february
15th, Dresden
We kindly ask for Your attention for the
following press release:
City of Dresden backs neo-Nazi demonstration,
police violence disperses peaceful sit-ins of protesters
Yesterday, february 13th, 62 years after
the allied air-raid over the Nazi-German city of Dresden, about
1500 people from all over Germany attended 2 anti-fascist rallies.
In the morning, 160 anti-fascists held a rally near the official
ceremony for the victims of the bombing, in the evening there
was an antifascist demonstration in the inner city of Dresden,
with over 1500 participators.
Later, 1400 neo-Nazis marched through the city, passing by the
synagogue two times. At least three peaceful sit-ins with several
thousand anti-fascist protesters were violently dispersed by all
in all 2800 policemen. It is not the first time, Dresden enforces
a neo-Nazi demonstration by any available means, probably due
to the profoundly conservative social climate - incomparable to
other cities of similar size.
In spite of bad weather both antifascist
rallies were attended by more people than last year. 160 in the
morning, more than 1500 in the evening, they vigorously voiced
public criticism of the usual commemoration politics, ignoring
the Nazi-German character of the bombed city. The rally in the
morning took place near the official commemoration ceremony, in
which several neo-Nazi groups participated.
The route of the neo-Nazi marching in the
evening was several times blockaded by peaceful sit-ins of anti-fascist
protesters, some of which were dispersed by riot police using
fists, clubs and pepper spray.
Several dozens of anti-fascists were injured. Nevertheless, the
neo-Nazi demonstration had to be delayed two hours and the route
had to be shortened by more than the half way.
2800 policemen were employed by the city
to secure the marching of the neo-Nazis. Nonetheless, they did
not prevent violent neo-Nazi groups from leaving the demonstration,
unhamperedly moving through the city and pursuing and beating
up differently minded people. This would have been the main obligation
of the exceedingly large police presence.
Yours sincerely
Teresa Stern (Antifascist Action Group „13th
of February“)
up
Dresden, 14. Februar 2007
Der Vorbereitungskreis „13. Februar“
bittet um freundliche
Berücksichtigung der folgenden Pressemittelung:
Stadt setzt Neonaziaufmarsch mit roher
Gewalt durch
Heute am 13.Februar, dem 62. Jahrestag der
Bombardierung Dresdens, nahmen am Abend rund 1500 Antifaschist_innen
aus dem ganzen Bundesgebiet an der Demonstration "DECONSTRUCT
- gegen jeden Geschichtsrevisionismus, deutsche Täter_innen
sind keine Opfer, Naziaufmarsch blockieren!" teil.
Währenddessen sammelten sich rund 1400 Nazis am Zwingerteich
um, als Höhepunkt der sogenannten "Aktionswoche gegen
das Vergessen", durch die Dresdner Innestadt zu marschieren.
Obwohl mehrere tausend Menschen die geplanten Naziroute friedlich
blockierten, setzte die Polizei den Aufmarsch mit roher Gewalt
durch.
Zum wiederholten Male fällt die Stadt damit auf, bereitwillig
die Durchführung von Neonaziaufmärsche mit allen Mitteln
zu erzwingen. Dieses gesellschaftliche Klima wären in anderen
Großstädten nicht denkbar.
Trotz starken Regens und des Termins unter
der Woche, erschienen mit 1500 Demonstrant_innen zur antifaschistischen
Bündnisdemonstration deutlich mehr Teilnehmer_innen als im
Jahr 2006. Diese zogen von 16 Uhr bis 18.30 Uhr lautstark durch
die Innenstadt und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen
die offizielle Gedenkpolitik im Umgang mit der Bombardierung Dresdens.
Im Verlaufe des Abends gelang es engagierten
Antifaschist_innen außerdem mehrmals die Aufmarschstrecke
der Nazis zu blockieren. Durch insgesamt mindestens fünf
friedliche Straßenblockaden wurde die Nazidemonstration
um mehrere Stunden verzögert und stark verkürzt. Statt
über Sachsenplatz und Straßburger Platz zu laufen,
mussten sie direkt vom Rathenauplatz
über die St. Petersburger Straße umgeleitet werden.
Dass die Nazidemonstration überhaupt
stattfinden konnte, ist einzig dem völlig überzogenen
Vorgehen der Polizei geschuldet. Die Polizei setzte Fäuste,
Schlagstöcke und Pfefferspray gegen die friedlichen Domnstrant_innen
ein. Dutzende - zum Teil schwer - Verletzte auf Seiten der Antifaschist_innen
sind die traurige Bilanz des Tages. Allerdings war die Polizei
nicht Willens, Gruppen von Nazi-Schläger_innen, welche Jagd
auf Andersdenkende machten, innerhalb ihrer Demonstration zu halten.
Dies wäre die eigentliche Aufgabe des im Vergleich zum letzten
Jahr verdoppelten Polizeiaufgebots gewesen.
Teresa Stern vom Vorbereitungskreis "13.
Februar" sagte dazu: "Unterm Strich ist der Tag als
Erfolg zu werten. So viele entschlossene Antifaschist_innen, die
die Naziroute um mehr als die Hälfte verkürzten, zeigen,
dass, die langjährige kritische Auseinandersetzung mit den
Mythen in der Dresdner Bevölkerung, Früchte trägt.
Nicht etwa das "Bündnis für Demokratie" oder
andere bürgerliche Gruppierungen, welche meinen, das "richtige
Gedenken gegen den Missbrauch der Nazis schützen"
zu müssen,trugen die Sitzblockaden. Vor allem waren es genau
die antifaschistischen Jugendlichen, welche die Stadt im Vorraus
zu diffamieren und kriminalisieren versuchte. Damit schuf sie
eine Legitimation für die unverhältnismäßige
Gewaltanwendung der Polzei, die sich in gezieltem Schlagstockeinsatz
auf die Köpfe der Demonstrant_innen ausdrückte."
Schöne Grüße
Teresa Stern
(Vorbereitungskreis „13.Februar“)
up
Dresden, 13. Februar 2007
Der Vorbereitungskreis „13. Februar“
bittet um freundliche Berücksichtigung.
Dresden: Kundgebung mit 160 Antifaschist_innen
Über 160 Menschen nahmen heute morgen
an der Kundgebung "Gegen jeden Geschichtsrevisionismus"
am Heidefriedhof teil. Die Kundgebung richtete sich gegen die
den historischen Kontext nicht berücksichtigenden Trauerveranstaltungen
für deutsche Opfer des 2. Weltkrieges und gegen die Konstruktion
deutscher Opfermythen. Im Vorjahr hatten an einer vergleichbaren
Demonstration am Morgen des 13. Februar 100 Antifaschist_innen
teilgenommen.
Unterdessen legten auf dem Heidefriedhof
Dresdner Bürger_innen und Politiker_innen gemeinsam mit den
NPD-Fraktion der Landtage Sachsens und Mecklenburg-Vorpommerns
Kränze für die Opfer der alliierten Bombenangriffes
auf das nationalsozialistische Dresden nieder. Die NPD-Fraktionen
wurden von etwa einem Dutzend militanter Neonazis aus dem
Spektrum der sogenannten "Freien Kräfte Sachsen"
begleitet. Bereits gesren abend hatten Neonazis in Dresden ein
alternatives Zentrum angegriffen.
Ab 16 Uhr wird auf dem Dr.-Külz-Ring
die Antifademo "Deconstruct! Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!"
stattfinden. Teresa Stern vom Vorbereitungskreis der Antifademo
sagt dazu: "Die Kundgebung am morgen werten wir angesichts
der im Vergleich zu 2006 gestiegenen Beteilugung als Erfolg und
gutes Zeichen im Hinblick auf die Demonstration heute abend."
Zur gleichen Zeit werden mehr als 1000 Neonazis
in der Dresdner Innenstadt aufmarschieren. Daneben finden ebenfalls
in der Dresdner Innenstadt mehrere bürgerliche Gedenkveranstaltungen
statt, die sich teilweise ebenfalls gegen den Neonaziaufmarsch
richten - teilweise aber auch ohne inhaltliche Abgrenzung zu den
Neonazis.
Schöne Grüße
Teresa Stern
(Vorbereitungskreis „13.Februar“)
up
Dresden, 13. Februar 2007
Mit Bitte um freundliche Beachtung der folgenden
Pressemitteilung
Nazi-Angriff auf das AZ Conni
Am Vorabend zum 13.Februar wurde gegen 20:30
Uhr das AZ Conni in Dresden von etwa 20-30 Nazis angegriffen.
Mehrere Scheiben gingen dabei zu Bruch, Eier wurden gegen die
Fassade geschmissen. Ein schlecht gesprühtes Transpi wurde
am Tor befestigt. Darauf war zu lesen: "13. Februar - alles
schon vergessen". Unterschrieben war es mit aktionsbuendnis-gdv.de.
Teresa Stern vom Vorbereitungskreis der Antifademo „Deconstruct!
Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!“ meint dazu: „Damit
ist klar, dass hinter dem selbsternannten Bündnis gegen das
Vergessen nichts anderes als die üblichen Schlägernazis
stecken.
Im Internet hatten die Nazis bereits "kreative" Aktionen
angekündigt.
Insofern kam der Angriff keinesfalls überraschend, er verdeutlicht
vielmehr das aggressive Potential der Ewiggestrigen. Ob diese
Aktion dem selbst auferlegten Trauercharakter der Aktionswoche
zum 13. Februar gerecht wird, mag dahin gestellt sein.“
Viele Grüße
Teresa Stern (Vorbereitungskreis „13.
Februar“)
up
Dresden - February 11th,
2007
We kindly ask for Your attention for the
following press release:
One of the largest annual neo-Nazi
demonstrations in Europe to take place in Dresden on Ferbruary
13th
The last large annual neo-Nazi rally of
contemporary Germany will take place in Dresden on February 13th,
the date of the destruction of Dresden 62 years ago. The importance
of this event for the interior structures and organization of
the neo-Nazis is enormous. It is expected, that more than 1000
neo-Nazis will attend the event (2005: 6000, 2006:4200, note that
the neo-Nazi demonstration was held on the weekends before or
after February 13th in these years.), among others several militant
neo-Nazi groups the three complete neo-Nazi parliamentary groups
of German state parliaments: the „National Democratic Party“
in Saxony and Mecklenburg-Vorpommern and the „German People's
Union“ in Brandenburg.
Teresa Stern, member of the Antifascist
Action says: „The most stunning fact about February 13th
in Dresden is that neo-Nazis and mainstream society engage partly
in the same events with the same goals: the commemoration of German
victims of the destruction of Dresden in 1945.
Nevertheless, a more recent development of the last years is,
that not only radical antifasist groups, but also moderate left
parties and syndicates fight the annual neo-Nazi rally.“
In 2007 a manifesto, which is signed by
antifacist, radical or moderate left or syndicalist groups as
well as members of state and federal parliament, calls for a blockade
and thereby the prevention of the neo-Nazi demonstration. In 2006
the neo-Nazi demonstration had been blocked and stoped on a bridge
in the inner city of Dresden.
Furthermore, two antifascist rallies will
be held on February 13th – one rally at 10am near the „Heide“-cemetary
and the demonstration „Deconstruct!“ at 4pm in the
inner city of Dresden, starting at Dr-Külz-Ring.
Yours sincerely
Teresa Stern (Antifascist Action Group „13th
of February“)
up
Dresden - February 11th,
2007
We kindly ask for Your attention for the
following press release:
Two antifascist rallies against context-ignoring
commemoration of German World War II victims in Dresden
On February 13th 2007, two antifascist rallies
against the usual commemoration of the 62 year ago destruction
of Dresden by British and American pilots will be held.
The antifascist rally at 10am will take
place near the site of the official commemoration which will be
attended by the local politicians, public figures, government
and parliament of Saxony. As there are several (former 12, now
neo-Nazi members of the Saxon parliament („National Democratic
Party“), this official act will be held in the presence
of neo-Nazis, with the latter as well engaging in holocaust denial,
belittlement of nationalsocialist German crimes and maintaining
of close relationships to militant Skinhead groups.
At 4pm there will be the antifascist demonstration
„Deconstruct!“ in the inner city of Dresden, starting
at Dr-Külz-Ring. As Teresa Stern, member of Antifascist Action
explains: „Our goal is to represent our antifascist position
in the public and at the very locations of the usual official
and non-official commemoration of German victims. We oppose any
commemoration of the destruction of Dresden, that conceals the
Nazi crimes and their victims as well as the fact that many of
the inhabitants of Dresden in these times knew about or took part
in commiting these crimes.“
Over the decades, the destruction of Dresden,
then not among the most noteworthy events of World War II, has
developed its own myth. The most important parts of which are
the myth of Dresden as an innocent city right in the middle of
Nazi-Germany, the myth of a sudden and unforeseeable destruction,
the myth of Dresden as a Baroque metropolis beyond retrieval and
lastly some audacious lies as the employment of phosphor bombs
and strafers by the allied forces. From this view, the commemoration
is – in the case of the mainstream society – suitable
if not – in the case of the neo-Nazis – dedicated
to celebrate innocent Nazi victims and charge the allied forces
with war crimes.
Questions You might have will be answered
at the rally at 10am near the Heide-cemetary, at 4pm at the demonstration
at Dr-Külz-Ring next to the loudspeaker car (registration
in advance via email will be welcomed). If You want to visit the
rallies and take photos, You are required to register next to
the loudspeaker car.
Yours sincerely
Teresa Stern (Antifascist Action Group „13th
of February“)
up
Dresden, 11. Februar 2007
Der Vorbereitungskreis
„13. Februar“ bittet um freundliche
Berücksichtigung der folgenden Pressemitteilung:
Polizei kündigt massiven Einsatz
gegen Gegner_innen des Nazigroßaufmarsches am 13. Februar
an
Die Polizeidirektion Dresden kündigte
am Dienstag den Einsatz eines bis zu 2500 Personen starken Polizeiaufgebots
an. Gleichzeitig wurde ein von bürgerlichen, linken und gewerkschaftlichen
Gruppen und Personen unterstützter Aufruf zur Blockade des
Nazigroßaufmarsches als „rechtswidrig“ gebrandmarkt.
(www.nazis-blockieren.tk)
Auch bei der erfolgreichen Blockade im letzten
Jahr waren Ermittlungen gegen die Blockierenden aufgenommen worden,
diese wurden jedoch aufgrund mangelnden öffentlichen Interesses
eingestellt. Andersherum betrachtet, wurden die Ermittlungen eingestellt,
weil es ein öffentliches Interesse daran gibt, Neonaziaufmärsche
nicht einfach hinzunehmen. Eine Blockade stellt rechtlich gesehen
zunächst eine Ordnungswidrigkeit und keine Straftat dar.
Eine Straftat ist möglicherweise konstruierbar, wäre
aber ein ungemein hartes und bei friedlichen Straßenblockaden
nicht übliches Vorgehen. Im letzten Jahr hatten sich vor
allem junge aber auch viele ältere Menschen entschlossen
gezeigt, den Neonazis keinen Meter Aufmarschraum in Dresden zu
überlassen.
Teresa Stern vom Vorbereitungskreis der
Antifademo „Deconstruct! Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!“
sagt hierzu: „Die zuständigen Behörden sehen,
wie die Stärke des Aufgebots zeigt, eine Gefahrensituation.
Die Gefahr wird jedoch in linken Veranstaltungen gesehen und nicht
im Großaufmarsch der Neonazis, der voraussichtlich erneut
unmittelbar vor der Synagoge verlaufen wird. Bereits in den Vorjahren
hatten die Neonazis Jahr für Jahr am Abend des 13. Februar
einen „Fackelmarsch“ vor
der Synagoge durchgeführt – nie war die Lage von Polizei
oder Versammlungsbehörde als Gefahrensituation identifiziert
worden.
Wir weisen darauf hin, dass der Neonaziaufmarsch
um die Etablierung eines Gedenkens ausschließlich für
deutsche Opfer und eines Mythos um alliierte Kriegsverbrechen
an Nazis bemüht ist. Nach wie vor geben sich aber auch breite
Schichten der Dresdner Bürger_innen am Abend des 13. Februar
unreflektierten Trauerveranstaltungen hin. Diese verharmlosen
den historischen Kontext der alliierten Bombardierung und greifen
dem Naziaufmarsch argumentativ unter die Arme.“
Viele Grüße
Teresa Stern
(Vorbereitungskreis "13.Februar")
up
| Dresden, den 08.02.2007
| PRESSEMITTEILUNG
| Politik / Inneres / Regionales –
| zur Vorlage bei der zuständigen Redaktion
Dresden: Kundgebung gegen Bombardierungs-Gedenken
geplant
Eine linke Kundgebung wird am Vormittag
des 13. Februar vor dem Dresdner Heidefriedhof stattfinden. Die
Veranstaltung wird unterstützt durch antifaschistische Gruppen
u.a. aus Dresden, Leipzig und Berlin und bildet den Auftakt zu
vielfältigen Aktivitäten an diesem Tag, die sich sowohl
gegen den Naziaufmarsch am Abend wenden als auch das bürgerliche
Gedenken an die Bombardierung Dresdens vor 62 Jahren kritisieren
sollen.
Treffpunkt ist 09.30 Uhr an der Endhaltestelle der Linie 3 (Wilder
Mann), die Kundgebung wird am Eingang des Heidefriedhofs (Moritzburger
Landstraße) um 10:00 beginnen.
Die Kundgebung wird unter dem Motto „Wenn
Deutschland, dann Dresden“ stehen und sich durch Redebeiträge
gegen Geschichtsrevisionismus aussprechen. „Damit wollen
wir das institutionalisierte Gedenken an die Opfer der Bombardierung
Dresdens inhaltlich angreifen“, erklärt Klara Naumann,
Pressesprecherin der an der Organisation beteiligten Leipziger
Antifagruppe (LeA). „Bei diesem Gedenken wird so getan,
als habe die Stadt Dresden nichts mit dem Nationalsozialismus
zu tun gehabt. Und es wird völlig ausgeblendet, dass die
Bombardierung Dresdens durch die Alliierten kriegsverkürzend
war.“
Auf dem Heidefriedhof findet das offizielle
Gedenken der Stadt Dresden statt. Daran beteiligten sich in den
letzten Jahren wiederholt Rechtsextreme, beispielsweise die NPD-Landtagsfraktion
sowie Angehörige so genannter Kameradschaften. „Eine
Abgrenzung findet nicht statt.
Bürger und Politiker gedenken mit den Nazis gemeinsam und
legen nebeneinander ihre Kränze ab“, stellt Naumann
fest. „Das scheint uns sehr symptomatisch für das jährliche
Dresdengedenken, bei dem man sich selbst zu Opfern stilisiert.
Das ist auch für Nazis anschlussfähig.“
Rechtsextreme nutzen die Jährung der
Bombardierung Dresdens seit vielen Jahren für Aufmärsche.
Im Jahr 2005, zum 60. Jahrestag, mobilisierte die rechte Szene
über 6.500 Anhänger und veranstaltete damit einen der
größten Naziaufmärsche der Nachkriegsgeschichte.
Im vergangenen Jahr konnte die Route des Naziaufmarsches erstmals
wirksam blockiert werden.
--> Treffpunkt ist 09:30 Uhr an der Endhaltestelle
der Linie 3 (Wilder Mann), Kundgebungsbeginn ist 10:00 Uhr am
Eingang des Heidefriedhofs (Moritzburger Landstraße). Die
antifaschistische Bündnisdemonstration gegen den Naziaufmarsch
beginnt 16 Uhr am Dr. Külz-Ring/Altmarktgalerie.
Medienvertreter sind zu beiden Veranstaltungen willkommen.
– Klara Naumann
für die Leipziger Antifagruppe (LeA)
herausgegeben von:
| LEIPZIGER ANTIFA (LeA)
| c/o Conne Island
| Koburger Str. 3
| 04277 Leipzig
up
Dresden, 9. Februar 2007
Der Vorbereitungskreis der Antifademo „Deconstruct!
- Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!“ bittet um freundliche
Berücksichtigung der folgenden Pressemitteilung:
Infoveranstaltung zum 13. Februar am
Samstag (10.2.)
Am Samstag, den 10. Februar um 21 Uhr wird
es eine letzte Infoveranstaltung zum diesjährigen 13. Februar
von Seiten des
Vorbereitungskreises der Antifademo „Deconstruct! - Gegen
jeden Geschichtsrevisionismus! Deutsche Täter_innen sind
keine Opfer! Nazigroßaufmarsch verhindern!“ geben.
Diese findet im Rahmen eines Solikonzertes im AZ Conni statt,
bei dem anschließend die Bands „Le Singe Blanc“
und „Don Vito“ sowie DJ_anes auftreten werden. Unterdessen
ist eine Klage gegen inakzeptable Auflagen der Antifademo vor
dem Oberverwaltungsgericht anhängig.
Zum 13. Februar 2007 wird es neben der Antifakundgebung
„Gegen jeden Geschichtsrevisionismus“ um 10 Uhr am
Heidefriedhof und der Antifademo um 16 Uhr am Dr.-Külz-Ring
mehrere bürgerlich-linke und gewerkschaftliche Veranstaltungen
gegen Nationalismus und im Konkreten gegen den „Trauermarsch“
der Neonazis geben. Daneben existiert ein von zahlreichen antifaschistischen
Gruppen, Verbänden und Politiker_innen unterzeichneter Aufruf,
die Nazidemo zu blockieren.
Teresa Stern vom Vorbereitungskreis der
Antifademo sagt dazu: „Der Vorbereitungskreis begrüßt
die Bestrebungen, den Naziaufmarsch zu verhindern ausdrücklich.
Dass Initiativen gegen Nazis in Dresden am 13. Februar bürgerliche
Unterstützung finden ist jedoch eine relativ neue Entwicklung
der letzten Jahre.“
Gegenwärtig wird durch den Vorbereitungskreis
der Antifademo vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die rigorosen
Auflagen der Dresdner Versammlungsbehörde geklagt. Das Ordnungsamt
hat die Demoroute außerdem bereits auf etwa die Hälfte
zusammengestrichen und bedeutsamer Streckenabschnitte beraubt.
Mit freundlichen Grüßen
Teresa Stern
(Vorbereitungskreis „13.Februar“)
up
Dresden, 17. Januar 2007
Der Vorbereitungskreis
„13. Februar“ bittet um die freundliche
Berücksichtigung der folgenden Pressemitteilung:
Stadt Dresden versucht Protest
gegen den Neonazi-Großaufmarsch am 13. Februar zu verhindern.
Am 2. Februar wurde den Veranstalter_innen der bundesweiten antifaschistischen
Demonstration "Deconstruct, Geschichtsrevisionismus auseinandernehmen,
Naziaufmarsch verhindern" der Auflagenbescheid der
Stadt Dresden zugestellt.
Daraus geht hervor, dass die Stadt Dresden ursprünglich plante,
die Demonstration zu verbieten. Als mildere Form der Verhinderung
der Demonstration wurde die Route stattdessen wesentlich verkürzt
Mit willkürlichen Argumentationsketten unterstellt die Stadt
Dresden, dass die VeranstalterInnen Straftaten planen würden.
Das Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wird dabei
ad absurdum geführt, wenn bspw. behauptet wird, Ziel der
Demonstration sei es, den Neonazi-Aufmarsch zu blockieren. Behauptet
wird, dass der Stadt Beweise vorliegen würden, dass mutmaßlich
zu erwartende Teilnehmer_innen der Demonstration im vergangenen
Jahr sich an einer Blockade gegen den
Neonaziaufmarsch beteiligt hätten.
Dazu heißt es von den Veranstalter_innen:
" Wir stellen fest, dass die von der Stadt Dresden für
den Auflagenbescheid herangezogene Kampagne "Nazis blockieren",
welche direkt zu einer Blockade des Neonazi-Aufmarsch aufruft,
in keinerlei Zusammenhang mit unserer Demonstration steht. Außerdem
weisen wir daraufhin, dass der Aufruf zur Blockade u.a. von „Gesicht
zeigen - Aktion für ein weltoffenes Deutschland e.V“,
einer Kampagne von Uwe-Karsten Heye, Paul Spiegel und Michel Friedman
sowie „Mut gegen rechte Gewalt“ eine Initiative der
Amadeo Antonio Stiftung unterzeichnet wurde."
Wir fragen uns, wie ernst es die Stadt Dresden mit der Auseinandersetzung
um Neonazismus nimmt. Offensichtlich ist für die
Stadt Dresden der Neonazi-Großaufmarsch das kleinere Übel
gegenüber einer Demonstration gegen Neonazismus und Geschichtsrevisionismus.
Jakob Lenke vom Vorbereitungskreis 13. Februar
sagt hierzu: "Die Stadt Dresden sollte endlich Farbe bekennen.
An der von der Stadt Dresden als "Beweis" herangezogenen
Blockade im letzten Jahr beteiligten sich nicht nur Dutzende Dresdner
Bürger_innen sondern auch Landtags- und Bundestagsabgeordnete
mehrerer Parteien, welche nun zu den genannten Veranstaltungen
in diesem Jahr aufrufen. Wenn in Dresden dieses Engagement als
unrechtmäßig verstanden wird, sollte die Stadt so viel
Courage haben, dies auch direkt zu benennen."
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Lenke
up
Dresden,
January 17th, 2007
We kindly ask for Your attention for the
following press release:
Large neo -Nazi demonstration on the
13th of February 2007 in Dresden
Like every year German neo -Nazis plan 2007
a large demonstration in Dresden in memory of the bombardment
by the allied troops of the Anti --Hitler --Coalition in World
War II. Antifascist groups from all over Germany will organize
a counter demonstration.
The slogan of the antifascist demonstration
will be: "Deconstruct!
Against all kinds of historical revisionism. German offenders
are no victims. Block the neo -Nazi --demonstration!" Main
topic of the call to the demonstration is the severe criticsm
on the revisionist view on the history of Nazi --Dresden by most
people and officials from Dresden. The city is presented as an
innocent victim of the Anti --Hitler --Coalition bombardment.
Truth is that Dresden was a national socialist city like every
other German town under Hitler. Dresden had the highest rate of
members of the Hitler --Party NSDAP. Between 1933 and 1945 there
were all in all 200 labour camps for Jews, war prisoners, and
other victims of the Nazi administration operated in and around
the city.
In the official memory Dresden is lined
up in one row with Auschwitz, Coventry, Buchenwald or Oradour
--manifested for example in in a memorial monument on the "Heide"-cemetery
in Dresden. Every year on 13th February, the members of the parliament
of Saxony remember the German victims of the bombardment at the
site of this monument. Since 2004, the neo-Nazi party NPD is represented
in the Saxon Parliament and will, for this, take part in the official
ceremony.
The annual neo-Nazi demonstration with over
4500 participants in 2006 is the last large up to now legal neo-Nazi
demonstration in Germany. "But the aim on the 13th of February
2007 will be to completely prevent the neo -Nazi rally!",
says Jakob Lenke from the Antifascist Action Group "13th
of February".
Yours sincerely
Jakob Lenke (Antifascist Action Group "13th
of February")
up
Dresden, 17. Januar 2007
Der Vorbereitungskreis "13. Februar"
bittet um die freundliche Berücksichtigung der folgenden
Pressemitteilung:
Antifa Demonstration am 13. Februar
2007 in Dresden
Am 13. Februar 2007 planen Neonazis in Dresden
wieder ihren alljährlichen Großaufmarsch zum Gedenken
an die Bombardierung der Stadt im II. Weltkrieg. Ein bundesweiter
Zusammenschluss verschiedener Antifa --Initiativen organisiert
deshalb eine antifaschistische Gegendemonstration.
Die Antifa --Kampagne steht unter dem Motto:
"Deconstruct! Gegen jeden Geschichtsrevisionismus. Deutsche
Täter_innen sind keine Opfer.
Nazigrossaufmarsch verhindern." Inhaltlicher Schwerpunkt
des Aufrufes ist das von Opfermythos und Geschichtsrevisionismus
geprägte bürgerliche Gedenken zum "13. Februar",
sowie die Rolle Dresdens in NS -Deutschland.
Der Neonaziaufmarsch ist mit über 4500
Teilnehmer_innen 2006 der größte dieser Art in Deutschland.
Mit dem Verbot der Aufmärsche in Halbe und Wunsiedel ist
es auch die letzte verbliebene Großdemonstration. "Ziel
ist es deshalb in diesem Jahr den Naziaufmarsch komplett zu blockieren!",
so Jakob Lenke von der Dresdener Antifa.
Mit freundlichen Grüßen
Jakob Lenke (Vorbereitungskreis "13. Februar")
up
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