INDEX 13. Februar Dresden |
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| 13.|16.
Februar 2008 in Dresden:
Update zum 16.02.2008 - Stadt verbietet Antifa-Demoroute
Da die Stadt Dresden den Nazis den roten Teppich ausrollen möchte
und versucht jeglichen Protest auf die andere Elbseite zu verbannen,
ergeben sich folgende Änderungen für Samstag, den 16.02.2008:
Antifa-Aktivitäten
Das Verwaltungsgericht bestätigt die von der Ordnungsbehörde
vorgeschlagene Route für die "Selber Schuld"-Demo
beginnend ab 15 Uhr am Bahnhof Neustadt. Das heißt unsere
Klage gegen diese Routenänderung war nicht erfolgreich und
der Treffpunkt 10 Uhr, Altmarktgalerie ist damit hinfällig.
Wer dort auftaucht muss mit Platzverweisen durch die Polizei rechnen.
Wir empfehlen stattdessen als legalen Anlaufpunkt die VERDI-Kundgebung
um 10 Uhr am Wiener Platz direkt vor dem Dresdner Hauptbahnhof.
Kommt zahlreich und pünktlich.
Nazis
Die Route der Nazis verläuft nach bisherigen Einschätzungen
über Zwingerteich - Postplatz - Wallstraße - Külz-Ring
- Georgplatz - Petersburger Straße - Pirnaischer Platz -
Petersburger Straße -Rathenauplatz - Steinstraße -
Terrassenufer - Zwingerteich. Aufgrund der kreisförmigen
Route ist ebenso die genau umgekehrte Routenführung denkbar.
Die Nazi-Route wird sich in diesem Jahr nach bisherigem Stand
nur auf die Altstädter Seite beschränken. Um also den
Aufmarsch zu verhindern, sollten sich Antifas frühzeitig
auf der selben Elbseite aufhalten. Dabei solltet ihr euch in großen
Gruppen bewegen und nicht versprengt durch die Innenstadt laufen,
nur so ist ein wirkungsvoller Schutz vor Naziangriffen zu gewährleisten.
Die Nazis mobilisieren nach wie vor auf 13 Uhr, erfahrungsgemäß
beginnt die Hauptanreisezeit dann gegen 11 Uhr. Hier ist mit großen
Nazigruppen zu rechnen insbesondere an den Wegen zwischen Hauptbahnhof
und Naziauftaktort.
Bürgerliche Veranstaltungen
Erneut hat die Stadt Dresden den Nazis eine Route ermöglicht,
die diese direkt an der Dresdner Synagoge vorbei führt. Proteste
der jüdischen Gemeinde gegen diese in Dresden mittlerweile
seit Jahren gängige Praxis werden ignoriert und Angriffe
auf die Synagoge, wie sie beispielsweise zum 13.Februar 2005 zu
erleben waren, werden dabei stillschweigend hingenommen. Diese
Jahr wurde eine Kundgebung vor der Synagoge durch die städtische
Ordnungsbehörde verboten. Nun organisiert die jüdische
Gemeinde einen offenen Gottesdienst und eine Veranstaltung zwischen
10 und 14 Uhr. Der Stadt fiel nichts weiter ein als anzukündigen,
das Areal weiträumig mit Gittern abzusperren - nicht etwa
zum Schutze der Veranstaltung an der Synagoge, sondern um etwaige
Proteste oder Blockaden gegen den Naziaufmarsch zu verhindern.
Die jüdische Gemeinde bittet BesucherInnen des Gottesdienstes
um besonnenes Auftreten. Darüberhinaus sollten männliche
Teilnehmer eine Kopfbedeckung dabei haben.
Um
14.30 Uhr beginnt die alljährliche "Gehdenken"-Demo
des Bündnis "Dresden für Demokratie." Los
geht es am Goldenen Reiter am Neustädter Markt.
neuer
Anlaufpunkt:
VERDI-Kundgebung um 10 Uhr am Wiener Platz
direkt vor dem Dresdner Hauptbahnhof
Informationen am Tag:
siehe
short infos
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