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1 big pack infos zum 27. juli 02
part 2 -
part 3 -
part 4
Blick
zurück - 1. Mai 02
Zu den Gegenaktivitäten wollen
wir nur soviel sagen: Gemessen an den vorangegangenen Jahren,
war es ein erfolgreicher 1. Mai in Dresden. Es hat sich als richtig
erwiesen, sich nicht auf das wahrscheinlich einmalig bleibende
bürgerliche Spektakel zu verlassen, sondern für eigene Aktionen
zu mobilisieren und sie vor allem zu organisieren.
Trotzdem sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass
das Funktionieren einer Blockade nicht unwesentlich von der Taktik
der Polizei abhängt.
Der
8. Mai in Dresden und die letzten Aufmärsche in
Leipzig haben gezeigt, dass es auch anders laufen kann.
Prinzipiell sollte sich die Antifa überlegen, ob sie immer dort
Naziaufmärsche verhindern will, wo die höchste Polizeipräsenz
ist.
Der Angriff auf eine S-Bahn mit 30 anreisenden Nazis aus der Sächsischen
Schweiz sei hier als positives Beispiel erwähnt.
Der Aufmarsch selbst war nicht
weiter spektakulär. Anmelder war Matthias Paul aus Weinböhla,
geredet haben der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt, der
in seiner Rede das World Trade Centre Dresden als Brutstätte des
internationalen Kapitalismus ausmachte, und der Landesvorsitzende
Winfried Petzold, der sein übliches wirres Zeug erzählte.
Der Dresdner Anti-Antifa-Aktivist Sven Hagendorf hat neben
einigen anderen gefilmt.
Obwohl dem Aufruf des NPD-Landesverbandes Sachsen am 1. Mai diesen
Jahres zwar immer noch ca. 900 Neonazis und damit nur 100 weniger
als im letzten Jahr folgten, machte der Ablauf mehr als deutlich,
dass der Einfluss der Partei auf die rechte Szene deutlich zurückgegangen
ist.
Interessant waren für uns die
Ereignisse vor dem Aufmarsch der NPD. Ca. 250 Nazis verließen
ihren Zug vorzeitig am Neustädter Bahnhof und marschierten dann
für alle überraschend und dadurch unbehelligt vorbei an der Synagoge
zum Treffpunkt der NPD. Erst auf dem Terrassenufer gelang es Gegendemonstranten
ihnen den Weg zu versperren.
Sogenannte „freie Kameradschaften“ aus Sachsen und Sachsen-Anhalt
grenzten sich mit diesem Marsch und einem eigenen Block auf der
Demonstration selbst von der NPD ab. Damit zeigte sich öffentlich
das Resultat der Diskussion, inwieweit überhaupt noch an Demonstrationen
der NPD teilgenommen werden sollte.
Letzter Auslöser dieser kontrovers geführten Diskussion, die vor
allem unter „freien Kräften“ geführt wird, ist der Umgang der
NPD-Führung mit enttarnten Spitzeln des Verfassungsschutzes auf
allen Ebenen der Partei.
Auf mehreren Internetseiten wurde dazu aufgerufen, am 1. Mai die
NPD-Demonstrationen zu boykottieren.
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Holger Zimmermann aus Ostsachsen mit
„Odins Legion“ T-Shirt, alle anderen im Vordergrund von den „Freien
Kräften Dresden“

2.v.l. Ronny Göbel und 3.v.l. Stefan
Ep(p)ert aus Dessau; Ronny Göbel betreibt die website "rockoi.de"
und schreibt als "Rocko" wie auch Stefan Ep(p)ert unter dem Namen
Epi88 gern in diversen Foren und Gästebüchern |