13. August
2001 um 15 Uhr
NPD-Kundgebung in Dresden am Rathaus / Goldene Pforte
Erste Nazi-Demo (bzw. Kundgebung) mit
liberalem Ober-Bürgermeister. Wir sind gespannt wie das zusammen
aussieht. Endlich wird die Staats-Antifa-Kampagne auch das Dresdner
Rathaus erreichen! Ein Lichtblick in Sachsen.
Thema der Neo-Nazis ist der Mauerbau bzw. das "DDR-Regime",
aber wahrscheinlich jammern sie nur wieder rum wegen der Teilung
Deutschlands durch die Alliierten. Also: Deutschland zerhacken!
Im Übrigen dürfte es den Nazis schwerfallen, die Reden
von Angela Merkel und Edmund Stoiber am 12. August 01 in Berlin
zu toppen.
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| 13.
August: Nazis vor dem Dresdner Rathaus
von: AntifaRechercheTeam Dresden, 13.
August 2001
Zum fünften Mal 2001 fand am 13. August
in Dresdens Innenstadt ein rechtsextremistischer Aufzug statt.
Das Ansinnen der Jung- und Altnazis kann im Nachhinein nur als
diffuses Irgendwas zum Datum des Berliner Mauerbaus gesehen werden.
Die Nazis konnten, wie schon so oft, Dresdens öffentliche Plätze
für sich nutzen. Der vorab angekündigte Widerstand des offiziellen
Dresden hielt sich in sehr deutlichen Grenzen. >>Nazis sind dumm
und haben kleine Schniedel!<< So flatterte widerständlerisch ein
PDS-Plakat weit vor offiziellem Beginn des Naziaufzugs über dem
Veranstaltungsort. Nach aufgeregtem Protest des gerichtsnotorisch
bekannten NPD-Chefordners ANDREE KUHN, diesmal ohne Ordnerbinde,
entfernten polizeiliche Einsatzkräfte folgsam den inhaltlich machtvollen
Schriftzug.
Der neugewählte Dresdner Oberbürgermeister ROßBERG (FDP) postulierte
vorab >>Zeichen setzen gegen Rechts<<. Die Stadt hatte, warum
wohl?, halbmast geflaggt und knapp unterm roten Rathausdach wiegte
sich kämpferisch ein Büschel roter Geranien. Aus den Fenstern
der SPD-Fraktion hing >>Bunt statt Braun<<, >>Nazis raus aus Dresden<<
sowie >>Gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit<<.
Aus der Grünen-Fraktion flatterte >>Die Toten mahnen uns: 56.000.000
Tote des Faschismus<< und politisch inhaltsschwer >>Mauern und
3. Reich, im Geiste gleich<<. Die in großer Zahl anwesenden Polizeikräfte
sprachen bei Annäherung an den Nazi-Veranstaltungsort gegen auch
nur vage so anzusehende GegendemonstrantInnen unvermittelt und
völlig unbegründete Platzverweise >>auf 200 Meter Entfernung<<
oder >>außer Sichtweite<< aus. Nach Protesten und dem Auftreten
einiger Stadträte und Gewerkschaftler lockerte sich diese überzogene
polizeiliche Vorgehensweise. Der einzig anwesende Bürgermeister
bei den bürgerlichen GegendemonstrantInnen war der grüne Dezernent
GABER. Einigen Glatzen wurde der Zutritt zum Kundgebungsort verwehrt,
weil sie Springerstiefel trugen. So verschob sich der Beginn des
Auflaufs, weil der Veranstalter um Zeitaufschub beim Ordnungsamt
nachsuchte. Aber dann: Nach Polizeiangaben zu Beginn >>exakt 22<<
Neonazis scharten sich hinter zwei NPD-Fahnen und dem Transparent
>>roßberg: die mauertoten hat es nie gegeben<<. Im angetretenen
Sammelsurium waren Vertreter des NATIONALEN
WIDERSTAND PIRNA sowie der regional umtriebige SVEN
HAGENDORF anwesend. KUHN
war ständig in emsiger Anti-Antifa-Mission unterwegs
und fotografierte mehr schlecht als recht jeden und alles, was
ihm vor die Linse kam.
Die hernach über eine halbe Stunde dauernde Nazi-Litanei wurde
durch lautstarke Musik aus Grünen- und SPD-Fraktion nahezu unverständlich.
>>Wenn wir erst hier im Rathaus sitzen und Roßberg steht davor,
dann ...<< >>Noch sind wir nur wenige, aber ...<< >>Der Deutsche
muss sich schon im eigenen Land verstecken ...<< Mittlerweile
hatten sich deutlich über 120 GegendemonstrantInnen vor und hinter
dem Faschistenhäuflein versammelt. Die Polizeikräfte reagierten
auf jede noch so kleine Regung und riegelten vor allem den weitaus
größeren Antifa-Block hinter den Nazis räumlich ab. Die Grünen
verstanden es, ihre im Rathaus anwesende Bundestagsabgeordnete
HERMENAU und ihren Landesvorsitzenden GERSTENBERG so zu tarnen,
dass tätliche Polizei-Übergriffe gegenüber aktiven Antifas um
die Beschlagnahmung eines Fotoapparates durch couragierte Menschen
vor Ort mit dem Polizeipräsidenten geklärt werden mussten.
Die versammelte >>Zivilgesellschaft<< von KommunalpolitikerInnen
wollte offensichtlich nicht mit Antifas in irgendeine Verbindung
gebracht werden und behinderte auch deren Redebeitrag über Megaphon.
Zum Abschluss versuchte der Nazi-Haufen eine >>Gedenkminute an
alle Opfer der Mauer<<. Während des Abzugs bekam der eine und
andere Fascho immer unruhigere Augen und hatte seine eigene Begegnung
mit herumfliegendem älteren Obst und aktiven Antifas. Glatzen
suchten Zuflucht in den Räumen der Sparkasse, andere probierten
als Schlupfwinkel ein Schuhgeschäft aus.
HAGENDORF zog hinter dem Karstadt eine Pistole aus dem Hosenbund
und bedrohte mit der seinem Ruf nach >>Neun Millimeter<< drei
junge Antifas. Das Dresdner Rathaus und die bürgerliche Politik
haben Flagge gezeigt, eine kleine weißbunte Flagge mit braunen
Sprengseln. So sehen in dieser Stadt couragierte >>Zivilgesellschaft<<
und plakativ angekündigtes >>Zeichen setzen gegen Rechts<< aus.
Hoffentlich geht es wenigstens den roten Geranien gut.
ART Dresden in solidarisch-antifaschistischer
Zusammenarbeit mit S.A.R.G. Dresden c/o Infoladen Dresden
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| Presse (Sächsische
Zeitung) am 14. August 01
Stadträte
wehren sich mit Plakaten gegen NPD
24 Rechtsextremisten kamen zur Kundgebung
und erhielten eine Abfuhr
Von Alexander Schneider
Peinliche Pleite für die NPD: Nur 24
Rechtsextreme folgten ihrem Aufruf zur Kundgebung anlässlich des
40. Jahrestages des Mauerbaus vor das Rathaus. Die Stadt hatte
die Demonstration verboten. Das Oberlandesgericht Bautzen erlaubte
die Veranstaltung per Eilentscheidung. "Es ist wie ein Spuk, aber
es beruhigt mich, dass es so wenige sind", sagt Frank Handke aus
Dresden, der eigens wegen der NPD-Demo gekommen war. "Ich wollte
mal sehen, ob endlich jemand 'was gegen die unternimmt." Handke
wurde nicht enttäuscht, denn Fraktionen hatten Transparente aus
den Fenstern gehängt: "Die Plakate und Schilder, mit denen sich
die Parteien von der Veranstaltung der Extremen distanzieren,
find' ich sehr gut", sagt er. "Die machen was!" "Das ist ja lächerlich,
was da vor sich geht" , sagt Rentner Herrmann Wiemann (60) aus
Osnabrück, "die paar Leute". Er ist mit seiner Frau Margrit (63)
für einen Tag zu Besuch in Dresden und steht fassungslos vor der
Kundgebung der rechtsextremen Partei. Zum ersten Mal haben Fraktionen
des Stadtrats gegen eine Demonstration protestiert. Da die Kundgebung
zwischen dem Denkmal der Trümmerfrau und der Goldenen Pforte stattfand,
klebten die Stadträte Plakate und Transparente an ihre Fenster
- gut sichtbar, genau über die Pforte. "Platzverweis" hieß es
da bei der SPD, "Mauern und 3. Reich - im Geiste gleich" schrieben
die Grünen. Auch die Fraktion aus FDP, DSU und Freien Bürgern
protestierte mit Plakaten. Die PDS hatte am Vormittag ein etwa
elf Meter breites Transparent an das Rathaus gehängt, auf dem
zu lesen stand: "Nazis sind dumm und haben kleine Schniepel".
Damit erregten sie zunächst den Hausherren, Oberbürgermeister
(OB) Ingolf Roßberg (FDP), der das Schild abnehmen ließ. Es sei
geschmacklos. Roßberg lässt PDS-Plakat abhängen Wenig später knüpfte
die PDS ihren provokanten Schriftzug an zwei Lichtmasten gegenüber
dem Rathaus. Doch auch das war nicht von Dauer: Die Polizei nahm
es ab. "Ein unerlaubter Eingriff in den öffentlichen Verkehrsraum",
sagte eine Polizeisprecherin. Das war aber noch nicht alles. SPD
und Grüne hatten Lautsprecher-Boxen auf ihren Fenstersimsen platziert.
Als Michael Koch, Vorsitzender des NPD-Kreisverbands, zu seiner
Rede ansetzte, drehten Fraktions-Mitarbeiter die Musik-Anlagen
auf. Von zwei Seiten machten sie Krach und störten die Kundgebung.
Mit Gelächter verfolgten die wenigen Beobachter die kuriose Situation.
Die CDU hingegen distanzierte sich von den Aktionen. "Die Sache
ist viel zu ernst, um sie ins Lächerliche zu ziehen", sagte Fraktionsgeschäftsführer
Jürgen Eckoldt etwa über das "kindische" PDS-Transparent. "Ein
wirkliches Ärgernis ist, dass die Rechtsextremen mitten im Stadtzentrum
aufmarschieren." In einem offenen Brief an den OB erklärte Eckoldt
vergangene Woche die vollste Unterstützung seiner Partei, "alle
Möglichkeiten auszuschöpfen, damit diese Veranstaltung verhindert
oder zumindest aus dem Stadtzentrum verdrängt wird". Die Stadtverwaltung
hatte die Kundgebung der NPD verboten. Sie begründete dies mit
dem Gefahrenpotenzial, das von ihr ausginge (die SZ berichtete).
Die NPD erhielt aber gestern Vormittag per Eilentscheid vom Oberlandesgericht
Bautzen die Erlaubnis für ihre Kundgebung. Das Gericht wertete
die Versammlungsfreiheit höher als die Bedenken der Stadtverwaltung.
Die Polizei war mit 240 Beamten im Einsatz. Zwar wurden über 100
Platzverweise gegen linke Gegendemonstranten ausgesprochen, es
kam aber nicht zu Störungen. OB Ingolf Roßberg kündigte an, er
wolle prüfen lassen, ob man nicht mit Bannmeilen rechtsextreme
Demonstrationen in der Innenstadt verhindern könne. Dazu werde
er sich auch an den Städte- und Gemeindetag wenden.
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| Nazis
äußern sich zum Protest der Liberalen
Lustig geriet der Bericht der Nazis über
die Kundgebung. Offenbar überrascht vom Protest der Liberalen
sahen sie sich genötigt diesen zu kommentieren. Sie konnten
die Liberalen allerdings nicht als eigenständiges Phänomen
betrachten, sondern nur als quasi Antifa-Ableger.
"Etwas sehr platt geriet der Protest der PDS. Sie ließen
ein Transparent mit der Aufschrift "Nazis sind dumm und haben
kleine Schniepel" anbringen. Die Idee dazu stammt von der Antifa.
Daß man bei den Gutmenschen nun faschistoiden Körperkult huldigt
und Äußerlichkeiten zum Maß der Dinge macht, spricht nicht gerade
für die Überlegenheit der eigenen Argumente.
Antifamethoden auch bei SPD und Grünen: Sie ließen aus Lautsprecher-Boxen
Musik dröhnen, um die Ansprache des NPD-Vorsitzenden Michael Koch
zu stören." (Auszüge aus: NIT vom 14.8.01 - "Groteske
Zustände in Dresden")
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13.
August: Fünfte Nazi-Demo 2001
von: AntifaRechercheTeam Dresden
, 9. August 2001
Zum fünften Mal soll in diesem Jahr in Dresden
eine Nazi-Demo stattfinden. Für den 13. August hat die NPD von
15 bis 17 Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus angemeldet. Das
erklärte der neugewählte Dresdner Oberbürgermeisters Roßberg (F.D.P.)
gegenüber den Medien, ein so in der Dresdner Nazi-Demonstrationsgeschichte
bisher einmaliger Publikationsvorgang durch eine Stadtregierung.
Der Demonstrationsantrag für den 13. August wurde durch den NPD-Kreisverband
Dresden gestellt. Die Neu- und Altnazis rechnen nach eigenen Angaben
für diesen Nachmittag mit zirka 100 Teilnehmern. Der sächsische
Verfassungsschutz schätzt den Dresdner NPD-Kreisverband als >>besonders
aktiv<< ein und attestiert >>enge Kontakte zu rechtsextremistischen
Kameradschaften<<. Die Mobilisierung für den Dresdner Aufmarsch
am 13. August erfolgt derzeit eher dilatorisch. Einschlägige Websites
schweigen noch zum vorab angekündigten Nazi-Aufzug.
KEEP YOUR EYES OPEN!
ART Dresden in solidarisch-antifaschistischer
Zusammenarbeit mit S.A.R.G. Dresden
c/o Infoladen Dresden
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| Mauer
drum und zuscheissen
germany is our problem
Die NPD ruft zu einer Kundgebung anlässlich
des 40 Jahrestages des Baus der Mauer auf. Das Büro Rossberg scheint
mit seiner Ankündigung wahr zu machen, neonazistischen Versammlungen
von städtischer Seite etwas entgegensetzen zu wollen. Doch wie
so oft scheint es zu genügen, sich von Nazis zu distanzieren,
ohne eine inhaltliche Abgrenzung zu ihnen vorzunehmen.
Die "Mauer" wurde als "antifaschistischer Schutzwall" gebaut.
Das war nicht einfach eine Propagandalüge der SED, sondern eine
Sichtweise, die einer bestimmten Deutung des Nationalsozialismus
entsprach. Der Nationalsozialismus sei Faschismus, Faschismus
sei eine Art optionale Erscheinungsform des Kapitalismus. Das
Böse komme aus dem kapitalistischen Westen, das gute, neue Deutschland
hätte mit dem Nationalsozialismus nichts zu tun.
So haarsträubend diese Deutung auch ist, so wenig sie mit den
Realitäten deutschen Vernichtungswahn zu tun hat, so sehr hatte
die Mauer als Garant und Symbol deutscher Teilung doch jahrzehntelang
das behindert, was nach 1989 seinen gewalttätigen Ausdruck fand:
Den Rückbezug auf Deutsche Identität.
Die Deutsche Teilung war zunächst nicht das Ergebnis eines Sozialismus/Kapitalismus-Widerspruchs,
sondern die Folge einer (außerhalb Deutschlands) weit verbreiteten
Einsicht, die Morgenthau in dem Satz formulierte: "Germany is
our problem". Auch wenn diese Sicht sehr bald durch die Blockkonfrontation
des Kalten Krieges aus dem Fokus der Realpolitik geriet, so stand
die Realität der zwei Deutschlands als Folge des Nationalsozialismus
einer bruchlosen Anknüpfung an deutsche Tradition immer im Wege.
Mit dem Fall der Mauer wurde Deutschland nicht nur als Staatsgebilde
größer und mächtiger, es setzte sich mehr und mehr die Diktion
der normalen Nation durch.
Wer - wie Rossberg - sein "Aktionsprogramm für Demokratie und
Toleranz" mit dem Verweis die Tradition der angeblich "friedlichen
Revolution" 1989 einleitet, kann zwar "pfui" zu Stiefelträgern
sagen, in der Geschichtsbetrachtung wird er sich nicht allzu sehr
von diesen unterscheiden. Den kurzen Weg von der nationalen Revolution
1989 zu den nationalen Pogromen 1990 zur immer noch andauernden
Normalität volksgemeinschaftlichen Ein- und Ausschlusses (mit
allen Mitteln, auf allen Ebenen) gilt es anzukacken.
Mauer drum und zuscheissen!
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| "Zeichen
setzen gegen Rechts"
von: Sächsische Zeitung, 11.08.2001
Am Montag ist eine NPD-Kundgebung vor der
Goldenen Pforte des Rathauses geplant. "Dort müssen
wir Flagge zeigen", ruft OB Ingolf Roßberg (FDP) die
Dresdner auf. Wer in seinem Umfeld ein buntes und prägnantes
Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzen möchte,
kann dazu einen Aufkleber nutzen. Darauf steht: "Miteinander
gegen Ausländerfeindlichkeit". Das Motiv sind verschiedenfarbige,
stilisierte Köpfe im Halbprofil. Der Slogan "Dresden
weltoffen" ergänzt das Ganze. Der Aufkleber ist kostenlos
an den Info-Stellen in den Rathäusern erhältlich.
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"NPD
will Demo am Tag des Mauerbaus"
von: Dresdner Neueste Nachrichten, 07.08.2001
Die rechtsextreme NPD will am 13. August, dem 40. Jahrestag des
Berliner Mauerbaus, vor der Goldenen Pforte des Rathauses demonstrieren.
Nach Angaben von Ordnungsbürgermeister Bernd Ihme (CDU) liegt
der Stadtverwaltung seit mehreren Tagen eine Anmeldung dafür vor.
Oberbürgermeister Ingolf Rossberg (FDP) wertete die angekündigte
Veranstaltung als "höchst fatales Zeichen". Er sah aber wenig
Chancen, die NPD-Veranstaltung rechtskräftig zu verbieten. Für
den Fall, dass die NPD demonstrieren darf, kündigte er an, die
Veranstaltung von der Goldenen Pforte abdrängen zu lassen. Das
Rathaus selbst soll in Fenstern so dekoriert sein, dass die ablehnende
Haltung auch äußerlich deutlich wird. "Es ist notwendig, dass
wir hier Flagge zeigen", sagte Rossberg. Er sieht sich in der
Nachfolge des liberalen Oberbürgermeisters Wilhelm Külz, der sich
von 1931 bis 1993 gegen die Nazis gestellt habe. sta
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