
Antifa-Demo 1 zum Neo-Nazi-Haus
"Thor"

schneeaufgeweichtes Transpa
strike back against racism

Protest gegen die Neonazidemo
in der Innenstadt

Antifa-Kundgebung in der Innenstadt


Antifa-Demo 2 zu Sven Hagendorf

shut down neonazilocations
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Dresden ist
keine Oase in einem Meer rassistischer und menschenfeindlicher
Gewalt. Auch wenn Jahr für Jahr und Tag für Tag, die
Dresdner versuchen, an ihrem Tellerrand das Weltenende zu verorten.
So war es eben nicht das Ende, als im Februar 1945 anglo-amerikanische
Alliierte die Nazistadt Dresden bombardierten. Es geschah zu recht,
um den fanatischen Willen der Deutschen zu brechen, die bis zum
bedingungslosen Ende für den Nationalsozialismus bereit waren
zu kämpfen.
Dennoch, den Tod der Unschuldigen bedauern wir, aber es bleibt
dabei, die da oben, das waren die Befreier.
Und so war es nicht das Ende der schönen, ahnungslosen und
ach so friedlichen Stadt Dresden, die nur aus unschuldigen Zivilisten
bestanden haben will, die zudem von alledem nichts wussten. Es
war ein notwendiger Schritt zum Ende des Nationalsozialismus und
damit der Anfang überhaupt.
Nur leider haben die DresdnerInnen das bis heute nicht begriffen.
Und so gedeiht mit dem Bodensatz von Revisionismus
und Verklärung des Nationalsozialismus in dieser Dresdner
Gemeinschaft, weiter antisemitische und rassistische Gewalt.
Erst am 08. Februar griffen Neonazis in Dresden-Löbtau zwei
indische Männer an und verletzten einen krankenhausreif.
Und im Januar wurde ein Jugendlicher im Bus nach Goppeln von zwei
Nazihooligans zusammengeschlagen.
Dies sind nur die vorläufigen Höhepunkte, wo die Gewalt
der Nazis offenkundig wird.
Tag für Tag werden Flüchtlinge, weil sie als anders
gelten, in Dresden diskriminiert und verletzt. Sei es durch Neonazis
oder durch Behörden, die sie zu Menschen zweiter Klasse stempeln.
Hier sind die Neonazis nur die Vollstrecker dessen, was weite
Teile der Bevölkerung denken.
Ein anderer Aspekt, wo sich die Weltbilder
von Nazis und Gesellschaft deutlich gleichen, ist der vereinte
Antiamerikanismus. Oftmals untersetzt mit antisemitischen Stereotypen
wird offenkundig und unverhohlen gegen die Politik der USA, die
"One-World-Mafia" und den "Weltpolizisten"
gehetzt. Mögen die Ziel- und Ausgangspunkte verschieden sein,
so gleichen sie sich doch verblüffend in ihren Argumentationen.
Und dann ist es auch kein Zufall, wenn heute in Berlin sogenannte
Linke und Neonazis gemeinsam demonstrieren gegen den angeblichen
Weltkriegsaggressor USA.
Und vorgestern, am 13. Februar, trafen sich
dann die bürgerlichen Trauerrevisionisten an der Frauenkirche
mit den gleichen Parolen, mit denen die Nazis bei der JLO marschierten.
Wer meint, dass Dresden 1945 und Bagdad 2003 das selbe sind, und
Bush oder wahlweise Hussein Hitler gleichen würden, der verharmlost
die einzigartigen Verbrechen des Nationalsozialismus aufs Schärfste
und gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.
Solange in Dresden die Menschen nicht begreifen
wollen, dass sie mitverantwortlich sind dafür, dass Neonazis
und Antisemitismus und Rassismus entschlossen entgegengetreten
werden muss, Werden wir dies tun. Und solange werden wir weiterhin
Neonazitreffpunkte zum Thema machen. Mögen sie Thor, Odin
oder Valhalla heißen.
Wir lassen keine Ruhe!
Redebeitrag der Autonomen Ermittlungsgruppe
Dresden zu den Inhaftierten vom 13. Februar 03
Liebe Demoteilnehmerinnen
Als am Donnerstag die Neo-Nazis der JLO zu ihren jährlichen
Trauermarsch durch die Stadt liefen wurden 18 Antifaschisten von
der Polizei in Gewahrsam genommen, sie wurden auf die Polizeiwachen
der Stadt verteilt und ein Teil von ihnen durfte nach der Personalienüberprüfung
und einer Nacht in der Zelle wieder nach Hause.
Nicht nach Hause durften sechs der Festgenommenen, diese wurden
gestern dem Haftrichter vorgeführt, welcher für fünf
einen Haftbefehl erliess und sie in U-Haft steckte.
Der Grund ist lächerlich, alle fünf sind wegen schwerem
Landfriedensbruch angezeigt und es würde Fluchtgefahr bestehen.
Das Strafgesetzbuch sieht für schweren Landfriedensbruch
ein Strafmaß von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.
Bis auf einen, der bereits gestern nach Bautzen verlegt wurde,
sind wahrscheinlich alle in Dresden. Anwälte sind eingeschaltet
und haben Beschwerde gegen die Haftbefehle beim Landgericht eingelegt
- eine Freilassung in den nächsten Tagen ist durchaus realistisch.
Interessant ist auch, dass es Zeugen geben
soll, die die Polizei gerufen haben. Es gibt auch eine Stellungnahme
auf einer Neonazi-website, wo die Neonazis damit prahlen, das
sie einen Überfall von Antifas verhindert haben und der Polizei
bei der Verhaftung der Linken helfen konnten.
Wir fordern die Freilassung der fünf Verhafteten und die
Einstellung der Verfahren.
Autonome Ermittlungsgruppe Dresden
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