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"Wer glaubt, dass am kommenden Samstag mehrere tausend Nazis
unbehelligt durch Dresden marschieren können, hat die Rechnung
ohne uns gemacht", so die Aussage der Gruppe von Antifas,
die am vergangenen Montag Abend auf der Königstraße
einen Vorgeschmack darauf gab, was die Nazis am 11.02. in Dresden
erwarten wird.
Auf der letztjährigen Demoroute des Nazitrauermarschs wurde
zu Übungszwecken Barrikaden errichtet: "Die Erfahrungen
des letzten Jahres haben gezeigt, dass das gar nicht oft genug
geübt werden kann. Die Polizei ist ja auch ständig im
Training, um Naziaufmärsche gegen antifaschistischen Widerstand
durchzusetzen. Da ist es nur folgerichtig, dass wir hin und wieder
auch mal unser Barri -Bau - Einmaleins auffrischen", so die
Antifaschist_innen.
Für den Samstag wird zu einer Antifa-Demonstration unter
dem Motto: "Destroy the Spirit of Dresden - Deutsche TäerInnen
sind keine Opfer - Gegen jeden Geschichtsrevisionismus" und
zur anschließenden Verhinderung des Nazitrauermarschs mobilisiert:
"Es wird Zeit den Nazis einen wirklichen Grund zum Trauern
zu geben - die Verhinderung des Aufmarsch ist da eine prima Gelegenheit.
Darüber hinaus gilt es dem -nicht nur von Nazis gepflegten-
deutschen Opfermythos entgegenzutreten", so die Antifas.
Einige zivilgesellschaftliche Initiativen und diverse Parteien
laden zu einer Demokratiemeile in die Dresdner Altstadt ein, um
ein Zeichen gegen den Naziaufmarsch zu setzten, das allein genügt
den Antifas aber nicht: "Wenn der Naziaufmarsch verhindert
werden will, dann heißt es selber Hand anlegen. Kerzen abstellen
wird kaum einen Nazi beeindrucken. Außerdem finden wir es
sowieso äußerst problematisch, dass an der Demokratiemeile
Parteien beteiligt sind, die am Samstag gegen Nazis protestieren
wollen, und dann zwei Tage später mit denselben Nazis deutschen
"Opfern" auf dem Dresdner Heidefriedhof gedenken werden."
Wir möchten alle recht herzlich einladen den "spirit
of Dresden" zu brechen und Naziaufmarsch als auch Gedenkspektakel
gehörig ins wanken zu bringen. "Die Gelegenheit für
kreativen und entschlossenen antifaschistischen Protest sind günstiger
denn je zuvor", so die Antifas.
In diesem Sinne: Auf nach Dresden. Naziaufmarsch rocken. Geschichtsrevisionismus
und Opfermythen angreifen. |