Kaffefahrt-Flyer
Flyer Annaberg-Buchholtz:
Entdeckungsreise im „scheennen Annabärg“
Bei der letzten Landtagswahl erreichte die NPD in Annaberg ihr
zweitbestes Ergebnis, nach der sächsischen Schweiz. Das
brachte dem Annaberger NPD-Kandidaten Klaus Baier ein Landtagsmandat
ein. Klaus Baier sitzt ebenso mit dem Parteisoldaten Rico Hentschel
im Annaberger Stadtrat. Baier ist Krankenpfl eger und möchte
gern „Problemkinder“ in „Schwererziehbaren-Einrichtungen“
unterbringen. Er gründete 1999 den örtlichen NPD-Kreisverband.
In diesem Zusammenhang ist wichtig das die NPD vor allem dort
ihre besten Ergebnisse erzielt hat wo sie über feste Strukturen
und kommunale Verankerung verfügt. Oftmals sind die Aktivisten,
wie etwa Baier, mehr oder wenig seriös wirkende Leute,
die eben nah „am Bürger“ sind und nicht dem
klassischen Neo-Nazi-Bild entsprechen. Deswegen geht es darum
konkrete Nazistrukturen öffentlich zu machen und anzugreifen.
Ein örtlicher Treffpunkt der Naziszene ist das im lokalen
Slang benannte „Kneip`l“ in der Nähe des Marktes.
Hier tagte mehrere Jahre lang der sächsische NPD-Landesvorstand,
sowie nach wie vor der Kreisvorstand der NPD Annaberg. Diese
Kneipe wird von einem Ingo le Beau betrieben, der wohl stellvertretend
für so viele Idioten steht, die die NPD in den Landtag
gewählt haben. Die Welt erscheint ihm schlecht und feindselig,
er selbst ist ein ewiger Loser und Wahlweise der „Westen“,
„die Ausländer“ oder die „etablierten
Parteien“ sind schuld an seiner Lage oder eben am Bankrott
des einstmals so blühenden „Ärzgebirgs“.
Für diese Leute ist es völlig normal NPD zu wählen
und Nazidreck zu reden. Hier in der heimlichen Hauptstadt des
Weihnachtslandes stört sich niemand daran, weil alle so
denken und das ist das Problem.
Das Gebäude in dem das erwähnte „Kneip`l“
untergebracht ist gehört dem ehemaligen NPD-Vorsitzenden
und langjährigem Nazikader Günther Deckert. Der Heidelberger
saß wegen bereits wegen Volksverhetzung, Holocaust- Leugnung
und seiner rassistischen Ausfälle mehrere Jahre im Knast.
Berührungsängste zu allen möglichen Facetten
der Naziszene kennt er nicht. Er ist maßgeblich für
die Radikalisierung der NPD durch die Öffnung gegenüber
der militanten Neonazi-Szene verantwortlich. Der heute 65-Jährige
leistete bereits sehr früh, nach dem Ende der DDR Aufbauarbeit
für die NPD. Er kaufte Immobilien, wie dieses Gebäude
hier, um damit eine kaum angreifbare Basis für die Organisation
der örtlichen Naziszene zu schaffen.
Ein weiterer wichtiger Standort und subkulturelle Schnittstelle
bildet der Nazi-Laden „Phönix“. Hier gibt es
alles was das Naziherz begehrt: T-Shirts mit „88“-Symbol,
Reichskriegsfl aggen und „Hatecore“-Schriftzug.
Außerdem Hemden mit Bildern von Odin oder Thor, und dazu
noch Klamotten der Marken Thor Steinar, Nordmacht und Skrewdriver.
Darüber hinaus wird ein breites Spektrum extrem rechter
Musik angeboten. Zudem betreibt das „Phönix“
einen Mailorderversand. Im Gästebuch auf der Homepage des
Ladens fi ndet man Einträge mit nazistischen Inhalten,
welche nicht selten mit einem „Sieg Heil“ enden.
Inhaber dieses „Naziszeneladens“ sind die Annaberger
Nazis Markus Szallies und Heiko Rabenstein. Die Verbindungen
zwischen
NPD und Nazisubkultur sind dabei recht deutlich und die Übergänge
fließend. So ist etwa der „Phönix“-Laden
auf diversen NPD-Seiten in der Linkliste zu finden.
Darüber hinaus gibt es in Annaberg und Umgebung eine recht
rege Nazi-Black-Metal- Szene, was ja irgendwie nicht wunderlich
ist, bei all der Mystik und intellektuellen Einöde dieser
Gegend. Im „Hagalaz-Club“ im nah gelegenen Elterlein
traten schon mehrfach Nazi-Metaller auf. Am vorletzten Wochenende
fand auch ein ähnliches Konzert hier in Annaberg statt.
up
Flyer Mylau / Reichenbach:
Das RAGNARÖCK abreißen,
DIE BRAUNEN TEUFEL in die Hölle schicken!
Das "Ragnarök", vor dem
wir jetzt stehen, besteht bereits seit April 2003. Der vorher
in der Hauptgeschäftsstraße von Reichenbach ansässige
Laden wechselte im Februar 2004 hierher - in die nahegelegene
Kleinstadt Mylau. Sehr schnell gewann der Naziladen an Popularität
innerhalb der vogtländischen Neonaziszene und gilt bis
heute als einer der wichtiger Struktur- und Treffpunkt.
Im RAGNARÖCK kauft ein, wer vom großen
Reich träumt.
T-Shirts mit eindeutigem Bezug auf den NS liegen zwar nicht
offen aus. Dafür gibt es aber beispielsweise die von Neonazis
vertriebene Marke "Thor Steinar", die vor allem wegen
ihrer versteckten Nazisymbolik beliebt sind. Erst vor kurzer
Zeit wurde das Logo von "Thor Steinar" wegen seines
Bezugs zum Natiionalsozialismus verboten.
Für die weitere Ausstaffierung seiner rechten Kundschaft
bietet Köckert diverse Devotionalien an - seien es Thorshämmer,
Aufnäher mit dem Schriftzug der rechten Marke Doberman,
"88"-Symbolen (was für "Heil Hitler"
steht) oder "Odin statt Jesus". Im Angebot sind außerdem
Fußballschals, auf denen Aufschriften wie "Nationalist",
"Deutschland" oder der Name der Naziband "Screwdriver"
prangen. Aber auch, wer auf rassistische und antisemitische
Musik steht, kommt im RAGNARÖCK voll auf seine Kosten:
Das Geschäft führt ein Sortiment an Tonträgern
rechter LiedermacherInnen, sowie von Rechtsrock- und Hatecore-Bands.
Hier wären z.B. die der verbotenen Organisation "Blood
& Honor" nahe stehenden Rechtsrockband "Oidoxie",
"Reichswehr", "Chaos88", "Kraftschlag",
"Stahlgewitter" oder "Lunikoff" zu nennen.
Dazu gibt's die dazugehörigen Band-Shirts von "Masterrace"
und "BlueEyedDevils". Ebenfalls sind T-Shirts mit
Aufschriften wie "White Power", "Skinheads für
Deutschland", "Freikorps marschieren wieder",
"Thorshammer - Nordland erwache" oder Motive des "White
Aryan Resistance" (weißer arischer Widerstand) erhältlich.
Der Ladenbesitzer David Köckert,
welcher auch als Anführer der als Fußballmannschaft
getarnten Kameradschaft "Die Braunen Teufel" gilt,
ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Sommer 2001 verübten
Nazis aus dem Umfeld der "Braunen Teufel" einen Brandanschlag
gegen ein Flüchtlingswohnheim. Köckert selbt ist bereits
zu drei Jahren Bewährung wegen Zeigen des Hitlergrußes
und Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole verurteilt. Anfang
Oktober 2003 wurde das Ragnaröck im Zuge einer großangelegten
Razzia gegen Rechtsradikale und Wirtschaftskriminelle durchsucht.
Gefunden wurden neben diversen Nazidevotionalien und indizierter
Musik auch eine Hitlerbüste.
Der schwergewichtige Köckert ist
im Vogtland hauptsächlich für die Organisiation von
Konzerten mit solch einschlägigen Bands wie "Commander
of Hate" verantwortlich. Seit 2001 veranstaltet er regelmäßig
und mit zunehmender Tendenz Konzerte, u.a. in Greiz-Döhlau
und Wohlbach, bei denen bis zu 150 "Gäste" teilnahmen.
Besonders guter Kontakt besteht zu der Reichenbacher Skinheadband
"Haftbefehl". Dessen Gitarrist René Porolla
wurde anfang diesen Jahres wegen Verwendens verfassungsfeindlicher
Symbole auf der Bandinternetseite zu einem Jahr Haft verurteilt.
Auf der Seite war ein Foto mit einer Hakenkreuzfahne zu sehen.
"Haftbefehl" beschreiben sich auf ihrer Internetseite
selbst als nationalsozialistisch.
Köckert und seine "Braunen Teufel" sind auch
regelmäßig auf Demonstrationen zugegen, zuletzt am
8. Mai in Delitzsch. Sie koordinieren Anlaufpunkte bei überregionalen
Kameradschaftstreffen und organisieren Fußballtuniere
zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Hess. Laut sächsischem
Verfassungsschutz handelt es sich bei der Gruppierung jedoch
"nach den […] vorliegenden Erkenntnissen um eine
Freizeitfußballmannschaft aus circa 15 - 20 Personen".
Diese rekrutiere sich ausschließlich aus Skinheads. Die
staatlichen Szenekenner wissen aber auch von einem Ausflug der
Gruppe zur Wewelsburg, der ehemaligen Ordensburg der SS. Und
sie registrierten, dass die "alcoholocaust" - Anhänger
laut eigener Angabe im Internet " für ein freies und
weißes Deutschland kämpfen" und Blood&Honor,
Hammerskins und Combat 18 grüßen.
Viele der von ihm angebotenen Waren sind
"rein rechtlich nicht illegal", wirken aber trotzdem
anziehend auf Neonazis. Rechte Musik und rechtes Outfit, egal
wie "gesetzlich legal" sie sein mögen, stiften
Neonazis Identität und treiben vor allem bei Jungnazis
eine weitere neofaschistische Politisierung voran. Dem muss
dringend Einhalt geboten werden!
Deshalb sind wir heute hier.
Das RAGNARÖCK abreißen,
die BRAUNEN TEUFEL in die Hölle schicken
up
Flyer Aue:
Entdeckungsreise
in Aue
Der in der Goethestraße 18 in Aue befindliche Laden „Sonnentanz“,
ist mehr als ein gewöhnliches Bekleidungsgeschäft
für Jugendliche. Hinter der Fassade
verbirgt sich ein kleines Imperium aus Versandhandel, Ladengeschäft,
Internetdiskussionsplattform und Label, ausgerichtet auf eine
Zielgruppe: NEONAZIS. Neben rechten Klamotten und Accessoires
findet sich auch Musik mit nationalistischem Gedankengut, welche
auf dem Hauseigenen Label „Endzeit-Klänge“
veröffentlicht wird. Dafür verantwortlich zeigt sich
Michael Probst, welcher früher selbst in der Naziband „Kroizfoier“
als Sänger fungierte. Seine Ehefrau Antje Probst war daran
beteiligt, einen Zeugen im Prozeß um die berüchtigte
Neonaziband Landser zur Rücknahme seiner Aussage zu bewegen.
Die Band „Landser“ wurde am 22.12.2003 laut §129
Strafgesetzbuch als kriminelle Vereinigung eingestuft.
Die weiträumige Verstrickung des
Nazigeschäftes zeigt der Sonnentanz-Versand mit seinem
damaligen Sitz in Limbach-Oberfrohnah. Inhaber war der „AEG“
- Sänger Jens Schaarschmidt, welcher auch den gleichnamigen
Laden in Aue betrieb. Der Sonnentanzversand Limbach/Oberfrohna
verfügte über das Postfach, unter welchem 1994 das
Nazi-Fanzine „Foier Frei“ von eben diesem Jens Schaarschmidt
herausgegeben wurde. Schaarschmidt war in der Gruppe „CC88“
(Chemnitz Concerts 88, die Ziffer 88 steht dabei für „Heil
Hitler“) aktiv, ebenso wie Jan Werner, welcher maßgeblich
an Produktion und Vertrieb der „Landser“-CD „Ran
an den Feind“ beteiligt war. All diese Läden und
Versände gehörten ab dem Jahr 2001der Ravenstone GmbH
mit Sitz in Chemnitz an. Verantwortlich dafür zeigten sich
nun Michael Probst, der bis heute als Inhaber auftritt, sowie
Stephan Neumann, der das Namens- und Bildpatent für das
Label „Endzeitklänge“ besitzt. Auf diesem Label
für Nazibands wurden bis heute unter anderem folgende Bands
veröffentlicht: „AEG“ (Chemnitz), „Before
God“ (USA - Nebenprojekt von „Bound For Glory“,
eine der führendsten US-amerikanischen Neonazibands), „Confident
Of Victory“ (Senftenberg), „Kreuzfeuer/ Kroizfoier“
(Leipzig/ Altenburg), „“Keine Reue/ Might Of Rage“
(Chemnitz), „Solution“ (Leipzig) und „Sturm
& Drang“ (Senftenberg).
Michael Probst veröffentlichte 1992
das Nazifanzine „Sachsen Glanz“.
Dieses Neonazinetzwerk, bestehend aus
Endzeit-Versand, Sonnentanz-Versand, Endzeit-Klänge, Endzeit-Forum
und dem Geschäft Sonnentanz vereint sich zu einer wichtigen
Vertriebsstruktur rechter Propaganda und bietet Nazibands die
Möglichkeit ihrer menschenverachtenden Ideologie Gehör
zu verschaffen.
Eine erste bundesweite Reaktion rief die
Stillegung der Internetauftritte des „Endzeit-Versandes“
hervor. Politisch engagierte Computerexperten hatten Anfang
Mai die Seiten ez-versand.de, endzeit-versand.de, endzeitversand.de,
endzeit-forum.de, stv88.de und sonnentanzversand.de lahmgelegt.
Schauen Sie nicht zu, wie in Ihrer
Nachbarschaft ein Nährboden für rechte Propaganda
gedeiht! Teilen Sie ihrem Bürgermeister Ihren Unmut über
die rechten Bestrebungen des „Endzeit-Versandes“
mit!
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Flyer Johanngeorgenstadt / Randfichten:
Werte AnwohnerInnen von Johanngeorgenstadt!
Falls Sie verwundert sind, dass wir als
Kampagne „Schöner leben ohne Naziläden“
in Johanngeorgenstadt halt machen, wo offensichtlich kein Lokal
der NPD oder von Neonazis besteht, auch kein Army Shop oder
Textilgeschäft für neonazistische Oberbekleidung (wie
in Aue oder Annaberg), auch kein Musikversand dieser Richtung,
dann möchten wir Ihnen jetzt unsere Kritik an einer Ihrer
Lieblingsmusikgruppen vorstellen. Die Geschichte der Randfichten
ist Ihnen sicherlich ein alter Hut, Sie kennen die 3 von Ihrem
Engagement für den Erhalt der Pestalozzi-Mittelschule.
Das ganze Erzgebirge feierte als „Dr Holzmichel“
die deutschen Charts anführte. Ist es überraschend,
wenn alte Volksweisen (und -weisheiten), kaum sind zu ausgegraben,
auf riesige Zustimmung stossen? Ist das vielleicht ein vorrangig
altes deutsches Phänomen? Alte Erzählungen, über
die Zeit als alles noch in Ordnung war, in einem Land, wo meistens
Ruhe und Frieden herrschten, heissen gemeinhin Märchen.
Die Gebrüder Grimm schrieben sie ihrerzeit auf und trafen
den Nerv der Zeit, den Selbstfindungsprozess der unterdrückten
Masse. Und gerade weil auch die Randfichten die „deutsche
Volksseele“ so gut widerzuspiegeln vermögen, wird
uns nicht nur ein klein wenig gruselig vor den alten Geschichten.
Schwammerl, Staapilz, Spackfettbemm und griene Kliess könnten
noch ganz geniessbar sein, lägen sie nicht eingeweckt in
gammeliger Heimatsosse. Nicht nur geschmacklos, sondern fremdenfeindlich
bis rassistisch wird es allerdings beim nächsten Hit, bei
der Einkaufsfahrt nach Tschechien. Die Beschreibung scharenweise
heranrollender stimmungsgeladener Ossi-Busse mag ironisch gemeint
sein, trifft aber, wei man am Publikum sieht, voll den Nerv.
Billig muss es sein & selbst der letzte Ramsch wird gekauft.
Dass deutsche Gartenzwerge en masse an tschechischen Grenzstrassen
in Freilaufgehegen die Vorbeifahrenden anglotzen, scheint ihren
Wert im gut gepflegten Vorgarten nicht zu schmälern. Ebenso
nicht die Art des Shoppens den Wert der Beute - „Nochert
rennst de wie e Vieh von Bud ze Bud mol har und hie“.
Dafür mag man die NachbarInnen, wenn sie den angestammten
ArzgebirglerInnen aber die Arbeit wegnehmen & einem die
Freundin, dann wettert man gegen die EU-Osterweiterung, denn
fleissig und ordentlich wie die Deutschen ist ja sonst keiner.
Weitere selbstherrliche Klischees rund um die Haamit - „...da
wo der Quell entspringt, mer deutsche Lieder singt, dort wo
de Luft so ra, da gibts de schönste Wald (hüstel!).
E Herz für unner Haamit, für unser deutsches Land,
für unner grünen Wiesen, für unner schönen
Wald, wos Echo widerhallt...(und) wos noch gemütlich ist...“
- reden nicht von denunziatorischen MigrantInnenmelderInnen,
nicht von Übergriffen von Neonazis auf Andersdenkende.
Aber sie reden von der Grossväter-Generation: „Neilich
su beim Stöbern ofn Buden ubn, fand ich do drbei en alten
Pappkarton. Haufen Fotos aus dr alten Zeit (...). Un do mittendrinne
e uraltes Bild (...) Unne do war mei Grußvater draf, ja
do kam bei mir de Wehmut af./ Grußvater, warum hob ich
dich net gekannt, ich hätt mich bestimmt net su oft verrannt.
Un du hättst mir a so manign Rot gegabm, was gut un schlacht
is do in den Labm.
Früher gobs kan Fernsehn, ja dos war schie, de Hutzenleit,
die soßen bis in de Früh. Jeder hat geholfen wus
ner ging, heit ze toch macht jeder bluß sei Ding. Ihr
hobt eich geplocht, draußen ofn Fald, habt net viel gesah,
von dr grußen Walt. Aber ihr wart glicklich, ich will´s
glam, früher wars fei e ganz anersch Labm./
Ich hätt dich so viel gefrocht, a dies un das, wie´s
su früher war, do in unrer Stadt. Un du hätts mir
a vom Kriech erzählt, doch ich kenn dich halt bluß
von en Bild.“
Und wir sagen, das ist gut so, wir freuen uns, wenn es Ihnen
an dieser Stelle des Textes weh tut. Den Tod deutscher Soldaten
und einer sogenannten Zivilbevölkerung im 2. Weltkrieg
als normales Kriegsschicksal zu beweinen, leugnet die explizite
Schuld derer, die mit ihrer ideologischen Stütze Deutschtum
den Holocaust betrieben. In Deutschland interessiert dieser
Teil der deutschen und europäischen Geschichte im besten
Fall niemand, im schlechtesten bezieht man sich positiv darauf.
Die „deutsche Wertegemeinschaft“ - und wer von Ihnen
hat bei solchen Worten eines NPD-Flugblattes nicht auch schon
mal stolz die Brust geschwellt -, hat einige von diesen Randfichten-Liedern
zu bieten. Darauf könnten Sie sich, steckten Sie den Kopf
aus dem Kliess-Schwammerl-heile-Welt-Topf vom toten Opa, nicht
mehr allzuviel einbilden.
Den Eintopf verlassen wir jetzt und singen unsern Lieblingshit:
Auf nimmer Wiedersehen, Heimat,
du alte Scheisse!!!
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