Dezember 06:
Thor Steinar Laden in Dresden
eröffnet & gesmashed
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August 2006 eröffnete in Dresden auf der Wilsdruffer Strasse
am Postplatz der Klamottenladen "Tønsberg".
Hier wird ausschließlich die Nazimarke "Thor
Steinar" (siehe
Telepolis Artikel vom
März 06) angeboten und der Laden zeugt mit seiner Lage mitten
in der Dresden-Innenstadt von der Normalität des Nazilifestyles.
Allerdings ist der Laden offenbar auch für offensive Nichtkund_innen
nicht zu übersehen und so wurden laut Meldung des sächsischen
Verfassungsschutzes am 8. Oktober 06 sechs Schaufensterscheiben
des Nazishops von Unbekannten eingeworfen. (siehe
SächZ. Artikel) Verhindert werden konnte das auch
nicht von den, in allen Schaufenstern in Kopfhöhe angebrachten,
Kameras, welche nicht nur Nazis, die sich an der Scheibe die Nase
platt drücken, sondern auch Passant_innen auf dem Gehweg ins
Visier nehmen.
Betrieben wird der Laden von der Blond
Textil- und Schuhvertriebs GmbH, deren Gesellschafter
Matthias und Waltraudt Preisler aus Ottendorf-Okrilla bzw. Dresden
sind. Bereits seit Oktober 2005 gibt es am Alexanderplatz in Berlin
einen gleichnamiger Laden mit identischem Angebot. Damit sich der
Laden in Dresden nicht dauerhaft einrichtet, sind wohl noch weitere
antifaschistische Initiativen und Aktionen gefragt.
In
diesem Sinne - Naziläden abreissen!
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Presseartikel:
08. Dezember 2005, Sächsische
Zeitung
Im Visier: Laden von Steinar
Von Petra-Alexandra Buhl
Extremismus. Die von Neonazis geschätzte
Marke „Thor Steinar“ ist vielen ein Dorn im Auge. Nun
griffen Autonome den Dresdner Laden an.
Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich neben
dem Verfassungsschutz auch Autonome für den neuen „Thor-Steinar“-Laden
auf der Wilsdruffer Straße interessieren. „Thor Steinar“
ist eine 2002 in Königs Wusterhausen registrierte Marke, die
wegen ihrer Gestaltung und Symbolik gerne in neonazistischen Kreisen
getragen wird. Typisch sind eine etwas martialische Aufmachung,
Runen sowie Tarnfarben, die denjenigen der Wehrmacht ähneln.
„Thor Steinar“ ist als „Designermarke von und
für Rechte“ bekannt. Enge personelle Verflechtungen zwischen
der Marke und der Neonaziszene werden von der Produktionsfirma jedoch
stets zurückgewiesen.
Die jetzt vorgelegte Kurzinformation des Verfassungsschutzes
über extremistische Aktivitäten im Oktober 2006 bestätigt,
dass in dem Laden auf der Wilsdruffer Straße am 8. Oktober
sechs Schaufensterscheiben eingeworfen wurden. Laut Alrik Bauer
vom Verfassungsschutz zeigten Überwachungskameras sieben vermummte
jugendliche Täter, vermutlich handle es sich um Autonome. Sie
hätten 6 000 Euro Sachschaden angerichtet. „Marke und
Artikel sind nicht strafbar, bei uns gilt der Laden nicht als rechtsextremistischer
Szeneladen“, so Bauer. Bereits im August seien die Schaufenster
mit Aufklebern wie „Offizieller Unterstützer von Neonazis“
und ähnlichem beklebt worden. Der Laden hat sich inzwischen
in „Tonsberg“ umbenannt.
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