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13. Februar Dresden |
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-mobi-history-
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13.
02. 07 - Dresden
gegen
Geschichtsrevisionismus und Nazi-Gross-Aufmarsch
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Antifa-Demo am Dienstag, 13. Februar 2007
16 Uhr Dr. Külz Ring, Altmarktgalerie
Die
Nazis haben sich ausgekäst: Nunmehr wird von allen Seiten auf
den 13. Februar mobilisiert. Daher wird am 13. Februar auch eine
Antifa-Demonstration stattfinden, die sich zum Ziel setzt, den
Nazi-Gross-Aufmarsch zu verhindern.
Thematisch
richtet sich die Antifa-Demo gegen Geschichtsrevisionismus. Dieser
lenkt in Dresden von den eigentlichen Opfern des NS ab und damit von
der Schuld der Deutschen an der Shoa. Da der Geschichtsrevisionismus
vor allem in Sachsen auch in Gestalt der Totalitarismustheorie
daherkommt, die letztlich aktuell auf links=rechts heruntergebrochen
wird, wird auch dieses Thema bei der Antifa-Demo eine Rolle spielen. Aufruf
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Termine rund um den 13.2. in Dresden
Antifa-Soli-Party
für die Kosten des 13.2.07
10. Februar,
Samstag
AZ Conni, R.-Leonhard-Str. 39
sogenannte „Aktionswoche 13.
Februar“ der Nazis
von 12. Februar bis 18. Februar
eventuell auch irgendwo
in der Innenstadt
Was die angekündigten "Kreativen Aktionen" der Nazis sein sollen,
wissen die vermutlich auch noch nicht - in
Frage kommt laut "Nationalem Bündnis" auch eine
Strassen-Umbenennung. - keep your eyes open
Antifa-Kundgebung
gegen das
öffentliche Gedenken mit Nazis am Heidefriedhof
13. Februar,
Dienstag, 10 Uhr
Eingang Heidefriedhof, Moritzburger Landstrasse (erreichbar mit Linie 3
zum Wilden Mann, weiter mit Bus)
Aufruf
zur Kundgebung
am Heidefriedhof
Antifa-Demo
"Deconstruct"
13. Februar,
Dienstag, 16 Uhr
Dr. Külz
Ring, Altmarktgalerie
Nazidemo
blockieren
13. Februar,
Dienstag, abends
irgendwo in der Dresdner Innenstadt, ab 18 Uhr treffen sich die Nazis
am Zwingerteich
Infos unter www.nazis-blockieren.tk
Gegen-Aktivitäten zur
Nazidemo in Zittau
17. Februar, Samstag
Unter dem Motto "Ein Licht für Dresden" wollen die Nazis in
Zittau marschieren.
Infos unter : lausitz.antifa.net/termine.html
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Info-Veranstaltungen
22.01.2007, 20 Uhr, Erfurt, "Offene
Arbeit" Allerheiligenstraße 9 (Hinterhaus links)
"Antifa Info Cafe": Abendveranstaltung zum Thema:
"Nazi-Großaufmarsch zur Bombardierung Dresdens"
Vorträge zu Geschichte, Mythos, Gegenwart - Video - Diskussion
25.01.07, 19 Uhr, Göttingen,
Uni Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG)
26.01.2007, 20.00 Uhr,
Weimar,
Gerber 3
30.01.2007, 19 Uhr, Döbeln, Cafe
Courage
31.01.2007, 19 Uhr, Leipzig, Conne Island
01.02.2007, 18.30 Uhr,
Chemnitz
01.02.2007, 20.00 Uhr,
Rostock,
Café Median
01.02.2007, 19.00 Uhr,
Jena,
Uni (Carl-Zeiss-Str.3), HS 8
01.02.2007, 20 Uhr,
Halle,
Ludwigstrasse 37
Lesung mit Gunnar Schubert und seinem Buch: "Die kollektive Unschuld -
Wie der Dresden-Schwindel zum nationalen Opfermythos wurde"
02.02.2007, Hamburg,
Hafenvokü
Ab 19 Uhr gibt es Suppe, Veranstaltung ab 20 Uhr, danach Kneipe mit
Cocktails.
07.02.2007, Potsdam
07.02.2007, 18 Uhr,
Marburg, Bettenhauskeller, Robert-Koch-Straße 8
08.02.2007, 19 Uhr, Berlin, Betanien
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Bericht von der Eröffnungs-Gala
Auftakt-Veranstaltung
zu den Antifa-Aktivitäten am 13. Februar 2007
Infos
zu dem 15-minütige Mobilisierungs-Video hier:
filmpiraten.de.vu
download unter
video.indymedia.org/de/2006/12/653.shtml
Am Donnerstag, den 14.
Dezember gab es einen stilvollen Auftakt der Mobilisierungskampagne zur
Antifa-Demo am 13. Februar 2007. Es fand eine, mit 50 Leuten gut
besuchte, Antifa–Gala mit zahlreichen großartigen
Premieren statt. Erstmals wurden Kampagnenplakat und Aufruf vorgestellt
– in diesem Jahr unter dem Motto: „Deconstruct -
gegen jeden Geschichtsrevisionismus - deutsche Täter_innen
sind keine Opfer. Nazigroßaufmarsch verhindern!“
Ein Vortrag
beschäftigte sich mit dem Diskurs um den
„Dresden-Mythos“, also der Legendenbildung nach dem
2. Weltkrieg, der Selbststilisierung der Dresdner_innen als Opfer eines
„sinnlosen Racheakts“ und dem damit einhergehenden
Geschichtsrevisionismus. Neben absurden Alltagsmythen innerhalb der
örtlichen Bevölkerung, wurde vor allem der offizielle
Geschichtsdiskurs kritisiert. Zwar wird konstatiert, dass ein langsamer
Wandel im Umgang mit dem Thema stattfindet - auch durch die Arbeit der
HistorikerInnenkommission, die die Opferzahlen und einen Teil des
Mythos geschichtswissenschaftlich widerlegen bzw. in ein richtiges
Maß rücken soll. Dieser Wandel hat jedoch leider
nicht zur Folge, dass die offizielle Politik sich bei den
Gedenkveranstaltungen am Heidefriedhof von den Nazis distanziert. Ganz
im Gegenteil werden die Kränze weiterhin in trauter Eintracht
zusammen abgelegt.
Zusätzlich wurde auch auf die wichtige Funktion des in Dresden
ansässigen Hannah-Arendt-Instituts hingewiesen, eins der
führenden totalitarismustheoretischen Think-Tanks in
Deutschlands. Die Arbeit des HAIT läuft darauf hinaus, aus
einer antitotalitären Sichtweise Nationalsozialismus und
Realsozialismus als die „beiden deutschen
Diktaturen“ gleichzusetzen und damit auch die
Singularität des NS in Frage zu stellen.
Darüberhinaus gaben die Referent_innen einen kurzen Abriss zur
Entwicklung des 13. Februars hin zu einem der wichtigsten
Aufmärsche der deutschen (und internationalen) Naziszene.
Außerdem
erlebten die 50 Galagäste die Erstauführung der
Filmpiraten–Produktion „Vom Mythos der unschuldigen
Stadt“. Der Film dokumentiert die
Antifa–Aktivitäten vom 13. Februar 2006 sowie das
von Opfermythos und Geschichtsrevisionismus geprägte
bürgerliche Gedenken (download unter:
video.indymedia.org/de/2006/12/653.shtml). Extra zur Premiere
angereist war einer der Regisseure des Films aus Erfurt.
Aufrufe, Plakate sowie der Vortrag mit Präsentation
können ab jetzt bestellt werden.
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No Pasaran - bis es den Nazi-Aufmarsch zum
13. Februar in Dresden nicht mehr gibt
Wo können
sich in der BRD noch Tausende Nazis weitestgehend ungestört
versammeln?
Richtig: Immer wieder in Dresden. Zuletzt hatte das "Deutsche Stimme
Pressefest" im August knapp 5.000 Nazis anziehen können, davor
der Naziaufmarsch am 11.2. genausoviele.
Wieso ist Dresden
für Nazi-Events ein solcher Erfolgsgarant, wo es doch so viele
aktive Antifagruppen in der Stadt gibt?
Einerseits gibt es hier eine Ordnungsbehörde, die
offensichtlich mit den Nazis symphatisiert und daher entgegenkommend
mit diesen zusammenarbeitet und andererseits ist Dresden ein solches
Kaff, dass es selten kritische Öffentlichkeit, geschweige denn
eine auch nur ansatzweise breite Zivilgesellschaft gibt, die sich gegen
die Nazis stellt.
Wie lässt
sich das ändern?
Im letzten Jahr konnte mit Hilfe von 1.000 Antifas ein Teilerfolg
erzielt werden: Erstmals mußte die Nazidemo zum 13. Februar
umdrehen und konnte den barocken Teil der Innenstadt nicht für
ihren Aufmarsch nutzen. Daran werden wir anknüpfen! Mit einer
breiten linken Mobilisierung - regional wie überregional -
können wir es schaffen: Jedes Jahr ein Stückchen mehr
- bis die Nazis nie wieder zum 13. Februar in Dresden laufen
können!
2007 - Doch keine zwei
Nazi-Gross-Aufmärsche!
Nach dem letzten
Aufmarsch ('06) kündigte die JLO, die stets die Anmeldung
für die Nazis besorgt, den nächsten Aufmarsch
für Samstag, den 10. Februar 2007 langfristig an. Gleichzeitig
begannen jedoch die "Freien Kräfte"-Nazis mit einer
Diskussion, den Aufmarsch wieder auf den 13. Februar zu legen, auch
wenn dies ein Wochentag ist.
Anfang November hieß es dann, dass sich
strömungsübergreifend für einen
Nazi-Aufmarsch am Dienstag, den 13. 2. 2007 geeinigt worden sei. Nur
wenige Tage später jedoch verbreitete wiederum die JLO, die
bei der Einigung dabeigewesen sein soll, dass es einen Aufmarsch am 10.
2. 2007 geben wird.
Mitte Dezember kündigt nun auch die JLO einen alleinigen
Nazi-Aufmarsch am 13. Februar an. Daher ist davon auszugehen, dass dies
nun eine definitive Position ist.
Sollte es wider Erwarten doch noch zu einer Nazimobi auf den 10.
kommen, werden von Antifaseite Gegenaktivitäten stattfinden.
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