| Lokalpresse vom Feinsten, die Leserbriefe
wie immer im NS-Propaganda-Stil gehalten und als absolutes special
eine online-Umfrage.
Braucht Dresden nach dem Wiederaufbau der Frauenkriche einen neuen,
zentralen Ort der Erinnerung an die Bombennacht vor 58 Jahren?
Während sich am 10. Februar 03 die im Print veröffentlichten
Zahlen (2/3 Ja zum Mahnmal) umgedreht zur Online-Version verhielten,
gibt das Print vom 11. Februar diese Zahlen an: 2/3 Nein zum Mahnmal,
1/3 Ja.
Voting: www.sz-online.de/denkmal
up Print Sächsz, 11. Februar 03
Braucht Dresden nach dem Wiederaufbau
der Frauenkriche einen neuen, zentralen Ort der Erinnerung an die
Bombennacht vor 58 Jahren? Eine Diskussion in der Sächsischen
Zeitung
Nach den Berichten (SächZ v. 8. 2.) um das Gedenken an den
13. Februar erreichten die SächsZ zahlreiche Reaktionen. Auf
die Frage: Braucht Dresden einen neuen, einen zentralen Ort des
Gedenkens antworteten beim Internet-Voting bisher 61,5 Prozent mit
Nein. 38,5 Prozent antworteten mit Ja. 340 Personen stimmten bislang
ab. Viele Leser schrieben zudem ihre Meinung.
up
Leserbrief 1: Von einem Verschwörungstheoretiker,
der zudem friedensbewegt Nazi-Deutschland mit Irak gleichsetzt.
Natürlich braucht Dresden wieder ein Denk- bzw. Mahnmal. Die
Bombardierung Dresdens (...) war ein Kriegsverbrechen (...)
Auch Ludwig Güttler hätte nicht so viel Resonanz auf seine
Initiative gehabt, wenn der Wiederaufbau der Frauenkirche nicht
politisch gewollt wäre. Schließlich wurde als erstes
der Hinweis auf die anglo-amerikanischen Bomber [sic! Göbbels-Zitat]
in der Gedenktafel getilgt.
Gerade diese Erinnerung ist aber wichtig, möchten doch die
selben Staaten im Irak etwas Analoges wiederholen! die Ruine der
Trinitatiskirche wäre eine geeignete Gedenkstätte. [ist
momentan ein Zentrum der Friedensaktivisten...]
Dr. Gerhard Klein
Leserbrief 2: Dieser kennt das NS-Propaganda-Zitat ein bisschen
besser.
Natürlich sollte man in Dresden für das Gedenken an das
grauenhafte Geschehen des anglo-amerikanischen Luftterrors ein Mahnmal
installieren. (...) Dieses Verbrechen darf niemals in Vergessenheit
geraten!
Der Bildband: "Dresden - eine Kamera klagt an" könnte
zum Thema einer Dauerausstellung werden.
A. Schmidt
up
Print SächsZ, 10. Februar 03
13. Februar: Zwei Drittel fordern Ort
des Gedenkens
Dresden braucht endlichen einen Platz, um der Opfer des 13. Februars
45 würdig gedenken zu können. Diese Meinung vertraten
bei einer Umfrage bei sz-online 65%. 35% waren der Ansicht, dass
die Stadt andere Probleme dringender lösen müsse.
Vor 58 Jahren versank Dresden in Schutt und Asche. Bis heute erinnern
die Bürger mit Kerzen an ganz verschiedenen Orten der Stadt
an die Schreckensnacht. (sz)
www.sz-online.de/denkmal
up
|