Kampagnen-Website:
ladenschluss-jetzt.org
Donnerstag, 15. November 2007:
Auftaktveranstaltung der Kampagne
"Ladenschluss Jetzt - Tønsberg dichtmachen!"
Beginn:
19 Uhr
Ort: Genossenschaft, Prießnitzstraße
20
Programm:
Es wird einen einleitenden Vortrag geben der die Zusammenhänge
und Hintergründe von “Thor Steinar” und dem “Tønsberg”
beleuchtet und einen spezifischen Blick auf die Situation in Dresden
gibt.
Danach soll die Kampagne vorgestellt werden, mit der Präsentation
von Infomaterial und bisher geplante Aktionen.
Anschließend wollen wir gemeinsam über weitere Aktionen
diskutieren und Vorschlage und Ideen sammeln wie sich alle in die
Kampagne einbringen können.
Aus dem Einladungstext:
Im August 2006 eröffnete auf der Einkaufsstraße Wilsdruffer
Straße 25-29 in der belebten Dresdner Innenstadt der Laden
“Tønsberg”. Der Laden zeugt mit seiner Lage mitten
in der Dresden-Innenstadt von der Normalität des Nazilifestyles,
denn in dem relativ kleinräumigen Geschäft werden fast
ausschließlich Textilien der bei Neonazis beliebten Marke
“Thor Steinar“ vertrieben.
Die Marke Thor Steinar...
Wer aufmerksam die Entwicklung der Neonazis in Deutschland beobachtet,
kann den Trend nicht übersehen - fast alle Neonazis lassen
den alten martialischen Skinheadlook beiseite und suchen sich neue,
diskretere und modischere Kleidungsstile. So hat sich Thor Steinar
in den letzten Jahren zu der Szenemarke von neonazistischen Jugendlichen
entwickelt. Bei jedem Neonazi- Aufmarsch werden mittlerweile Jacken,
T-Shirts, Hosen u.ä. von “Thor Steinar” getragen.
Träger_innen von “Thor Steinar” zeigen damit nicht
nur, dass sie sich modisch kleiden wollen, sondern vor allem dass
sie sich selbst als Teil einer rechten bis neonazistischen Alltagskultur
begreifen.
Warum es wichtig ist gegen “Thor Steinar” und das “Tønsberg”
Stellung zu beziehen...
Kleidungsstücke von “Thor Steinar” finden sich
mittlerweile nicht nur auf jedem Neonazi-Aufmarsch, sondern auch
zunehmend in unpolitischen Bereichen der Jugendkultur. Gerade in
Dresden ist in der Fußballszene eine breite Sympathie für
diese Marke festzustellen. Wer sich modisch-völkisch einkleiden
will, muss auch nicht mehr in die einschlägigen Neonazi-Shops
einkehren, mittlerweile gibt es “Thor Steinar” Klamotten
teilweise in ganz normalen Sportgeschäften. Entsprechend dient
die Marke “Thor Steinar” zur schleichenden Etablierung
rechter und neonazistischer Alltagssymbolik und ist damit einher
gehend Teil der Etablierung einer neonazistischen Alltagskultur.
“Thor Steinar” ist eine Kleidungsmarke, die aus dem
Umfeld der Nazi-Szene produziert und vertrieben wird und vor allem
von Neonazis getragen wird! Jede_r der/die solche Klamotten kauft
und anzieht, unterstützt damit direkt Nazis in ihrem Bestreben,
ihre Inhalte und Symbole in die Gesellschaft zu tragen. Sie wollen
als “ganz normale” Jugendliche in “ganz normalen”
Klamotten und mit “ganz normalen” Symbolen gesehen werden,
um so ungehindert ihr menschenverachtendes Denken verbreiten zu
können.
deshalb:
Naziweihnachts-Geschäft nein
danke! Naziläden schliessen!
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