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Druckerei Lößnitz-Druck GmbH stellt neonazistisches Propagandamaterial her
ART Dresden, 02. Oktober 2007
update: aufgrund von antifaschistischen Protest druckt die Lößnitz-Druck GmbH seit Mitte Oktober 2007 nicht mehr für die NPD
Seit zwei Wochen versuchen die sächsische NPD und ihre Jugendorganisation JN mit unterschiedlichem Erfolg ihre Schülerzeitung "perplex" an sächsische Jugendliche zu verteilen. In Dresden wurde durch die Staatsanwaltschaft die Beschagnahmung des 16seitigen A5 Heftchens wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz angeordnet. Es ist davon auszugehen, dass in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt oder Thüringen in denen die JN massiv am Ausbau ihrer Strukturen arbeitet ähnliche Zeitungsprojekte erscheinen werden.
Anders als bei ihrer Parteizeitung "Deutsche Stimme" stützt sich die NPD bei der Herstellung ihres umfangreichen Propagandamaterials dabei auf inländische Druckereien. Egal ob Flugblätter, Flyer, Faltblätter oder Aufkleber immer wieder kann sie sich dabei auch auf Lößnitz-Druck in Radebeul verlassen. Es wäre nicht überraschend, wenn auch die Schülerzeitung "perplex" hier gedruckt worden ist. Diese Druckerei kann ohne Umschweife als Hausdruckerei der NPD bezeichnet werden. Lößnitz-Druck ist nicht nur direkt an der Produktion neonazistischen Propagandamaterials beteiligt, sondern trägt damit auch für die massenhafte Verbreitung dieses Gedankengutes Mitverantwortung.
Die Druckerei Lößnitz-Druck nennt auf ihrer Homepage die NPD selbstverständlich nicht als Referenz, stattdessen eine Reihe namhafte Firmen und Institutionen der Region. Beispielsweise die DREWAG, INFINEON, das Elbhangfest, oder auch die Staatsoperette und andere Kultureinrichtungen.
Wir gehen davon aus, dass es nicht im Sinne dieser Unternehmen ist, eine Firma aktiv und finanziell zu unterstützen, die mit Neonazis Geschäftsbeziehungen unterhält.
Daher sandte das art Dresden diese Pressemitteilung auch als offenen Brief an die auf der Homepage genannten Referenz-Unternehmen.
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