21. November 2005
Nazis setzen
Veranstaltung im "Immergrün" gegen den Willen des
Besitzers durch
Nachdem der Besitzer des Gartensparten-Lokals "Immergrün"
vergangene Woche dem Veranstalter Ronny
Thomas kündigte, bestand dieser auf die Durchführung
der Veranstaltung am 20. November.
Da der Wirt keine rechtlichen Grundlagen hatte den einmal abgeschlossenen
Vertrag zu kündigen, fand die Veranstaltung der "Freien
Kräfte" trotzdem statt.
An der Veranstaltung nahmen ca 50-60 Neonazis teil.
19. November 2005
Kleingartensparten-Lokal
"Immergrün" kündigt Naziveranstaltung
An der Ockerwitzer Straße 52, in der Nähe des Theater
der Jungen Generation (TJG) in Dresden-Leutewitz, liegt die Gaststätte
"Immergrün" in einer Gartensparte. Das "Nationale
Bündnis Dresden" war hier schon drin und nun wollten
auch die militanten "Freien Kräfte" eine Veranstaltung
dort abhalten.
Ronny Thomas
hatte das Lokal für die "Freien Kräfte Dresden"
angemietet und gab seine Handynummer auch gleich als Infonummer
(0160-97584867) für die Veranstaltung, die am 20. November
stattfinden soll, heraus.
Nach einer Pressemitteilung der ART Dresden kündigte der
Wirt des "Immergrün" die Veranstaltungsräume.
Weiter so!
17. November 2005
Pressemitteilung des ART (Antifa Recherche
Team) Dresden
Erneut Naziveranstaltung
in Dresden geplant
Am Sonntag, 20 November 2005, wollen die so genannten „Freie
Kräfte Dresden“ in der Vereinsgaststätte „Immergrün“
in Dresden (Leutewitz) mit dem rechten Ideologen Jürgen Schwab
eine Vortragsveranstaltung durchführen. Thema des Referats
sollen die „Möglichkeiten und Grenzen des Parlamentarismus“
sein.
Dazu erklärt die Antifa-Pressesprecherin Monika Bach:
„Weder Themen- noch Referentenwahl sind zufällig. Vielmehr
spiegeln sie den aktuellen Strategiestreit in der rechten Szene
im Freistaat Sachsen wieder. Das Konfliktfeld in dem sich die
Szene befindet, macht sich an den Polen fest, ob sie die „Volksfrontpolitik“
und damit den in ihren Augen reformistischen Kurs der NPD unterstützen
oder pseudorevolutionäre rechtsradikale Politik jenseits
des Parlamentarismus forcieren sollten.“
Neben politischen Differenzen, die bundesweit um Fragen des Outfits,
der Organisierung, nationalrevolutionärer oder nationalsozialistischer
Ansätze toben, spielen auch ganz banale Sachen eine Rolle.
Gerade die Dresdner Kameradschaftsszene thematisiert in neidischer
Manier den parlamentarischen Weg der NPD und die mangelnde Unterstützung
für parteiunabhängige Aktivisten. Der Vorwurf macht
sich vor allem daran fest, dass sie im Kampf um Posten und Finanzen
leer ausgingen im Gegensatz zu ehemaligen SSS-Mitgliedern, die
in Parteistrukturen untergekommen sind.
Was die „Freien Kräfte Dresden“ im Kleinen sind,
ist Jürgen Schwab im Großen. Der Burschenschaftler
war zunächst bei den Republikanern aktiv und wechselte dann
zur NPD. Während seiner publizistischen Tätigkeit schrieb
er unter anderem für „Nation & Europa“, in
den „Staatsbriefen“ und war Redakteur der „Deutschen
Stimme“.
Seit dem Einzug der NPD in den Sächsischen Landtag ist Schwab
einer der schärfsten publizistischen Kritiker der parlamentarischen
Arbeit und der so genannten Volksfrontpolitik der rechten Partei.
„Der Referent wird in seinem Vortrag grundlegend auf das
parlamentarische System der BRD eingehen, auch darauf, welche
Gefahren der Anpassung es für nationale Parlamentsfraktionen
birgt. Der Referent beabsichtigt mit den Teilnehmern Gegenstrategien
zu erörtern.“, wird in der Einladung zur Veranstaltung
folgerichtig angekündigt.
Zum Veranstaltungsort erklärt Monika Bach:
„Das Vereinslokal „Immergrün“ steht der
rechten Szene nicht zum ersten Mal für eine Veranstaltung
zur Verfügung. Das Nationale Bündnis Dresden konnte
es in der Vergangenheit bereits für sich nutzen. Es dürfte
damit zukünftig in den Fokus der gerade in Dresden gestarteten
Kampagne `Keine Geschäfte mit Nazis´ rücken.“
Wir fordern den Vermieter auf, den
abgeschlossenen Vertrag zu kündigen.
Keine Geschäfte mit Nazis!
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