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13. Februar Dresden |
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Gegen jeden
Geschichtsrevisionismus - am Heidefriedhof, in der Dresdner Innenstadt
und anderswo
13. Februar 2007,
10 Uhr
Kundgebung am
Eingang Heidefriedhof / Moritzburger Landstr.

Am
13. Februar 2007 findet wie in jedem Jahr auf dem Heidefriedhof das
offizielle Gedenken an die Zerstörung Dresdens in der Nacht
vom 13. auf
den 14. Februar 1945 statt.
Der Gedenkplatz auf
dem Heidefriedhof,
in der Nazizeit konzipiert und 1965 in der heutigen Form fertig
gestellt, auf dem heute Kränze durch
RepräsentantInnen der Stadt,
Bürger_innen, Vertreter_innen des Landtags und Neonazis
niedergelegt
werden, wird durch 14 Stelen in einem Rondell geprägt, auf
denen die
Namen von historisch bedeutsamen Orten angebracht sind: sieben auf der
einen Seite stehen für Konzentrationslager, sieben auf der
anderen für
im Krieg zerstörte Städte.
[Stelenkreis]
Diese Orte sind
durch die Verbrechen der Deutschen berühmt geworden; die
Aufzählung ist
jedoch unvollständig. Es handelt sich nur um Orte, deren Namen
in
besonderer Weise für die Verbrechen des
nationalsozialistischen
Deutschland stehen: das größte Vernichtungslager
Auschwitz,
Theresienstadt, wo von den Deutschen der Weltöffentlichkeit
ein
„Vorzeigeghetto“ präsentiert wurde,
weitere große oder gut
dokumentierte Konzentrationslager. Ferner Warszawa, wo die Deutschen
zwei Aufstände grausam niederschlugen, Oradour und Lidice,
zwei Städte,
die von den Deutschen aus Rache oder zur
„Partisanenbekämpfung“
vollständig zerstört wurden und schließlich
Coventry, Rotterdam und
andere Orte, die von den Deutschen im Krieg zerstört worden
waren.
Mit
diesen Namen möchte sich Dresden verglichen wissen.
Dresdner_innen
vermeinen, wähernd der Luftangriffe ähnliches
erlitten zu haben, wie
das was sie, ihre Verwandten und Bekannten anderen antaten. An anderer
Stelle werden weitere Vergleiche der Superlative eröffnet. So
auf den
offiziellen Plakaten der Stadt zum 50. Jahrestag der
Zerstörung 2005 zu
Hiroshima, der Stadt der ersten Atombombe. Alle Namen, die
berühmt sind
und für Zerstörung, vorzugsweise sinnlose
Zerstörung stehen, sind
Dresdner_innen zum Vergleich recht. Die IG 13. Februar organisiert
gemeinsame Veranstaltungen mit ehemaligen
Konzentrationslagerhäftlingen, Zwangsarbeiter_innen und Opfern
des von
den Deutschen bereits vor dem 2. Weltkrieg systematisch
zerstörten
Guernica.
Was sollen diese
Symboliken ausdrücken? Nur eines:
Dresden sei ein Superlativ, nichts komme der Zerstörung
gleich, es
handle sich um eine historische Singularität, wie etwa der
ehemalige
Bürgermeister Rossberg mehrmals öffentlich behauptete.
Eine Auflistung
dessen, wofür die Namen der Städte und Orte auf den
Stelen stehen, findet sich unten.
[Zur
Zerstörung Dresdens]
Beim
heutigen Gedenken und unzähligen Veranstaltungen in Dresden
wird ein
Bild gezeichnet, welches stets die Niederträchtigkeit der
Allierten
beschwören möchte: die Plötzlichkeit und die
Unerwartetheit des
Angriffes, die Sinnlosigkeit der Zerstörung einer unschuldigen
und
einzigartigen Stadt; die einzigartige Katastrophe.
Egal wie oft
dies wiederholt und weitergegeben wird und damit zum Mythos geworden
ist: die historisch Situation war anders als heute im kollektiven
Gedächtnis festgeschrieben. Dresden war eine Hochburg der
NSDAP, ein
militärischer und strategischer Knotenpunkt. Die Bedeutung
Dresdens als
Administrations- und Ausbildungszentrum für die deutsche
Kriegsführung
ist bekannt. Die Bevölkerung war seit mehr als 10 Jahren durch
Luftschutzübungen auf Fliegerangriffe vorbereitet. Viele
andere Städte
waren bereits zerbombt, und dies weit mehr als Dresden. Von
Unerwartetheit, Plötzlichkeit und Sinnlosigkeit kann also
keine Rede
sein.
[Verantwortung]
Viel schwerer als
die Frage nach der
Einordnung der Zerstörung Dresdens wiegt jedoch, dass die
DresdnerInnen
sich der nationalsozialistischen Herrschaft nicht entgegenstellten. Die
Frage nach TäterInnen und Opfern darf nicht beliebig
beantwortet
werden: Unter dem Deckmantel der Trauer werden jährlich
geschichtsrevisionistische Thesen formuliert. Kein Wort wird in diesem
Zusammenhang über den deutschen Angriffskrieg, den
Vernichtungskrieg im
Osten Europas und die Shoa verloren. Singulär ist Auschwitz;
der Plan,
alle Jüdinnen und Juden zu vernichten und in einem Krieg
rücksichtslos
alle Nicht-Deutschen auszubeuten, zu unterdrücken und zu
unterwerfen.
Dies war allen Deutschen und auch den Dresdnerinnen und Dresdnern
bekannt.
Heute wird viel von
Versöhnung gesprochen. Allein schon
der Gedanke an Versöhnung - ein Gedanke, der häufig
als Motiv für die
Trauer- und Gedenkarbeit benannt wurde und wird - verdeutlicht den
absurden Standpunkt, an dem das Dresdner Trauerkollektiv
festhält.
Versöhnung setzt ursächlich einen Konflikt voraus,
den es zu beenden
gilt. Der Konflikt, in diesem Fall der Zweite Weltkrieg, entstand
allerdings nicht im luftleeren Raum.
Der 13. Februar,
ein Symbol für
den herbeihalluzinierten Opferstatus der Deutschen, dürfte das
wohl
unpassendste Datum sein, diese Auseinandersetzung mit der eigenen
Geschichte zu demonstrieren. Statt den Alliierten für die
Zerschlagung
Nazideutschlands zu danken und sich mit der deutschen
TäterInnenrolle
auseinander zu setzen, sieht man sich als Opfer, das sich in
großzügiger Weise zur Versöhnung
durchgerungen hat. Eine Versöhnung
nach dem Zivilisationsbruch Ausschwitz ist nicht möglich.
[13.
Februar]
Jahr
für Jahr gedenken am Stelenkreis auf dem Heidefridhof die
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Dresden,
die Bürger_innen
und auch die Nazis. Die Absurdität dieses Zustandes bleibt
ihnen
freilich verborgen; auch der Unverfrorenheit der von ihnen verwendeten
Symbolik sind sie sich nicht bewusst.
Wenig besser wird
es am
Abend in der Stadt. Neben dem Gedenken Tausender Bürger_innen
auf
zahllosen Gedenkveranstaltungen findet der derzeit einzige
regelmäßige
und nicht verbotene Nazigroßaufmarsch in Deutschland statt.
Entgegengetreten wird dem von bürgerlicher Seite her kaum
– vor allem
nicht am Abend des 13. selbst. Da geht mensch vorzugsweise den gleichen
Tätigkeiten zu den gleichen Themen nach wie die Neonazis
– dem Gedenken
an die Opfer der Bombardierung, an die Opfer unter den
Täter_innen
unter Vernachlässigung bis hin zum völligen
Verschweigen der
geschichtlichen Umstände und der eigentlichen Opfer.
[Schluss]
Dresden
ist am 13. Februar 1945 zerstört wurden. 25.000 Menschen
starben. Dies
hatte eine Vorgeschichte: den menschenverachtenden antisemitischen
Vernichtungswahn der Deutschen und derer, die sich dem
„Volkskörper“
zugehörig fühlten; Allmachtsphantasien und
Größenwahn. Es gab keine
Verblendung durch eine einzelne Person, die allein verantwortlich
gewesen wäre. Verantwortlich und schuldig sind all jene, die
sich nicht
entgegenstellten und den nationalsozialistischen Alltag tolerierten,
akzeptierten und - im Gegensatz zur heutigen öffentlichen
Meinung - in
ihrer Mehrzahl aktiv mitgestalteten.
Wir fordern eine
öffentliche Auseinandersetzung mit den historischen
Ereignissen, die
diesen Namen verdient; bei der Täter_innen als
Täter_innen bezeichnet
werden und die Opfer nicht nur der Vollständigkeit halber am
Rande
erwähnt werden. Die Dresdnerinnen und Dresdner sollen ihre
Kränze und
Blumen an den anderen Stelen niederlegen und sich endlich dem Fakt
stellen, dass ihr vermeintlicher Opferstatus und der ihrer Stadt nicht
gleichgestellt werden kann mit Auschwitz, Bergen-Belsen, Buchenwald,
Theresienstadt, Dachau, Ravensbrück, Sachsenhausen, Warschau,
Leningrad, Coventry, Rotterdam, Lidice und Oradour.
Wir fordern,
es den Nazis zu verunmöglichen, an diesem Tag auf dem
Rücken
bürgerlicher Diskurse ihre Ideologie massenwirksam und unter
exklusiven
Bedingungen zu zelebrieren. Wir fordern tatsächlich eine
grundlegende
Änderung in den bürgerlichen Diskursen.
Und wir fordern
nicht
zuletzt die historische Aufarbeitung des Stelenkreises am
Heidefriedhof. Das heißt, dass der nationalsozialistische
Ursprung des
Denkmals als Thingplatz erwähnt, die Unmöglichkeit
des Vergleichs
zwischen Dresden und Orten der Konzentrationslager, zwischen Opfern und
Täter_innen benannt und Veranstaltungen wie diese am 13.
Februar ad
absurdum geführt werden. Es kann und darf nicht sein, dass
deutsche,
verharmlosende Gedenkdiskurse die Verbrechen der Deutschen als
Steinbrüche für die Konstruktion einer eigenen
Leidensgeschichte
missbrauchen.
Gegen jeden
Geschichtsrevisionismus. |
Wir möchten kurz erinnern,
wofür die Namen der Städte und Orte, die auf
den Stelen auf dem Heidefriedhof miteinander angeordnet sind, stehen:
Auschwitz
Auschwitz
war das größte Konzentrations- und
Vernichtungslager, das einzig und
allein zum Zweck der Vernichtung errichtet wurde. In Auschwitz wurden
mehr als 1,5 Millionen Menschen, überwiegend Jüdinnen
und Juden vergast
oder ermordet oder sie verhungerten. Nur 7.700 Häftlinge
erlebten den
Tag der Befreiung durch die Rote Armee; viele von ihnen starben noch in
den nächsten Wochen und Monaten.
Bergen-Belsen
Bergen-Belsen
war zuerst ein Kriegsgefangenenlager und ein Lager zum Austausch von
bekannten Jüdinnen und Juden gegen im Ausland internierte
Deutsche. In
den letzten Kriegsmonaten wurde es zum überfüllten
Auffanglager
umgestaltet. Ursprünglich nicht als Vernichtungslager
angelegt, sind
die Bilder nach der Befreiung Bergen-Belsens jene, die das Bild von KZs
im kollektiven Bewusstsein bestimmen: Berge von Leichen in den
verschiedensten Verwesungsstadien, dazwischen Überlebende, die
von
Krankheit, Hunger und den unmenschlichen Lagerbedingungen entstellt
waren.
Buchenwald
In Buchenwald
wurden zuerst überwiegend
politische Häftlinge, später Jüdinnen und
Juden sowie Häftlinge aus
allen von der Wehrmacht überfallenen Ländern
inhaftiert. Die Häftlinge
wurden unter unmenschlichen Bedingungen durch Zwangsarbeit in
Rüstungsbetrieben ausgebeutet. 56.000 Menschen sind in
Buchenwald
umgekommen. Die Gefangenen befreiten sich selbst.
Theresienstadt
Für
die Nazi-Propaganda diente Theresienstadt zeitweilig als
"Vorzeigeghetto", das dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz
gezeigt wurde, um Berichte über Gräueltaten in KZs zu
widerlegen. Ein
Viertel der Gefangenen des Ghettos Theresienstadt (etwa 33.000) starben
dort vor allem wegen der entsetzlichen Lebensumstände.
Theresienstadt
fungierte zudem als Transitlager. 88.000 Häftlinge wurden in
die
Vernichtungslager im Osten deportiert. Es überlebten nur ca.
4.000
Menschen.
Dachau
Dachau war eines
der ersten
Konzentrationslager, das errichtet wurde. Anfangs überwiegend
für
politische Gefangene genutzt, waren insgesamt über 200.000
Häftlinge
aus mehr als 50 Staaten in Dachau inhaftiert. 30.000 Morde wurden
registriert; mehrere Tausend weitere Opfer gelten jedoch als sicher.
Ravensbrück
Ravensbrück
galt als Frauenlager. Zwischen 1939 und 1945 waren mehr als 153.000
Häftlinge registriert worden. Zehntausende wurden ermordet,
starben an
Hunger, Krankheiten und durch medizinische Experimente. Nach dem Bau
einer Gaskammer Ende 1944 ließ die SS zwischen 5.000 und
6.000
Häftlinge in Ravensbrück vergasen. Zehntausende im
Lager verbliebene
Frauen trieb die SS auf die "Todesmärsche" in Richtung
Nordwesten. Nur
3.000 Menschen wurden aus dem Lager befreit.
Sachsenhausen
Im
KZ Sachsenhausen waren mehr als 200.000 Menschen aus ca. 40 Nationen
inhaftiert. Häftlingen waren zunächst politische
Gegner des NS-Regimes,
dann in immer größerer Zahl Angehörige der
von den Nationalsozialisten
als rassisch und biologisch minderwertig erklärten Gruppen.
Zehntausende kamen durch Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit und
Misshandlungen um oder wurden Opfer medizinischer Experimente oder
systematischer Vernichtungsaktionen der SS oder .
Warschau
Nach
der Besetzung Warschaus durch die Deutsche Wehrmacht wurden die
Jüdinnen und Juden der Stadt und Umgebung seit 1940 im
Warschauer
Ghetto - dem größten jüdischen Ghetto -
eingesperrt. Über 300.000 von
ihnen wurden deportiert und ermordet. Am 18. April 1943 brach der
Aufstand im Warschauer Ghetto aus, als die SS versuchte, das Ghetto
vollständig auszulöschen. Der Aufstand dauerte
über einen Monat. Der
zweite Warschauer Aufstand begann am 1. August 1944. Er war die
größte
Erhebung gegen die Nationalsozialisten während des Zweiten
Weltkrieges.
Der Aufstand hatte zunächst Erfolg, doch durch das unerwartete
Ausbleiben der Hilfe von außen kapitulierten die
Aufständischen am 2.
Oktober 1944; fast 200.000 polnische Soldaten und Zivilisten wurden
ermordet. Aus Rache zerstörten die Deutschen die Mehrzahl der
noch
vorhandenen Warschauer Gebäude auf dem linken Weichselufer
durch
Sprengungen. Die überlebende Bevölkerung wurde in
Konzentrationslager
oder zur Zwangsarbeit deportiert.
Leningrad
Während
des 2.
Weltkrieges wurde die Stadt fast 900 Tage lang von deutschen Truppen
belagert. In der Zeit der Leningrader Blockade, in der die Wehrmacht
auf Befehl Hitlers keine Eroberung Leningrads versuchte, sondern
stattdessen die Stadt systematisch von jeglicher Versorgung abschnitt,
starben über eine Million Zivilisten. Bei Versuchen der Roten
Armee,
die Belagerung zu sprengen, kamen etwa 500.000 sowjetische Soldat_innen
ums Leben.
Coventry
Coventry wurde 1940
von der deutschen
Luftwaffe bombardiert. Es starben 572 Menschen. Die deutsche
Heeresführung sprach danach von der "Coventrisierung" als
schneller,
luftkriegsgestützter Kriegsführung, die den Feind
überraschen und
seinen Widerstand brechen sollte.
Rotterdam
Rotterdam wurde
im Mai 1940 bombardiert, um den Widerstand zu brechen und die Eroberung
der Niederlande mit allen Mitteln zu erreichen. Über 90 Tonnen
Bomben
zerstörten die Altstadt, in der über 800 Zivilisten
ums Leben kamen,
nahezu vollständig.
Lidice
Nach dem
geglückten Attentat am
27. Mai 1942 auf den SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich,
Chef des
Reichssicherheitshauptamts, wurde als sogenannte Vergeltungsaktion an
der tschechischen Bevölkerung beispielhaft der Ort Lidice in
Brand
gesteckt, gesprengt und schließlich durch Züge des
Reichsarbeitsdienstes eingeebnet, um die Gemeinde vollständig
von der
Landkarte zu tilgen. Alle Bewohner wurden - sofern nicht bei diesem
Verbrechen umgekommen - in Konzentrationslager gebracht.
Oradour
Traurige
Berühmtheit erlangte Oradour durch das Massaker am 10. Juni
1944, bei
dem während eines Einsatzes einer Kompanie der
SS-Panzer-Division im
Zuge befohlener Partisanenbekämpfung der ganze Ort
zerstört und fast
alle Einwohner auf grausame Weise ermordet wurden.
An diesem Tag
starben 642 Menschen, von denen nur noch 52 zu identifizieren waren;
nur 36 Menschen überlebten dieses Massaker.
Dresden
Kurz
vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
zählte die
Jüdische Gemeinde in Dresden einige tausend Mitglieder. Mit
dem Tag der
Machtergreifung Hitlers nahmen die Schikanen gegen und
Übergriffe auf
Jüd_innen permanent zu. Am 9. November 1938 wurde die Synagoge
von der
SA und Dresdner BürgerInnen abgebrannt. Anfang des Krieges
richtete man
ein Zwangsarbeiter_innenlager auf dem Hellerberge ein. Von da an fuhr
täglich die sogenannte Judenbahn durch die Stadt, um die
ZwangsarbeiterInnen zu ihren Arbeitsstätten in Dresdner
Betrieben zu
bringen.
Seit 1942 wurden
Dresdner Jüd_innen in Konzentrationslager
deportiert. Der Neustädter Bahnhof und der Hauptbahnhof waren
Verkehrsknotenpunkte für die Transporte in die
Vernichtungslager des
Ostens. Die letzten Deportationen wurden durch die Bombardierung
Dresdens verhindert. Mehr als 200 Lager, einschließlich
KZ-Außenlagern,
bestanden während dieser Zeit auf dem Stadtgebiet Dresdens.
Doch
nicht dieser Teil der Geschichte Dresdens ist gemeint, wenn Dresden in
eine Reihe mit den Orten Auschwitz, Bergen-Belsen, Buchenwald,
Theresienstadt, Dachau, Ravensbrück, Sachsenhausen, Warschau,
Leningrad, Coventry, Rotterdam, Lidice und Oradour gestellt wird. Auch
wenn nun kurz in den öffentlichen Reden von Verantwortung und
Erinnerung die Rede ist - gedacht wird der Zerstörung
Dresdens,
verbunden mit einer Abwehr der Erinnerung an die wirklichen Opfer. |
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