbot der NPD beim Bundesverfassungsgericht
nur noch forciert wurde.
Die sogenannte „innerparteiliche revolutionäre Opposition“, die
sich um Steffen Hupka (ex-Landesvorsitzender der NPD Sachsen-Anhalt)
in der „Revolutionären Plattform“ in der NPD scharte, kritisierte
vor allem mangelnde politische Strategie der Parteispitze, die
Aufnahme von Neumitgliedern nach dem Motto „Masse statt Klasse“
und die daraus resultierende starke Mitgliederfluktuation in der
Partei. Hatte Hupka zur Auflösung der Plattform Anfang des Jahres
noch verkündet „sie hätte ihre Ziele weitgehend erreicht“ war
es wohl eher die Einsicht, in der NPD nichts mehr reißen zu können.
Der letzte Versuch beim Bundesparteitag im März 2002 mit einer
eigenen Vorschlagsliste für den Parteivorstand den Streit für
sich zu entscheiden, endete in einem Desaster. Hupka resümiert:
„...der NPD - Bundesparteitag am 16./17.3.2002 hat das erwartete
Ergebnis gebracht. Voigt ist mit ca. 2/3 der Stimmen erneut zum
Parteivorsitzenden gewählt wurden. Seine „Wunschliste“ für die
übrige Besetzung des PVs kam durch und besteht im wesentlichen
aus den alten Köpfen und einigen neuen Leuten, die damit offenbar
kein Problem haben. Schon Monate vorher zeichnete sich immer deutlicher
ab, daß wir unser Ziel - die Ablösung des Parteivorstandes - nicht
erreichen würden.“
Auffällig an Hupkas Vorschlagsliste für einen
neuen Parteivorstand ist jedoch, dass allein vier der Kandidaten
in Sachsen aktiv sind. Der ehemalige NPD-Parteivorsitzende und
Neusachse Günter Deckert (Gränitz bei
Freiberg) und die schon seit Jahren bekannten Jürgen
Krumpholz (Görlitz), Michael Kubitzki (Görlitz) und
Ronny Thomas (Dresden). Dass Kameradschaften aus Sachsen-Anhalt,
der Gegend in der Steffen Hupka sein Unwesen treibt, Dresden
für ihre Demonstration der Stärke ausgesucht haben, ist daher
sicherlich kein Zufall.
Seit mindestens zwei Jahren gibt es in Dresden die Bestrebung,
sich in Kameradschaftsstrukturen zu organisieren. Mit bisher eher
mäßigem Erfolg. Zentrale Figur der „Freien Kräfte Dresden“ in
der Öffentlichkeit ist dabei Ronny Thomas. Bis zu seiner
zweijährigen Haftstrafe 1998 wegen Körperverletzung war er Kreisverbandsvorsitzender
der NPD Dresden. Bei fast allen „spontanen“ Aktionen tritt er
als Verantwortlicher auf und führt die Verhandlungen mit der Polizei.
Zum Beispiel am
07. Oktober 2001 zur Mahnwache „Gegen den Kriegswahn der
Imperialisten“, am 1.Mai 2002 unter der Augustusbrücke und am
24.05.2002 zur Eröffnungsparty der
Neo-Nazikneipe „Thor“.
Die Aktionsformen der „Freien Kräfte Dresden“ reichen vom Nutzen
offizieller politischer Veranstaltungen, wie am 17.Juni letzten
und diesen Jahres am Postplatz, über aggressive Störaktionen am
9. November 2001 zur Gedenkveranstaltung an der Synagoge, bis
hin zu gewalttätigen Angriffen am 09.12.2001 auf den Treffpunkt
zur Abfahrt nach Bernsdorf.
Übergriffe Dresdner Neo-Nazis
Das Mobilisierungspotential liegt bei 20 bis 30 Personen.
Von den Veranstaltungen der „Junge Landsmannschaft Ostpreußen“
am 13.Februar und 8.Mai abgesehen, sind alle nennenswerten Aktionen
in Dresden auf die „Freien Kräfte“ zurückzuführen.
Der NPD-Kreisverband tritt organisatorisch nur noch
sporadisch auf. Der KV-Vorsitzende ist am 27.07.2002 stellvertretender
Versammlungsleiter, Dirk Oefler und Sven Hagendorf
wollten Direktkandidaten für den Bundestag werden. Der Anti-Antifa-Filmer
Hagendorf ist zwar eher den Freien Kräften zuzurechnen, aber die
personellen Grenzen zwischen den genannten Organisationen waren
in Dresden schon immer fließend.
Es bleibt abzuwarten, ob der eigene Treffpunkt, die Kneipe „Thor“
und der sogenannte „Dresdner Rundbrief“ zu einer Festigung der
Strukturen führen werden.
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Vertreter von "Freie Kräfte Dresden", des öfteren
der Dumme hinter dem Tresen im
"Thor" 
Nils Reifenstein aus Dresden ist häufig Fotograf bei Aufmärschen,
zuletzt sehr reisefreudig u.a. zum "1. Thüringentag der nationalen
Jugend" in Jena und am 13.07. in Leipzig, wo er allerdings zu faul
zum Laufen war, seinen Fotoapparat abgab und der Gulaschkanone von
Andre Kappke frönte 
Sven Hagendorf, frisch gescheiterter NPD-Bundestagsdirektkandidat
in Dresden, hier bei seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Filmen von
Gegendemonstranten, er hält sich dabei teilweise im weiten Umfeld
der Nazi-Demonstrationen auf

Ronny Thomas aus Dresden, im Internet startet er sehr gern unter
verschiedenen Namen Provokationen, in letzter Zeit vermehrt auf
www.indymedia.de
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