| Neo-Nazi-Treffen
am 24. April 03
in Dresdner Gaststätte "Zur Post" gestört |
Geloost auf der ganzen Ebene haben die Neonazis mit ihrem sogenannten
"Bündnis Rechts"-Gründungstreffen am 24. April
2003. Die
"Thor" -Neo-Nazis waren so dumm, den Termin auf
ihrer mehr von Linken als Rechten besuchten Website anzukündigen.
Es gelang einem munteren Antifa-Grüppchen mit Transpis und
Lärm die Veranstalter des Treffens zu nerven und anreisenden
Neo-Nazis den Weg zum Treffen zu versperren.
So hätte es auch noch weitergehen können, wenn die Polizei
nicht unbedingt den öffentlichen Bürgersteig vor der Gaststätte
auf der Pirnaer Landstr. 13 hätte räumen wollen. Nach
etwa einer halben Stunde des Zusammenziehens genügender Polizeibeamter
drängten sie die Antifas mit Gewalt 50 Meter ab.
Die "Thor"-Neo-Nazis selbst, die ihren Kameratten den
Schlamassel eingebrockt hatten, waren kaum anwesend. So war auch
nix mit Anti-Antifa. Hihihi. |
AntifaRechercheTeam Dresden,
25. April 2003
Floppiges
"Nationalen Bündnis für Dresden"
Es mögen ein paar mehr als 25 Teilnehmer
gewesen sein, die sich da am Abend des 24. April in der Dresdner
Gaststätte "Zur Post" an der Pirnaer Landstraße
13 eingefunden hatten, um im mittelbaren Vorfeld der nächsten
sächsischen Kommunalwahlen ein so betiteltes "Nationalen
Bündnis für Dresden" aus der Taufe zu heben. Die
vorab vollmundig angekündigte politische Rechts-Breite dieses
Bündnisses ist dann wohl an diesem Abend doch eher ein Wunschtraum
geblieben.
Auch die Anzahl der Erschienenen blieb, trotz der Einladungsaufforderung
"Bitte bringen Sie auch Freunde und Bekannte mit", wohl
deutlich hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Eingeladen
zur so genannten Gründungsversammlung hatten RENE
DESPANG (NPD), FRITHJOF RICHTER
('Republikaner'), HANS-J. LEWIN (DVU)
und WOLFGANG SCHWARZ (vorgeblich
parteilos). Als Gastredner war PETER DEHOUST
(ehemals "Nation und Europa") angekündigt.
Die in der Tagesordnung bereits vorkalkulierte
Vertagungsmöglichkeit des Veranstaltungsbeginns um eine halbe
Stunde wurde von den träge eintröpfelnden Rechtsextremisten
durchaus großzügig in Anspruch genommen. Ein Grund
hierfür war der deutlich verspätet anreisende WOLFGANG
SCHWARZ (Ex-'Republikaner' Kreisvorsitzender Dresden).
Einen anderen Verzögerungsgrund lieferten zirka 35 AntifaschistInnen,
welche den Zugang zur Gastlichkeit blockierten. So konnten
die anreisenden Alt- und Neo-Nazis sowie eine durchaus erstaunte
Anwohnerschaft unter anderem mehr als deutlich lesen: "gegen
das organisierte deutschtum" sowie "kein frieden mit
Nazis". Die etwas später anrückende Polizei erteilte,
nach dem sie den Eingang zur Lokalität geräumt hatte,
vorsorglich gegen alle AntifaschistInnen im weiteren Umfeld Platzverweise.
Erst deutlich nach 20 Uhr begannen dann die Nationalbündler
mit ihrer Versammlung im Saal der Gaststätte.
Nach den durchweg marginalen Kommunal-Wahlergebnissen
der Vergangenheit im engeren Dresden Raum kann ebenso die Anwesenheit
von beispielsweise JÜRGEN-UWE KRUMPHOLZ
(NPD-Aktivist aus Görlitz) und KLAUS
MENZEL (NPD-Landesvorstand Sachsen) den Solo-Ansatz dieser
Dresdner 'Gründungsversammlung' nicht übertünchen.
Zumal diese nun offizielle 'Vereinigung' lediglich schon bestehende,
so zu beobachten zumindest jedes Jahr am 13. Februar, zusammen
agierende Strukturen im Dresdner Nazi-Umfeld nur noch einmal bestätigt.
Die gut bekannte Dresdner Nazi-Frau Ellie
Dobberstein kehrte angesichts der antifaschistischen GegendemonstrantInnen
gar spontan um und ward nicht mehr gesehen. Auch wenn loser der
Geschichte sich zusammenzurotten versuchen, bleiben sie halt auch
nur loser maximal hoch vier. Es ist zu vermuten, dass wohl allein
die NPD in und von so einem, fast schon bürgerlich klingenden,
Bündnis profitieren könnte.
Der 'angebliche' Ruch des Rechtsextremismus, zumal so genannte
'Freie Kameraden' an diesem Abend in Dresden fast überhaupt
nicht gesichtet wurden, würde sich mit "Nationales Bündnis
für Dresden" doch gar so schön verpacken lassen.
KEEP YOUR EYES OPEN!
ART Dresden
up
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Dresden 23.04.03
Pressemitteilung
Antifaschistische Aktionsgruppe Dresden
Neonazitreffen
in der Gaststätte " Zur Post "
Am Donnerstag, den 24. April 2003 um 19.30 Uhr rufen Vertreter
der Republikaner, der NPD, der DVU und so genannte Parteilose
zu einem Treffen in die Gaststätte "Zur Post" in
der Pirnaer Landstraße 13, 01237 Dresden auf. Hier soll
die Gründung des "Nationalen Bündnis für Dresden"
stattfinden. Dieses scheinbar rechtskonservative Zusammentreffen
ist nichts weiteres, als die gesamten Dresdner Neonazistrukturen
wie sie schon seit Jahren zusammen aktiv sind.
Anlass sollen die Stadtratswahlen im Frühjahr sein, das erklärte
Ziel ist es sich mit dem "Nationalen Bündnis für
Dresden", an diesen zu beteiligen.
Es ist nicht zu erwarten, dass die Neonazis
bei der Stadtratswahl erfolgreich sein werden. Dennoch besteht
die Gefahr, dass sie versuchen unter diesem bürgerlichen
Deckmantel in der Öffentlichkeit vermehrt aufzutreten und
rassistisches Gedankengut zu verbreiten.
Bezeichnend für diese Treffen ist auch
das über die Internetseite der Neonazilocation Klub Thor
dazu aufgerufen wird. Diese Location ist ein Kristallisationspunkt
für ein gewaltbereites und NS-Ideologie verherrlichendes
Spektrum von NPD, JLO und so genannten " Freien Kräfte
".
Wir werden die Verbreitung von rassistischen, antisemitischen
und neonationalsozialistischen Gedankengut nicht akzeptieren.
Wir werden uns dagegen stellen und entschieden protestieren!!!!!
Antifaschistische Aktionsgruppe Dresden
aaktionsgruppedd@gmx.net
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