Alexander Kleber, Vorsitzender der sächsischen JLO. Anmelder der Demonstration am 13.02.1999/2000 und dem 8.Mai 2000. Weiterhin organisierte er die Veranstaltung zum "Schwarzbuch des Kommunismus". Er besucht oft linke Veranstaltungen und fotografiert gern. An fast allen regionalen Aufmärschen in diesem Jahr nahm er teil. Zu Himmelfahrt versuchte er, zusammen mit NPDlern zu grillen. Am 18.04.00 ließ er nach der Veranstaltung zum Buch "Tiefflieger über Dresden?" den Abend mit Manfred Roeder im Cafe Germania ausklingen. Für die bei der Razzia in der Sächsischen Schweiz wegen Waffenbesitz Festgenommenen besorgte er die Anwälte.
Er fährt einen alten Opel Kadett FG- KA 70.

 

 

 

Die Junge Landsmannschaft Ostpreußen auf dem Weg nach Rechtsaußen

Zwei weitere Aufmärsche des Jahres wurden von der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen angemeldet. Die Trennung liegt aber nicht im Gedankengut ihrer TeilnehmerInnnen. Angemeldet hatte beide Demonstrationen der ehemaligen Vorsitzende der JLO Sachsen, Alexander Kleber.

Demonstration zum allgemeinen Volksheultag am 13. Februar

Bereits zum offiziellen Festakt am Nachmittag vor der Frauenkirche erschienen drei Nazis aus dem Umfeld des ehemaligen "Cafe Germania". Nachdem sie einige Minuten ein Transparent mit der Aufschrift "Es war kein Krieg, es war Mord" hochgehalten hatten, wurden sie von Polizisten abgeführt. Am frühen Abend fanden dann in den Gaststätten "Lübecker Eck" und "Borsbergeck" Veranstaltungen statt. Die eine bereitete die NPD vor. Es referierten Franz Schönhuber und Horst Mahler. Die zweite geschlossene Gesellschaft organisierte die JLO. Die TeilnehmerInnen dieser beiden Veranstaltungen trafen sich dann gegen acht uhr am Abend hinter der Semperoper. Ganze 512 Nazis inklusive Franz Schönhuber, Horst Mahler und Gerd Sudholt waren bereit, zur nächtlichen Stunde einen Trauermarsch abzuhalten. Die Verwaltung hatte für den gesamten Altstadtbereich ein Demonstrations- und Kundgebungsverbot verhängt. So blieb den Nazis der Weg an der Elbe entlang. Antifaschistische Gegenaktionen hielten sich in Grenzen. Nur auf dem Nachhauseweg hat es dann doch noch ein paar Nazis erwischt. Ansonsten versank die Stadt im gleichen Sinne wie die Nazis in einem Wahn kollektiver Trauer. 8.Mai - Naziaufmarsch zum "Tag der Befreiung"! Von allen unbemerkt und ignoriert marschierten an diesem Tag etwa fünfzig Nazis mit Fahnen und Transparenten durch die Altstadt. Auch hier kam ein Großteil der TeilnehmerInnen aus dem Umfeld der NPD.

Kleber und die NPD

Die Landsmannschaft Ostpreußen hat sich wegen der extrem rechten Tendenzen einiger Landesverbände, wie z. B. Sachsen, von ihrer Jugendorganisation getrennt (siehe Artikel "Verlust der Eichenschaufel" aus dem Rechten Rand Nr.64, Mai/Juni 2000) [1]. Der ursprünglich aus Freiberg stammende Kleber (näheres siehe Kasten) ist einer derjenigen, die durch ihre zu große Rechtslastigkeit in der JLO aufgefallen sind. Trotzdem ist er durch seine vielfältigen Kontakte und dem Deckmantel einer Vertriebenenorganisation für die rechtsextremistische Szene in Dresden ein Zugewinn. Bereits 1999 hatte er zum 13. Februar eine Demonstration angemeldet. Da die JLO schon die Jahre zuvor Kränze niedergelegt hatte, ging man in der Stadtverwaltung wohl von einer "harmlosen" Aktion aus. Aber schon 1999 war diese Demonstration nur unter dem Label der JLO angemeldet, marschiert sind letzendlich Mitglieder der NPD und deren Umfeld, welche ein Jahr zuvor noch bei ihrem Aufmarschversuch festgenommen worden war. Ein Verfahren wegen Volksverhetzung, aufgrund eines Flugblattes, dass zu einer Buchvorstellung am 01. Februar 1998 zum "Das Schwarzbuch des Kommunismus" herausgegeben wurde ist inzwischen eingestellt. Die eigentliche Rolle Klebers, als Scharnier zwischen den rechtskonservativen Vertriebenen und der rechtsextremen Szene kann er nicht mehr erfüllen. Zu weit hat er sich dafür in die Verbindungen dieser hineinbegeben. Schlussendlich ist er einerseits für die Vertriebenen nicht mehr tragbar, andererseits ist dies von ihm auch nicht mehr erwünscht.

1 Nach Informationen der taz vom 27. Juli 2000
   ist eine Trennung der rechtslastigen JLO bei
   der Arbeitsgemeinschaft Junge Generation im
   BdV bislang nicht vollzogen. Ein Ausschluss-
   verfahren scheiterte im Frühjahr, da die
   erforderliche Mehrheit nicht zustande kam.
   by the way am 3. September wird Gerhard
   Schröder, der gerade erst Härte gegen
   rechtsradikale Umtriebe angekündigt hat, bei
   der zentralen BdV- Veranstaltung zum Tag
   der Heimat in Berlin die Festrede halten.
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