| Aufruf
2008
Selber
Schuld!
Deutsche TäterInnen sind
keine Opfer! – Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!
Die Geschichte von der unschuldigen Bevölkerung,
in einer angeblich militärisch bedeutungslosen Kunst- und
Kulturstadt, „the Great Dresden Swindle“, bestimmt
seit ihrer ursprünglichen Stiftung durch die Nationalsozialisten
die Erinnerung an die Bombardierung Dresdens vom 13. bis 15. Februar
1945.
Im Kalten Krieg auf verschiedene Art und Weise instrumentalisiert,
gibt die Selbstdarstellung als Kriegsopfer selbst 17 Jahre nach
der deutschen Wiedervereinigung gemeinschaftlichen Halt.
Die Opfer des Nationalsozialismus kommen dabei kaum zu Wort.
„ZeitzeugInnen“, die man lieber hört, beginnen
ihre Erzählungen erst mit dem 13.Februar.
Der "alliierte Bombenterror", den sie beschreiben, gibt
das Stichwort für den alljährlich größten
bundesweiten Nazi-Aufmarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland
(JLO).
63 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges
bleibt die Bezugnahme auf den 13. Februar 1945 die einfachste
Möglichkeit, um sich in Dresden öffentliche Aufmerksamkeit
zu verschaffen.
Im Vorfeld eines Fußballspieles zwischen
„Dynamo Dresden“ und „Lok Leipzig“ Ende
Oktober 2007 etwa verbreiteten die rechten Fans von Lok Leipzig
ein Plakat, das unter der Überschrift „Auf nach Dresden“
eine zerstörte Stadtkulisse zeigte, aus der eine „Siegeskönigin“
mit der Fahne des Vereins emporsteigt.
Die Sächsische Zeitung warf sich daraufhin schützend
für die Dresdner Opferidentität in die Bresche: „Hier
hört jedes Verständnis auf. Wie viel Dummheit gehört
eigentlich dazu, ein Plakat zu produzieren, das ankündigt,
Dresden zu verwüsten, ähnlich wie es am 13. Februar
1945 geschah. (...) Jene, die das Plakat produzierten, gehören
vor Gericht.
Fußball ist Sport, kein Krieg.“
Weitgehend unbeachtet blieb jedoch die Antwort
der, ebenso rechten, Dresdner Fans.
Diese veröffentlichten ein Bild, dass einen Deportationszug
mit jüdischen KZ - Opfern zeigt, denen kurzerhand der Wimpel
des „Lok Leipzig“ in die Hand montiert wurden.
Die gewählte Symbolik ist nicht zufällig.
In den Debatten um die Bombardierung Dresdens wird häufig,
mit unterschiedlicher Intention, die Shoa thematisiert. Dies geschieht
maßgeblich aus revisionistischen Gründen und nur dann
wenn sich die Thematisierung der deutschen Verbrechen als politisch
nützlich erweist.
Denkmalpflege
auf sächsisch – Der Dresdner Heidefriedhof
Am deutlichsten illustriert wird dies auf dem Dresdner Heidefriedhof.
Am Morgen des 13. Februar findet alljährlich am sogenannten
Ehrenhain die offizielle Feierstunde für die Opfer des Bombenangriffs
statt. Mit Musik und unter Polizeischutz gedenkt ein breites Spektrum
den Toten. Beteiligt sind dabei RepräsentantInnen der Stadt,
der Landesregierung, der ehemaligen Alliierten, Abgeordnete und
BürgerInnen, sowie organisierte Nazis.
Seit dem Einzug der NPD in den sächsischen Landtag sind die
Nazis am offiziellen Protokoll beteiligt. Die bürgerliche
Mitte stört sich bisher allerdings kaum daran: Gemeinsam
mit den VertreterInnen von NPD, JLO und freien Kameradschaften
werden vormittags widerspruchslos Kränze niedergelegt, um
dann am Abend auf „Demokratiemeilen“ gegen die „Vereinnahmung
des Gedenkens“ durch die Nazis zu protestieren.
Der Ablauf ist so symbolisch, wie routiniert:
Nachdem die TeilnehmerInnen gemeinsam die Gräber des, in
der DDR angelegten, antifaschistischen Ehrenhaines links und rechts
hinter sich gelassen haben, durchqueren sie den sogenannten Stelenkreis.
Diese Anlage ist ein Überbleibsel des
Nationalsozialismus. In Form eines altgermanischen „Thingplatzes“
als Teil einer Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten
Weltkrieges konzipiert, konnte sie aufgrund des Zweiten Weltkriegs
nicht fertiggestellt werden.
Nach der Bombardierung Dresdens wurde die Mehrzahl der etwa 25.000
Toten auf dem Heidefriedhof bestattet. In den 1960er Jahren wurde
der „Thingplatz“ zu einer Gedenkstätte an den
Zweiten Weltkrieg umgestaltet. Vierzehn Stelen wurden kreisförmig
aufgestellt, sieben tragen die Namen von Konzentrationslagern,
sechs die Namen von Städten, die von den Deutschen im Krieg
zerstört wurden. Eine trägt den Namen der Stadt Dresden.
Die Dresdner „Opfer“ der Bombardierung werden hier
auf eine Stufe mit denen von Coventry oder Auschwitz gestellt.
Ist der Stelenkreis passiert, ist eine Sandsteinmauer
zu sehen, an der die Kranzniederlegung erfolgt. In Stein gemeißelt
sind folgende Worte lesen:
„Wie viele starben? Wer kennt die Zahl? An deinen Wunden
sieht man die Qual der Namenlosen die hier verbrannt im Hoellenfeuer
aus Menschenhand“.
Die notwendige Bombardierung der Stadt wird hier als „Kriegsverbrechen“
gewertet und somit eine Täter-Opfer-Verdrehung vollzogen.
Die EinwohnerInnen einer durchschnittlichen nationalsozialistischen
Stadt mit entsprechender militärischer Bedeutung versuchen
damit, trotz ihrer Täterrolle bei den NS-Verbrechen sich
selbst als Opfer eines Verbrechens zu beschreiben.
Öffentliche Kritik an der Anlage lies
lange auf sich warten.
Schließlich schaffte es die seit einigen Jahren formulierte
antifaschistische Kritik an der revisionistischen Gedenkanlage
erst 2007 auch in die Köpfe der bürgerlichen Mitte.
So wurde in einem Artikel der Sächsischen Zeitung im Februar
2007 jene Kritik aufgegriffen: „Die Stelen lassen eine gefährliche
Gleichsetzungsinterpretation zu (...) ein Umstand der baldmöglichst
beseitigt gehört. Etwa durch die erklärende Überarbeitung
– oder das Entfernen der „Dresden“- Stele. Der
Eignung des Rondells als Mahnort wäre das keineswegs abträglich.“
Diese Kritik wird jedoch zu einem Modernisierungsgedanken umgemünzt
und forcierte implizit die Diskussion um einen neuen Gedenkort
- allein für die Dresdner Toten.
Der neue
"Rahmen für das Erinnern"
Die Schuldabwehr und der Revisionismus, d.h. die explizite Gleichsetzung
mit der Shoa und deren damit einhergehende Relativierung ist jedoch
Sache der Nazis, wenn sie etwa vom „Bombenholocaust“
schwätzen. Allerdings kamen auf städtischer Ebene im
Rahmen des offiziellen Gedenkdiskurses die Opfer der Deutschen
lange Zeit nicht vor.
Im bundesdeutschen Diskurs dagegen wird
spätestens seit dem rot-grünen Regierungsbündnis
1998 gerade die Singularität der Shoa explizit betont. Der
damit vertretene Läuterungsansatz, auf Deutschland läge
der moralische Druck aus Nationalsozialismus und Shoa zu lernen,
zielt darauf ab, die als „erfolgreich“ interpretierte
„Aufarbeitung der deutschen Geschichte“ hervorzuheben.
Dieser angebliche moralische Kompetenzzuwachs schafft Raum, in
dem das Gedenken an "deutsche Opfer“ legitim erscheint.
Dies wird begleitet von der gesellschaftlich forcierten Auseinandersetzung
mit dem „Rechtsextremismus“.
In diesem Kontext war der jährlich
größere Nazi-„Trauermarsch“ und dessen
offensichtliches Anknüpfen an das bisherige mythos-beladene
Gedenken in Dresden kaum noch zu ignorieren. Daher kam es in Erwartung
des 60. Jahrestages 2005 zu entsprechenden Diskussionen in der
städtisch-bürgerlichen Öffentlichkeit, die Anschluss
an den bundesdeutschen Diskurs suchte. Eine zeitgemäßere
und brauchbarere Interpretation der Ereignisse sollte fernab einer
profanen Gleichsetzung und der Mythen etabliert werden.
Diese mündete in den Text „Rahmen für das Erinnern“.
Der Text positionierte sich explizit gegen
„Revanchismus, Volksverhetzung und Gewaltpropaganda“
und den „Missbrauch des Gedenkens“, verlangte aber
auch die Anknüpfung an die „jahrzehntelange Erinnerungs-
und Gedenktradition“.
Damit war das Dresden-Gedenken auf der Höhe der Zeit angekommen.
Die zivilgesellschaftlichen Aktivitäten und das Bürgergedenken
sind seitdem auch als Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch
im Sinne des „Rahmens für das Erinnern“ gemeint.
Zudem gab es in der Folgezeit verschiedene
Impulse für eine breitere öffentliche Auseinandersetzung
mit der Thematik, die zum Beispiel durch Frederick Taylor`s „Dresden,
Dienstag, 13. Februar 1945“ hervorgerufen wurde. So sorgte
2006 eine Ausstellung unter dem Titel „Mythos Dresden“
für öffentliches Interesse. In dieser wurden ebenfalls
die Mythen, Legenden und Lügen um den 13. Februar zum Teil
in Frage gestellt und auf die Vorgeschichte des 13. Februars eingegangen.
Parallel dazu wurde im Nachgang zum 60.
Jahrestag eine „Historikerkommission“ ins Leben gerufen.
Deren primäres Ziel war es die „tatsächliche Totenzahl“
zu ermitteln sowie die Aufklärung bestehender Spekulationen
und Mythen zu fördern. Auf dieser Grundlage sollte letztlich
den Nazis inhaltlich der Boden entzogen und eine entsprechende
Abgrenzung möglich werden.
Gleichwohl wurde damit die, negativ zu bewertende,
Inbezugsetzung zu den nationalsozialistischen Verbrechen auf eine
neue Grundlage gestellt und eine modernisierte Form des „Mythos
Dresden“ etabliert.
Dieser besticht dadurch aus den „Erfahrungen der Geschichte“
entsprechende „Verantwortung und Verpflichtung“ abzuleiten,
sich also „gegen Krieg, Gewalt, Extremismus und für
Demokratie“ einzusetzen.
Dabei werden nicht nur die Opfer des Nationalsozialismus benutzt,
um sich letztlich mit ihnen in eine Reihe zu stellen. Es wird
daraus abgeleitet jetzt auch den eigenen „deutschen Opfern“
gedenken zu dürfen. Damit wird der historische Kontext wiederum
verwischt und die Täterschaft der Deutschen verschwindet
im europäischen „Jahrhundert der Kriege und der Gewalt“.
Kein Trauerort
- nirgends!
Pünktlich zum 60. Jahrestag der Bombardierung wurde 2005
auf dem Dresdner Altmarkt eine unscheinbare, in den Boden eingelassene
und nur etwa einen Quadratmeter große „Erinnerungsstelle“
eingeweiht.
Seitdem ist von trauerwilligen BürgerInnen und Nazis häufiger
moniert, dass diese Erinnerungsstelle viel zu unauffällig
und unwürdig sei.
Neben dieser unauffälligen Erinnerungsstelle ist die Dresdner
Frauenkirche, deren Wiedereröffnung 2005 als Staatsakt zelebriert
wurde, der bedeutendere Erinnerungs- und Trauerort.
In seiner Ansprache äußerte Bundespräsident Horst
Köhler damals, der Wiederaufbau der Frauenkirche stehe „für
die Kraft der Versöhnung“ welche „Deutsche und
Briten“ zusammenbringe und somit einen Beitrag für
ein „Europa als Friedenswerk" leiste. Nur wenige fragten
sich, ob sich Deutschland diese Versöhnungsgeste anmaßen
kann. Immerhin wird gegenüber den ehemaligen Alliierten der
Anspruch erhoben sich, angesichts der Verbrechen des Nationalsozialismus
und des von Deutschland begonnenen Krieges, bei den Deutschen
zu entschuldigen, damit die „Versöhnung“ gelingt.
Mit dem Abschluss der Rekonstruktion hat die Frauenkirche jedoch
an Symbolkraft für das Gedenken verloren. Seit der langjährige
Schutthaufen verschwunden und vor allem ein touristisches Ziel
ist, eignete sich der Ort kaum noch für das kollektive abendliche
Stelldichein.
Die deutsche „Versöhnung“ hat bereits stattgefunden,
das „Zeichen für den Frieden“ ist gesetzt. Hier
setzte die Diskussion um einen „würdigen“, neuen
Gedenkort ein.
Obwohl die Stadt mehr als genügend Orte hat, die in Bezug
mit dem 13. Februar gesetzt werden soll für das alljährliche
Gedenken am 13. Februar ein neuer, mit mehr „Leid“
behafteter Gedenkort gefunden werden. Dieser wird wohlmöglich
der, nicht weit entfernte, Altmarkt auch wenn nicht davon auszugehen
ist, dass seine Ausstrahlungskraft jemals an die Frauenkirche
heranreichen wird.
Der Dresdner Stadtrat beschloss im Zuge
der Neugestaltung des Altmarktes, die Vergrößerung
der erwähnten „Erinnerungsstelle“. Am 13. Februar
2009 soll diese eröffnet werden. Sie erweitert die bislang
existente Stelle um eine 300 Quadratmeter große Bodengestaltung.
Diese setzt sich aus dem historischen Altmarktpflaster zusammen.
Auf diesem waren lange die Spuren der Totenverbrennungen von 1945
sichtbar. Deutlich absetzen werden sich die Granitplatten, welche
die Stätte umgeben werden. Dadurch soll die Bodenmarkierung
„in einem neuen Umfeld und in ihrer Wirkung präsenter“
erscheinen.
In der Dresdner Bevölkerung, mit einem üppigen Opferbewusstsein
ausgestattet, fanden diese Pläne recht breite Zustimmung.
Die NPD begrüßte den Beschluss des Stadtrates sehr
und versuchte sogleich diesen „Erfolg“ zu vereinnahmen.
Die Entscheidung sei „wohl nicht zuletzt auf das unablässige
Engagement von nationaler Seite für einen Trauerort in Dresden
zurückzuführen“. Bereits 2005 brachte die NPD
einen entsprechenden Antrag in den Sächsischen Landtag ein.
In diesem Zusammenhang hielt Jürgen W. Gansel auch seine
sehr bekannt gewordene Rede vom „Bombenholocaust“
auf Dresden. Diese triefte nur so vor Geschichtsverdrehungen,
Verharmlosungen und Rechtfertigungen des Nationalsozialismus.
Hier zeigt sich für welche Diskurse
der Bau eines neuen Denkmals explizit für "deutsche
Opfer“ anschlussfähig ist. Einem modernisierten Geschichtsrevisionismus
wird, trotz der beschriebenen Änderungen im „Dresden-Diskurs“
Tür und Tor geöffnet.
Der historische Kontext wird dabei erneut ausgeblendet, es wird
sich lediglich auf das Leid der Dresdner „Zivilbevölkerung“
bezogen. Die Tatsache, dass die Bombardierung eine Folge des auch
von der Dresdner „Zivilbevölkerung“ getragenen
„totalen Krieges“ des nationalsozialistischen Deutschlands
ist, wird ausgespart.
Die TäterInnen verschwinden, lediglich die vermeintlich unschuldigen
"Deutschen“, die sinnlos zerstörte Kunst- und
Kulturstadt finden Erwähnung.
Let`s Do
It again! Naziaufmarsch stoppen!
Für den 16. Februar 2008 plant die revanchistische „Junge
Landsmannschaft Ostdeutschland“ erneut einen „Trauermarsch“.
Anlässlich des Datums lieferten sich verschiedene Nazigruppierungen
Ende 2006 noch einen verbalen Schlagabtausch an welchem Tag, also
direkt am 13. Februar oder am Wochenende davor oder danach, denn
nun der Umzug „würdiger“ wäre. Offenbar
wird nach dem, durch die erfolgreichen antifaschistischen Proteste
verursachten, Desaster in 2007 wieder auf mehr Masse gesetzt.
Darum werden die Nazis 2008 mal wieder am folgenden Wochenende
weinend durch Dresden laufen. Zu diesem werden erneut mehrere
tausend Nazis erwartet. Dies jedoch schließt eine kleinere
Nazidemo am Abend des 13. Februars nicht aus.
Der bürgerliche Protest gegen diese
Aufmärsche beschränkt sich oftmals auf symbolische Aktionen,
die sich nicht selten als positiver Beitrag zum Gedenken oder
Revierverteidigung verstehen. Darüber hinaus hat die Dresdner
Stadtverwaltung und die Presse über Jahre hinweg den Naziaufmarsch
ignoriert oder indirekt begünstigt, indem immer wieder Versuche
unternommen wurden effektiven antifaschistischen Protest zu verhindern.
So wurden etwa Initiativen, die 2007 zu einer Blockade des Naziaufmarsches
aufgerufen haben, finanzielle Mittel gekürzt und waren von
Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes betroffen. Zudem
wurde der Naziaufmarsch im letzten Jahr sehr zum Leidwesen der
jüdischen Gemeinde zu Dresden, gleich zweifach an der Neuen
Synagoge vorbeigeführt. Wiederholte Anläufe der Gemeinde
diesen schon seit Jahren unerträglichen Zustand zu ändern,
wurden bisher von der Stadtverwaltung ignoriert.
Angesichts dieser Situation erscheint ein allzu großes Vertrauen
in „zivilgesellschaftliches Engagement“, wie es andernorts
gelegentlich vorzufinden ist, in Dresden fehl am Platze.
Eine offensive Auseinandersetzung mit dem
Nazi-„Trauermarsch“ kann dessen Hintergrund - die
Märchen vom deutschen Opfermythos - nicht ausblenden. Gerade
weil diese breite gesellschaftliche Zustimmung erfahren haben
und immer noch erfahren ist hier eine antifaschistische Thematisierung
dieses Hintergrundes nötig.
Unser Protest richtet sich gegen diese öffentliche
Gedenken im Zusammenhang mit dem 13. Februar und ein neues Denkmal
für deutsche „Opfer“ in Dresden.
Antifaschistische Kundgebungen und Demonstrationen mit mehreren
hundert AntifaschistInnen behindern nicht nur Nazis, sondern stören
auch wirkungsvoll diejenigen, die sich ein ruhiges Gedenken wünschen.
Ob das Gedenken bei bürgerlichen Trauerkundgebungen oder
im Rahmen eines Naziaufmarsches stattfindet spielt dabei eine
untergeordnete Rolle.
Wir wenden uns gegen den offenen Revanchismus und Antisemitismus
der Nazis, wie auch gegen ein scheinbar geläutertes Gedenken
der Dresdner Öffentlichkeit die, die Opfer des Nationalsozialismus
völlig opportunistisch für sich nutzen.
In diesem Sinne, Let’s do it again!
Deutsche TäterInnen sind keine
Opfer! Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!
Initiative gegen jeden Geschichtsrevisionismus!
14.12.2007
up
|