Sven Hagendorf (Anti-Antifa
und NeoNaziKader aus Dresden)
|
NeoNazi-Karneval
am 8. Mai 2002 in Dresden
der
Skandal-Bericht der antifa-dresden-webgroup!
zum seriösen Bericht
S.A.R.G zum 8. Mai
8. Mai: "eigentlich ganz lustig, nur hätte die Polizei
nicht gar so offensichtlich mit den Neo-Nazis symphatisieren
müssen"
Der 8. Mai, der Tag der militärischen Niederlage Deutschlands,
hat wieder durchschlagende Mobilisierungskraft bei den Neo-Nazis
erzeugt. 30 (!) Neo-Nazis waren
sich nicht zu blöde zu marschieren - trotz etwa 250 Antifas
die das darin verschwindende Nazi-Häuflein umringten
und immer mal was Leckeres reinwarfen.
Dass die Neo-Nazis marschieren konnten haben sie auf jeden
Fall den über-engagierten Polizisten
zu verdanken, die Sitzblockaden ohne Ankündigung brutal
auseinanderrissen und später versuchten, für 30
Neo-Nazis den gesamten Theaterplatz von Antifas freizuhalten
- auch hier wieder unter Anwendung körperlicher Gewalt.
Immer wieder griffen sich die Polizisten einzelne Antifas
heraus, die nach unterschiedlichsten Polizei-"Massnahmen"
wieder freigelassen wurden.
Der Dresdner Neo-Nazi Ronny Thomas,
der in einer panischen Reaktion wild um sich schlug und mehrere
Antifas dabei erwischte, wurde dafür von der Polizei
nicht belästigt sondern - zum eigenen Schutz - in das
Neo-Nazi-Häuflein zurückgestopft. Auch eine Combo
um Neo-Nazi Thomas Sattelberg
(Sächsische Schweiz) wurde erst nach massiven Druck auf
die Polizei gestoppt - sie hatten Antifas angegriffen.
Tschüssi
Zivilgesellschaft, trotz der bösen Worte
die wir über dich verloren haben, am 8. Mai wäre
es praktisch gewesen, wenn sich jemand über den Polizei-Einsatz
beschwert hätte.
Im Übrigen: Anna und Aishe halten nach wie vor das
Maul wenn es darum geht staatliche Behörden im Unklaren
zu lassen wer gelungene Antifa-Aktionen durchgeführt
hat.
|
|
Bericht 8. Mai 2002 S.A.R.G. Dresden
narrhalla ist nichts gegen nazis in dresden
es
moegen, bei sehr grozszuegiger schaetzung, zirka 30
rechtsextremistInnen gewesen sein, die sich in den spaeten
nachmittagsstunden des 8. mai 2002 in dresden am eingang
zur prager strasze versammelten und am "Tag der Niederlage"
ihren 'karnevalistischen' marsch im vorgeblichen gedenken
"an die Flüchtlingstrecks aus den Ostgebieten" zelebrieren
wollten. bereits weit vor beginn dieser nazi-narretei
sprach die polizei gegenueber auch nur vermuteten gegendemonstrantInnen
wiederholt voellig unbegruendete platzverweise im bereich
prager strazse aus.
kurz nach 18 uhr
setzte sich das haeuflein der 'aufrecht vertriebenen'
in bewegung. wie im vorjahr hinter dem fronttransparent
"Junge Landsmannschaft Ostpreußen", wie im vorjahr mit
dem fast schon schlusstransparent "Wir sind die Jugend.
JLO". ein einziger jungnazi war der mobilisierungsbitte
"sich im Stil der 40er zu kleiden" nachgekommen und
sah noch desorientierter aus, als das ganze haeuflein
rechtsextremer ohnehin.
froehlich 'begleitet'
wurde das nazimaerschlein durch 250 antifas. es entstand
durchaus der eindruck, die antifas trieben den nazi-mummenschanz
regelrecht vor sich her. rohe eier und feuchtwurfbehaelter
fanden ihr ziel. am ausgang der prager strazse zum altmarkt
wurde das nazi-fuzsvolk durch zwei antifa-blockaden
kurzzeitig gestoppt. eine weitere, ebenfalls kurze,
antifa-blockade am altmarkt folgte fast unmittelbar.
die polizei ging voellig unbegruendet und zum teil ruede
gegen antifas vor. es gab mehrere video-personenfeststellungen
durch polizei-dukumentationsteams. antifa-sprechchoere
ertoenten waehrend des gesamten nazi-umzugs.
letztendlich wurden
die wohl handverlesen anwesenden nazis unter polizeischutz
auf den theaterplatz vor die semperoper geleitet. unverhaeltnismaezsig
zur teilnehmerInnenzahl des nazi-umzugs wurden verschiedenste
anti-antifa-dokumentationsaktivitäten beobachtet.
einige regional bekannte nazi-kader aus dresden und
der saechsischen schweiz wurden gesichtet. der bisher
fuer den nazi-8.-mai in dresden verantwortliche jlo-aktivist
ALEXANDER KLEBER war in
diesem jahr nicht anwesend. eine sehr kurze nazi-kundgebung
auf dem theaterplatz, phonetisch gestaltet durch ein
unverstaendliches megaphon, folgte. ueberlagert wurde
der doitschnationale unsinn durch sprechchoere von antifas.
der fast schon greise KLAUS MENZEL,
IWG (Interessengemeinschaft für die Wiedervereinigung
Gesamtdeutschlands e.V.), scheinbar mittlerweile gut
aufgehoben bei der JLO und avisierter nachfolger des
noch greiseren GEORG PALETTA,
versuchte sich einigermazsen verstaendlich zu machen.
ab und zu sprach MENZEL zwar vom 9. mai und letztendlich
kroente er seine ansprache mit der formulierung: "Die
Flamme glimmt!"
zudem 'drohte' MENZEL im naechsten jahr mit noch mehr
doitschnationalbraunen marschiererInnen in dresden.
nach serioes geschaetzten 60 am 8. mai 2001 und diesjaehrig
gut 30 nazi-latscherInnen eine wahrlich dramatische
ankuendigung.
hernach vergaßen
die nazis, scheinbar vor 'begeisterung', ihre veranstaltung
fuer offiziell als beendet zu erklaeren und wurden unter
polizeischutz und antifa-'begleitung' zum hauptbahnhof
eskortiert. derweil desertierten nach und nach immer
mehr nazis aus dem sowieso schon kaerglichen nazi-zug.
auch bekannte nazi-kader mit nervoes zuckenden mundwinkeln
suchten vorzeitig das weite.
KEEP
YOUR EYES OPEN!
S.A.R.G. Dresden
see you ...
|
|
|
S.A.R.G. Dresden
nazi-narrhallamarsch am 8. mai 2002 in dresden
zum wiederholten
mal wollen am nachmittag des 8. mai rechtsextremisten
ihre nazi-narretei durch die dresdner innenstadt auffuehren.
wie im vorjahr beabsichtigen sie, vom hauptbahnhof ueber
die prager strazse zum theaterplatz zu defilieren.
als veranstalter fungiert, wie gehabt, die "Junge Landsmannschaft
Ostpreußen". mobilisiert wird zu diesem 'karnevalistischen'
nazi-umzug seit laengerem auch ueber mehrere rechtsextreme,
so genannte, 'heimatseiten' im internet. angekuendigt
ist die "Darstellung eines Vertriebenentrecks am 8.
Mai 2002, dem Tag der Niederlage".
weiter karnevalieren die mobilisierenden nazis: "Die
Aktion soll an die Flüchtlingstrecks aus den Ostgebieten,
die in Dresden eintrafen, erinnern." schliezslich werden
die braunen marschierer noch "gebeten sich im Stil der
40er Jahre zu kleiden und Handwagen mitzuführen".
als infotelefon wird 0174 464 22 88 angegeben. eine
schelmin, der arges dabei denkt.
ruf mich an!
ihre handwagen werden den nazis schon 'gefuehrt' werden,
und sie selbst sowieso. und ab damit!
direct action
against fascism!
nazis no way!
KEEP YOUR EYES OPEN!
S.A.R.G. Dresden
|
|
|
1. Mai 2002 NeoNazi-Aufmarsch
in Dresden (history)
Neben den üblichen,
und in letzter Zeit wieder stärker werdenden autonomen
Antifa-Aktivitäten gibt es dieses Mal auch sensationelle
Bemühungen einer plötzlich aufgetauchten Zivil-Gesellschaft
- der es allerdings nicht um die Verhinderung des NeoNazi-Aufmarsches
geht. Es bieten sich dadurch allerdings beste Voraussetzungen
um die Neo-Nazis-Demo mit Blockade zu verhindern!
|
|
1.
Mai 2002
Antifa stoppt Nazi-Aufmarsch in Dresden!
Um es klar und deutlich voranzustellen: Ja, es war KEIN
erfolgreicher 1. Mai in Dresden für die aus allen Himmelsrichtungen
angereisten Nazis. Rund 900 RechtsextremistInnen versammelten
am sehr späten Vormittag auf dem Postplatz vor dem mit
Anti-Nazi-Parolen beflaggten Schauspielhaus. Zuvor hatten
sich zirka 150 Nazis vor dem Dresden-Neustädter Bahnhof
zusammengerottet und waren in Demonstrationsformation
durch die Stadt gezogen.
Am Terrassenufer sah sich die den Nazi-Tross begleitende
und schon dort völlig überforderte Polizei mit einer kleineren
Sitzblockade von Antifas konfrontiert. Zudem wurden die
Nazis von der Augustusbrücke aus durch weitere Antifa-Gruppen
unter Wurfgeschossberieslung genommen. Die Polizei kesselte
die desorientierten Faschos zu deren 'eigenem Schutz'
unter einem Brückenbogen ein. Nachdem der Rückweg durch
eine, bedeutend größere als die mittlerweile geräumte,
Antifa-Sitzblockade verbaut war, eskortierten die Polizeikräfte
die Nazis mit einigen Umwegen schließlich zum Versammlungsort,
unter ständig aktiver Begleitung durch Antifa-Gruppen.
In unmittelbarer Nähe
zum Nazi-Treffpunkt füllte sich der restliche Postplatz
in der Zwischenzeit mit jeder Menge Antifa-DemonstrantInnen.
Vorkontrollen seitens der Polizei gegenüber den Nazis
erfolgten eher sporadisch und nicht sonderlich gründlich.
Einige Nazis, die in Springerstiefeln auftauchten, hörten
erstaunt von den Auflagen und desertierten frustriert
in Kleinstgrüppchen von dannen. Es geht die Sage, dass
ihnen beim Heim-ins-Reich-finden durchaus von aktiven
Antifas geholfen wurde. Zu dieser Zeit wurden eher spartanisch
verteilte Polizeikräfte auf dem Postplatz registriert.
Zirka 30 Nazis hatte zudem ihren Treffpunkt verfehlt und
wurde von aktiven Antifas schnell und deutlich hinweggeleitet.
Eine schwarz-weiß-rote Fahne ging unter lautstarker Anteilnahme
in Flammen auf. Mit großer Verspätung, der angekündigte
Marschbeginn von 11.30 Uhr war weit überschritten, formierte
sich schließlich die Nazi-Demonstration. Voran der durch
JÜRGEN GÜNZ gestellte Lautsprecherwagen
aus dem Fuhrpark der "Deutschen Stimme" in Riesa, der
während der gesamten Demonstration durch ständige Technikausfälle
glänzte. Als Versammlungsleiter fungierte wie im Vorjahr
der sächsische NPD-Kader MATTHIAS
PAUL.
Im Demonstrationszug
marschierten in Nichtformation im eigens als 'freier Block'
angekündigt: "Freie Nationalisten Magdeburg", "Freie Nationalisten
Dessau", "Freie nationale Aktivisten in der Oberlausitz"
sowie "Thüringer Heimatschutz". Gleichfalls zur Demo angereist
waren einige Nazis aus Österreich. Ebenfalls vor Ort waren
unter anderem der Dresdner Anti-Antifa-Aktivist SVEN
HAGENDORF, der Nazi-Schläger RONNY
THOMAS, der frühere aktiv-Nazi-Ordner und ex-NPD-Mitglied
ANDREE
KUHN sowie die
üblichen und durchaus bekannten Nazi-Checker.
Auf ihrem Demonstrationsweg
wurde die rund 900 Nazis ständig lautstark durch aktive
Antifas begleitet. Mehrmals wurde die Nazi-Demo von Antifas
überholt und vorerst durch vier Sitzblockaden in verschiedenen
Abständen kurzzeitig gestoppt. Dabei war zu beobachten,
dass PolizistInnen ihre Pferde des öfteren ohne Vorwarnung
gegen Antifas einsetzten. Seriöse Schätzungen gehen von
zirka 1.200 agilaktiven Antifas an diesem 1. Mai in Dresden
aus. Schon bald zeigte sich, dass die Polizei den Nazi-Marsch
abkürzen und ihn möglichst schnell zum Ausgangspunkt zurück
geleiten wollte. Geplant war der Marsch der Rechtsextremisten
über Dippoldiswalder Platz, Ammonstraße, am in Dresden
abseitig gelegenen WorldTradeCenter vorbei über die Freiberger
Straße zurück zum Postplatz.
Die offensichtliche Wunsch-Polizeitaktik, jede mögliche
Straße zum Abbiegen des Nazi-Demozugs in Richtung Ausgangspunkt
zu nutzen, scheiterte an der zum Teil massiven Präsenz
von Antifas in den Seitenstraßen. Nicht zuletzt die Kreuzung
Freiberger Straße war von einer Sitzblockade durch rund
150 Antifas versperrt.
Letztendlich wurde die Nazi-Demo in die an dieser Stelle
fast letztmögliche Straße Richtung Zentrum eskortiert.
Eine weitere Straße danach, zum Wettiner Platz, war zu
diesem Zeitpunkt bereits durch eine Barrikade versperrt.
An diesem Punkt der Nazi-Demonstration, in der Ehrlichstraße,
sahen sich die Rechtsextremen unvermittelt einer Sitzblockade
von rund 400 Antifas gegenüber. Stopp. Kein Durchkommen.
Verhandlungen mit der Ordnungsbehörde werden geführt.
Die Polizei gibt bekannt, dass sie wegen der großen Anzahl
von GegendemonstrantInnen nicht beabsichtigt, nicht in
der Lage ist, diese Blockade zu räumen.
Die Nazi-Demo steht und steht und steht. Das Fronttransparent,
andere Transparente flattern zu Boden, auf die Straße.
Stillstand. Fast schon Auflösungserscheinungen bei den
Rechtsextremen.
NAZIS NO WAY! Die Nazi-Demo kehrt um. HöllenAntifaLärm.
Polizeipferde gehen durch. Die Nazis trotten zurück. Völlig
grundlos und unvermittelt gehen in diesem Augenblick Greiftrupps
der Polizei in die Antifa-Blockade. Mehrere Festnahmen,
Blut fließt, Sanitätsdienste werden verweigert, Pressearbeit
behindert. Die festgenommenen Antifas werden, wie zum
Schaulaufen, aufrecht in Richtung Nazi-Demo geschleift
und gleichzeitig teilweise körperlich misshandelt.
Nach diesem durch Antifa-Widerstand
erzwungenen Abbruch der Nazi-Demo versammeln sich die
Nazis schließlich auf dem schon jenseits der Stadtperipherie
gelegenen Platz vor dem WorldTradeCenter zu ihrer Abschlusskundgebung,
die eigentlich in der Innenstadt vorgesehen war. Die Öffentlichkeitswirkung
ist weniger Null. WILFRIED PETZOLD
begrüßt ausdrücklich die "deutschen Männer und die deutschen
Frauen" und betont in seinem endlosen Redegeschwafel immer
wieder die angeblich "deutschen Sekundärtugenden". UDO
VOIGT war gleich mal völlig verpeilt, und geißelte
das WorldTradeCenter, vor dem man ja jetzt gezwungen sei,
die Abschlusskundgebung durchzuführen, als 'Hort des Bösen'
und irgendwas noch was viel schlimmeres im Zuge des internationalen
National-Globalisierungs-Irgendwas. Vielleicht hätte ihm
mal irgendwer stecken sollen, dass im Dresdner WorldTradeCenter
nur eine so genannte Einkaufsmeile ist, sonst nix weiter
groß. Nazis kennen sich halt aus in der weiten Welt. Deswegen
holten sich ja auch viele Nazi-DemonstrantInnen zwischenzeitlich
im Dresdner WorldTradeCenter beim Italiener ein Eis zur
schleckerleckeren Abkühlung. Nach endlos doitsch-nationalem
Geschwafel wurde der Nazi-Aufzug für beendet erklärt.
Beim abschließenden Abspielen aller drei Strophen der
doitschen Nationalhymne blieb eine Großteil der Nazis
einfach ermattet auf der Straße sitzen, von Textkenntnis
des doitschen Liedguts während der gesamten Nazi-Demo
ganz zu schweigen.
Die angekündigte 'Liedermacherin' ANETT
war zudem auch irgendwie verschollen. Unter Polizeischutz
ging es für die Rechtsextremisten zum Hauptbahnhof und
zu ihren geparkten Fahrzeugen. Einigen Nazis stand da
ihre eigene Begegnung mit aktiven Antifas noch bevor ...
Die sich so bezeichnende
Zivilgesellschaft mit ihrem "Gesicht zeigen gegen Rechts"
demonstrierte und feierte sich derweil selbst weit entfernt
vom Nazi-Marsch-Versuch, von einzelnen Persönlichkeiten
aus PDS und BündnisGrünen abgesehen, die sich auch direkt
den Nazis entgegen stellten. Die bürgerlichen Medien werden
die angegebenen 13.000 oder 14.000 Gegen-Rechts-Feiernden
hochlobend preisen. Wobei schätzungsweise alles mitgezählt
wurde, was auf all den Mai-Feiern im Zentrum der Stadt
irgendwie Beine hatte. Gestoppt und letztendlich in seiner
Gänze verhindert wurde der Nazi-Marsch am 1. Mai in Dresden
durch aktive Antifas! "Wir kommen wieder!" trompeteten
die Nazis bei ihrem kläglichen Abmarsch, und fast niemand
hat es gehört.
Am 8. Mai will die "Junge Landsmannschaft Ostpreußen"
durch Dresden marschieren. Was wohl die so genannte Zivilgesellschaft,
die gar heldenhafte, an diesem Tag machen mag?
KEEP YOUR
EYES OPEN!
Wir sind da. Wir handeln. FIGHT FASCISM! NAZIS NO WAY!
AntifaRechercheTeam Dresden
|
|
1. Mai Dresden NEWS (history)
antifa-action
Geplant ist, die Anreise der NeoNazis zu blockieren-
dazu ist es gut ab 9.30 Uhr in der Innenstadt zu sein
- aus Erfahrungen der letzten Jahre laufen die NeoNazis
von ausserhalb hauptsächlich vom Hauptbahnhof zum
Treffpunkt-Postplatz. Bis ca 11-12 h gibt es am Kulturpalast
einen Treff- und Infopoint. Es wäre jedoch kontraproduktiv
sich der Zivilgesellschaftsdemo anzuschliessen, schliesslich
versuchen sich die NeoNazis bis 12h am Postplatz zu treffen.
Für den Spassfaktor gelten für die Nazis auch
wieder folgende auflagen: Schuhe mit Stahlkappen-Verbot,
keine Bomberjacken, keine offensichtlichen NeoNazi Labels...
- barfuss durch die Innenstadt.
Danach wird die Route der NeoNazis blockiert; alternative
let' s rock the city!
Letztes Antifa-Koordinierungs-Treffen am Vorabend (30.
April) ab 18h in der R.-Leonhard-Str. 39. Dort danach
Jugend-Antifa-Party.
zivilgesellschaft
Die Zivilgesellschaftler derweil ermüden und entnerven
sich schon. Sie sind jetzt schon - und das beim ersten
Mal - völlig zerstritten, so dass wir wohl auch das
letzte Mal mit dieser Zivilgesellschaft zu tun hatten.
Um Leute zum Zivilgesellschatfs-Event zu bringen wurde
mittlerweile schon mit dem Dixi-land-festival kooperiert.
Die Organisatorinnen dieses Festivals hatten bisher gesagt
"Wir lassen uns nicht von Links und Rechts in die
Mitte drängen" (nominiert für den Spruch
des Jahres).
öde zivilgesellschaft-site:
www.dresden-gegen-rechts.de
contact: antifa_dresden@venceremos.antifa.net
pgp-key auf anfrage
|
|
|
1. Mai 2002
Dresden
spielt Leipzig - wir spielen mit!
(Diese Stadt haut Nazis platt)
Die Dresdner Zivil-Gesellschaft
ist plötzlich nicht nur existent, sie tobt sogar! 16 NeoNazi-Aufmärsche
in diesem Jahrtausend haben sie an sich vorüberziehen lassen,
ohne zu erkennen, dass es hier etwas zu holen gibt. Nun ist
es soweit.
Die Dresdner Anständigen haben ein grosses Bündnis für den 1.
Mai 2002. Neidisch geworden sind sie ja auf
Leipzig, wo die Stadt
(Polizei + Ordnungsamt + OB + Anständige + Lokale Prominenz)
für sich in Anspruch nehmen, drei NeoNazi-Aufmärsche verhindert
zu haben (zuletzt am 6. April 2002).
Nur das überflüssige Detail haben sie weggelassen bei dem Versuch
diesen 6. April in Leipzig zu kopieren: Es ist nicht die Absicht
des Bündnisses, den NeoNazi-Aufmarsch am 1. Mai in Dresden zu
verhindern. Es geht darum, eine Zivilgesellschaft zu inszenieren,
wo keine ist. Schon die Staats- Antifa-Kampagne war in Sachsen
nicht angekommen, und wenn doch, dann streng im Sinne der Totalitarismustheorie
samt Relativierung der NS-Verbrechen.
Jedenfalls sitzen die Anständigen erstmals jetzt in Dresden
euphorisch beisammen, um Aktivitäten um den Nazi-Aufmarsch am
1. Mai 2002 zu entwickeln. Für sich selbst machen sie den Anlass
Neo-Nazi-Aufmarsch damit quasi zur Stunde Null - als hätte es
nie Nazi-Aktivitäten und Demonstrationen gegeben.
Das Event was dabei herauskommen wird, steht gesellschaftlich
zwischen dem Monster-Mob-Scheisse-Gedenktag am 13. Februar (Geschichtsrevisionismus)
und dem Lichterketten "wir-begrüssen-die-neue-Synagoge-mit-Feuer"-event
am 9. November 2001.
Der neue "liberale" Bürgermeister
stellt sich - wie erwartet - dem Spektakel als Gallionsfigur
voran - und doch werden sie die Bürgerschaft nie und nimmer
gegen Nazis aus den Löchern locken können. Und: Rossberg kündigt
an, nicht zur als "erster Bürger der Stadt" den
Aktivitäten voranzugehen (dafür hat jetzt der DGB
auch ein Demo zur Verfügung gestellt) sondern auch:
OB Rossberg - ER WIRD
SOGAR SINGEN! (was auch immer)
(Von den politischen Verhältnissen
seiner Stadt hat OB Rossberg nicht viel Ahnung - beim antisemitischen
Anschlag am 27. Januar 2002 hatte er die Täterschaft nicht bei
den Dresdner NeoNazis gesehen, sondern bei Linken.) Das bisherige
eisige Schweigen zu den offensiven Dresdner Neo-Nazis soll wohl
mit rumpelndem Lokal-Charme übertönt werden.
siehe auch
Neo-Nazi-Übergriffe in Dresden
let's
rock the city!
NeoNazi-Aufmarsch mit Blockade verhindern!
Wir können gespannt sein,
was für tolle Events uns die Zivil-Gesellschaft bietet, um den
Aufenthalt in der Dresdner Innenstadt am 1. Mai so angenehm
wie möglich zu gestalten.
Jetzt schon gibt es ca. 10 Anmeldungen für Gegenkundgebungen.
Zusätzlich: das Dixieland-festival läuft (Terassenufer u. Königsstr.)
+ wie jedes Jahr 'ne Dampferparade (Elbe) + die traditionelle
DGB-Veranstaltung (am Schlossplatz) + noch ein Frühlingsmarkt
(am Altmarkt).
Die angemeldete Route der Nazis ist bekannt. Diese wird sich
wahrscheinlich noch ändern. (Momentan: 11 Uhr Treff Theaterplatz
- Postplatz - Wilsdruffer Strasse - Petersburger Strasse - Rathaus
- Dr. Külz-Ring - Postplatz - Theaterplatz)
Beste Aussichten, um mal eine funktionierenden Blockade der
NeoNazi-Route zu unternehmen.
Den jeweils aktuellen Stadtplan wird hier geben und am 1. Mai
vor Ort.
Es gibt ein Infotelefon am 1. Mai, welches fast alle Informationen
über die aktuelle Situation in der Stadt hat. Die Nummer wird
demnächst veröffentlicht. Wer sich am 1. Mai früh informiert,
sichert sich die besten Plätze!
Am besten ist auch, sich vorher zu koordinieren. watch out for
meetings!
Neo-Nazi-Demos am 1.
Mai
Das Konzept der NPD zum
1. Mai ist seit 1997 Gross-Demonstrationen abzuhalten - bis
1999 nur je eine in der BRD (rassistisches Motto: "Arbeit
zuerst für Deutsche"). Nachdem diese verhindert werden
konnten (1999 Bremen, 97/98 Leipzig) ist der neue Plan viele
kleinere Aufmärsche zu veranstalten. So hat die NPD auch
im Jahr 2002 wieder in verschiedenen Städten angemeldet
(Berlin, Fürth, Göttingen, Dresden, Ludwigshafen).
Auch die "Freien Kameradschaften" sind dieses Jahr
mit eigener Demo dabei: in Frankfurt/M. more at www.antifa.de
Zum dritten Mal in Folge gibt es diese Demo in Dresden, schließlich
ist Dresden bekannt für funktionierende Nazi-Demos. (Top-Jahr
2000 mit neun Aufmärschen.)
Nazi-Demos in Dresden Letztes Jahr demonstrierten
über 1000 NeoNazis am 1. Mai.
Ruck
durch Deutschland i.G.
Die soeben angelaufene Kampagne “Deutschland packt's an” will
Stimmung machen, Verhältnisse ignorieren und vor allem die Wirtschaft
ankurbeln. Nachdem der Ruf nach ausländischen Fachkräften laut
wurde (“green-card-debatte”) ist dies nun der zweite Schritt.
Das neue Einwanderungsgesetz hatte dabei auch die Funktion das
rassistische “Arbeit zuerst für Deutsche” zu legitimieren.
Die Neo-Nazis wollen das nun zum diesjährigen 1. Mai noch toppen
und meinen “Arbeit statt Globalisierung”, nachdem es im letzten
Jahr noch hieß “Arbeit zuerst für Deutsche”. Globalisierung
heißt für die Neo-Nazis “internationales Finanzkapital” im Sinne
des antisemitischen Bildes “amerikanische Ostküste”.
Der DGB als Zusammenrufer des ersten Zivilcourage-meetings war
in gnadenlosen Selbstüberschätzung übrigens so clever, dass
Motto der NeoNaziDemo als Verhöhnung des DGB-Mottos "Globalisierung
gestalten" zu verstehen. - Die NeoNaziDemo steht unter dem im
Kontext der NeoNazis klar antisemitischen Motto "Arbeit statt
Globalisierung".
|
|
|
Antifa-Recherche-Team Dresden
zum Nazi-Aufmarsch am 1. Mai
Wie in den Vorjahren will
die NPD auch 2002 am 1. Mai in der sächsischen Landeshauptstadt
aufmarschieren. Unter den Forderungen "Arbeit statt Globalisierung!
Die Wirtschaft hat dem Volk zu dienen!" mobilisieren die Rechtsextremen
mittlerweile auch via Internet zu "Leistet Widerstand jetzt!
Demonstriert am 1. Mai!" nach Dresden.
Im Unterschied zu bisherigen Nazi-Umzügen am 1. Mai in Dresden
gilt aller Ansicht nach in diesem Jahr 11.00 Uhr der Theaterplatz
als Treffpunkt für die braundoitschen Marschierer. Als Redner
sind bisher der NPD-Parteivorsitzende UDO VOIGT sowie der
NPD-Landesvorsitzende Sachsen WILFRIED PETZOLD angekündigt.
Für die rechte musikalische Begleitung soll die als "Liedermacherin"
titulierte ANETT sorgen.
Die Stadt Dresden reagiert wie üblich auf angemeldete Nazi-Aufmärsche:
"Wir können den Antrag nicht ablehnen, weil ein Demo-Verbot
vor Gericht keinen Bestand hätte", so Rathaus-Sprecher KAI
SCHULZ. Längst ad acta gelegt sind offensichtlich die Versprechungen
seines Dienstherrn OB INGOLF ROßBERG (F.D.P.) aus weit zurückliegenden
Wahlkampfzeiten, offensiv gegen rechtsextreme Aktivitäten
in der Stadt auftreten zu wollen.
Derzeit bereite die Stadt, schätzungsweise nach Leipziger
"Vorbild", Auflagen für die Nazi-Demonstration am 1. Mai vor.
Informationen beziffern die bisher angemeldete Größenordnung
für den Nazi-Aufmarsch "mit etwa 500 Teilnehmern". Am 1. Mai
2001 marschierten rund 1.000 Faschos durch die Straßen der
Stadt.
counter-activities
welcome!
FIGHT FASCISM!
AntifaRechercheTeam Dresden
10. April 2002
|
|
|