| Pressemitteilung der Kampagne "Schöner
Leben ohne Naziläden"
stoppnazilaeden.de.vu
thorsteinar.de.vu
08. Dezember 2004
Neonazis und Antisemiten
finden in Ostsachsen ungestörtes
Agitationsfeld-erneut Konzert geplant.
Im Ostsächsischen Mücka soll am
Freitag, 10. Dezember 2004, das zweite Konzert in der Reihe "Singen
und Tanzen für Deutschland" stattfinden.
Angekündigt werden die Dresdner Band SACHSONIA,
die Bautzner Band ASATRU
und die niederländische Band BRIGADE
M. Als Veranstalter wird die Jugendorganisation der
NPD, die JUNGEN
NATIONALDEMOKRATEN genannt, dennoch können als
Drahtzieher Kader der NPD vermutet werden.
Haben die ersten zwei Bands eher einen regionalen Bezug, ist BRIGADE
M eine europaweit bekannte Band. Sie trat auch schon
bei Konzerten der in Deutschland verbotenen Organisation BLOOD&HONOUR
auf, sie covert das Lied der in Deutschland als kriminelle Vereinigung
eingestuften Band LANDSER,
"Rock gegen ZOG", und singt darin gegen eine angebliche
"jüdische Weltverschwörung". Einige Bandmitglieder
sind einschlägig vorbestraft.
Beispielsweise der Sänger der Band, DAVE BLOM, welcher verurteilt
wurde nachdem er an der Schändung eines jüdischen Friedhofs
in Den Haag beteiligt war.
Schon das erste Konzert in der Reihe "Singen
und Tanzen für Deutschland" wurde offiziell als JN-Veranstaltung
deklariert, vor Ort jedoch durch NPDler vollzogen. Dabei fungierte
das NPD-Bundesvorstandsmitglied, der Neonazikader Thorsten Heise
als Sicherheitsverantwortlicher. Auch dieses Konzert fand am 27.
November in der Diskothek WODAN in Mücka statt. Daran nahmen
etwa 1.000 Neonazis teil. Polizeiangaben sprachen lediglich von
300 Teilnehmern. Aufgetreten waren die Dortmunder Band OIDOXIE
und LUNIKOFF,
der Sänger der Band LANDSER.
Dazu äussert sich Karsten Hohlfeld, ein Sprecher der Kampagne
wie folgt:
" Uns liegen Augenzeugenberichte vor, wonach es weit mehr als
300 Teilnehmer gewesen sind. Ebenso berichten diese Zeugen übereinstimmend
davon, dass es während des Auftrittes der Band Oidoxie durch
die anwesenden Neonazis zum Absingen verfassungswidriger Lieder
gekommen ist. Mehrfach mussten die Gäste von der Bühne
zur Räson gerufen werden."
Schon eine Woche darauf kündigt die JN
eine "Wintersonnenwendfeier" am 18. Dezember in der Diskothek
Wodan an.
Dazu Karsten Hohlfeld: "Die Betreiber
der Diskothek Wodan stellen sich offen und bewusst in das neonazistische
Lager. Einige der größeren NPD-Veranstaltungen der letzten
Zeit fanden dort statt. Im August das DEUTSCHE
STIMME PRESSEFEST mit ca. 5.000, im November das Konzert
mit ca.
1.000 Teilnehmern. Schon Ende der 90er Jahre wurden hier mehrere
Neonazikonzerte mit teilweise über 1.000 Gästen veranstaltet."
Karsten Hohlfeld fordert den Betreiber der
Diskothek Wodan auf, die Veranstaltungen am 10. und 18. Dezember
abzusagen. Gleichzeitig verweist er darauf, dass es bei den genannten
Veranstaltungen in der Diskothek WODAN
immer wieder zu verschiedenen Straftaten kam. "Wir gehen davon
aus, dass die Polizei ihrem gesetzlichen Auftrag folge leistend,
diese unterbinden und entsprechend dem sogenannten Konzerterlass
des Sächsischen Staatsministeriums des Innern das geplante
Neonazikonzert am Freitag verhindern wird. Wir gehen auch davon
aus, dass die Polizeibeamten vor Ort die entsprechende Unterstützung
seitens der lokalen Behörden erhalten
werden."
Karsten Hohlfeld
Mail:kampagnenpresse@systemli.org |