| Musik am rechten Rand
Januar 2004
Nazi-Symphatisanten-Band
spielte in der Scheune (Dresden-Neustadt)
Am 03. Januar fand in der eher als alternativ
bekannten SCHEUNE in Dresden-Neustadt ein Metalkonzert mit verschiedenen
Bands statt.
Darunter auch die Pirnaer MetalBand SAXORIOR.
Diese Band und ihre Mitglieder bewegen sich teilweise im offen
neonazistischen Spektrum und pflegen Kontakte nicht nur in diese
Szene, sondern auch zur rechtsextremistischen Metal-Szene.
Eines der Mitglieder von SAXORIOR war
Mitglied der Neonaziband 14 NOTHELFER, die sich aus Führungsmitgliedern
und Sympathisanten der inzwischen verbotenen Kameradschaft SKINHEADS
SÄCHSISCHE SCHWEIZ (SSS) zusammensetzte.
Der Sänger der Band SAXORIOR betreibt in Pirna ein Tonstudio,
in welchem CDs von 14 NOTHELFER und MAGOG produziert wurden.
MAGOG ist eine rechtsextremistische Metalband ebenfalls aus
der Sächsischen Schweiz und ebenfalls bestehend aus ehemaligen
SSS-Mitgliedern und Sympathisanten.
Dass offenbar ein ideologischer Zusammenhang
zwischen SAXORIOR und der SSS besteht wird auch darin deutlich,
dass beide Bands, 14 NOTHELFER und MAGOG, in ihren CDs auch
den Sänger der Band SAXORIOR bzw. die Band selbst grüßen.
Erst im Oktober letzten Jahres traten
SAXORIOR gemeinsam mit zwei weiteren, in der rechten Szene bekannten
MetalBands auf. Damals spielten sie in Neukirch mit den Bands
MINAS MORGUL und RIGER.
Auf diese Fakten im Vorfeld hingewiesen,
reagierte der Veranstalter des Konzerts in der Scheune nicht.
Lediglich mit einer am Eingang befestigten Verlautbarung wurde
bekanntgegeben, dass es sich "nicht um eine politische
Veranstaltung" handele und wer das anders sehe, sei nicht
willkommen und werde ggf. des Hauses verwiesen.
Solch ein Umgang mit Anhängern der
rechtsextremistischen Szene kann und darf nicht geduldet werden.
Es stellt nichts anderes dar, als die Einladung an Neonazis
und Rechte, sich zu Konzerten in die Scheune zu begeben.
Was schließlich auch der Fall war.
Neben im SSS-Verfahren verurteilten ehemaligen SSS-Mitgliedern
nahmen mehrere Personen teil, die auf ihren T-Shirts durch Symbole,
Bandnamen und Parolen offen
ihre antisemitische und menschenverachtende Ideologie zur Schau
trugen.
Wir fordern die BetreiberInnen der Scheune
auf, sich offen und konsequent gegen rechtsextremistische Umtriebe
zu engagieren. Nur so kann erreicht werden, dass Neonazis und
extreme Rechte dort keinen Platz haben.
IG Kritisches BlackMetal Dresden
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