Ort der Saalveranstaltungen

 

die Landstrasse in Mücka

 

vor der open air Bühne

 

 

 

Deutsche Stimme Pressefest – Meerane, Mücka, immer wieder Sachsen

ART Dresden, August 2004

Auch dieses Jahr fand das Deutsche Stimme Pressefest wieder in Sachsen statt. Mit mehreren Tausend Besuchern (nach Angaben der NPD 7000) wurde die Zahl im Vergleich zum letzten Jahr in Meerane um ein vielfaches überschritten. Den gesamten Tag über reisten Nazis an. Allein 20 Reisebusse aus dem gesamten Bundesgebiet parkten in unmittelbarer Nähe zum Festgelände.

Der Betreiber der Diskothek WODAN in MÜCKA, Erik MYRTA stellte sein Gelände für das große Nazispektakel zu Verfügung. Da dieser Platz jedoch bei weitem nicht ausreichte, mietete die NPD zudem noch ein gegenüberliegendes Gelände einer insolventen Firma an. Während in der Disko die Saalveranstaltungen stattfanden, befand sich das große Festzelt und die Konzertbühne auf dem Platz gegenüber. Die Musik der Bands KRAFTSCHLAG, RADIKAHL, YOUNGLAND und verschiedener Liedermacher u.a. Frank RENNICKE hörte man noch weit entfernt in den Nachbargemeinden.

Myrta und die Diskothek Wodan sind in der Vergangenheit schon mehrmals im Zusammenhang mit Naziveranstaltungen aufgefallen. Mitte der 90ger fanden dort mehrere Naziskinkonzerte mit bis zu 1000 Besuchern statt und im Mai diesen Jahres gastierte Frank Rennicke im Rahmen einer NPD Wahlkampfveranstaltung zur Europawahl in der Diskothek.

Aus Dresden waren unter anderen Hartmut Krien und Fritjof Richter vom Nationalen Bündnis Dresden angereist. Während sich der neue Dresdner Stadtratsabgeordnete Krien mit reichlich Propagandamaterial eindeckte, stand der stellvertretende Vorsitzende des Bündnisses, Freddy, mit seinem üblichen selbstgefälligen Grinsen auf der Landstrasse und kam sich furchtbar wichtig vor.

Die Polizei führte zwar bis zum frühen Nachmittag an den Zufahrtsstrassen der Nachbarorte Vorkontrollen und am Abend Alkoholkontrollen durch, aber in Mücka selbst hatten die Nazis freie Hand und bestimmten für den Tag allein das Stadtbild.

Von einigen Sprüherein auf den Zufahrtsstrassen abgesehen, gab es keinen spürbaren antifaschistischen Widerstand. Im anbetracht der Tatsache, dass dieses Nazigroßereignis auch nächstes Jahr sicher wieder in Sachsen stattfinden wird und auch dann wieder Tausende Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen werden, ist es die Aufgaben der Antifa Mittel und Wege zu finden, diesem Treiben ein Ende zu setzen bzw. es nachhaltig zu stören.

 

 

 

 

 
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