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Dresdner Export (1)
Auch wenn sich die Dresdner in ihrem Opfertaumel einer wohlwollenden
Betrachtung anderer Deutscher schon länger sicher sein konnten,
so war der Export ihrer Rituale bisher im Wesentlichen auf Aktivitäten
von Neonazis zurückzuführen. Magdeburg, Hamburg und
Pforzheim wurden in den letzten Jahren so Schauplätze von
Neonazi-Aufmärschen.
Doch dann kam Walser, auf Walser kam Grass, und schließlich
war der Weg frei für Jörg Friedrich, der die Terminologie
von Terror und Holocaust in Bezug auf das militärische Vorgehen
gegen Nazi-Deutschland bis weit in die gesellschaftliche Mitte
etablierte.
Wenn jetzt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen offiziellen Gedenktag
für deutsche Opfer fordert, so verbindet sie das mit dem
Hinweis auf die "anstehenden 60. Jahrestage". 60 Jahre
nach Stalingrad wird also die Erinnerung an den verlorenen Krieg
als Leidensweg eingeläutet. 2 Jahre werden die Deutschen
nun einer verlorenen Schlacht nach der anderen nachtrauern, um
dann den Schlussstrich als vollzogen melden zu können.
No amnesty for germany!
Krieg war die richtige Antwort auf den deutschen Vernichtungskrieg!
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Der Spiegel 5/2003
Zweiter Weltkrieg
Gedenktag für Bombenopfer
Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag fordert einen Gedenktag
für die deutschen Bombenopfer im Zweiten Weltkrieg. Anlass
sind die anstehenden 60. Jahrestage der Bombardierungen. Es sei
"eine sittliche Pflicht der Bundesrepublik Deutschland",
der Luftangriffe zu gedenken, heißt es in einem Antrag des
CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler, der in dieser Sitzungswoche
ins Parlament eingebracht werden soll. Darin wird die Bundesregierung
aufgefordert, "eine Konzeption vorzulegen, wie in angemessener
Form" an die Luftangriffe erinnert werden könne. Mit
der Forderung an einem Gedenktag knüpft die Union auch an
eine Tradition aus der DDR an. Dort gedachten etwa die Bürger
Dresdens jedes Jahr am 13. Februar mit brennenden Kerzen der Zerstörung
ihrer Stadt im Jahr 1945. Ähnliche Gedenkfeiern fanden auch
in Magdeburg und anderen Städten statt.
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Bundestagsdrucksache15/267 vom 20.12.2002
1. Abgeordneter
Dr. Peter
Gauweiler
(CDU/CSU)
Hat die Bundesregierung die derzeitige, historische Debatte um
den Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung im Zweiten
Weltkrieg - aktuell geschildert in dem Buch "Der Brand"
des renommierten und international ausgezeichneten Historikers
Jörg Friedrich über die Systeme der Alliierten, mehr
als tausend Städte und Ortschaften bis zum Kriegsende in
Flammen zu setzen - und die in diesem Zusammenhang geführte
Diskussion, zum Beispiel in der "Süddeutschen Zeitung"
vom 5. Dezember 2002, dass es "keinen Grund gibt, warum die
Deutschen nicht der Opfer des alliierten Bombenterrors gedenken
sollten" zur Kenntnis genommen, und wie bewertet die Bundesregierung
diese Debatte?
2. Abgeordneter
Dr. Peter
Gauweiler
(CDU/CSU)
Sieht auch die Bundesregierung das Gedenken an die Opfer dieser
"systematisch geplanten und durchgeführten Vernichtungskampagne
gegen Deutschlands Städte" durch die Bombardierung von
"30 Millionen Zivilpersonen, überwiegend Frauen, Kinder
und Alte" (so Jörg Friedrich), als Bestandteil ihrer
Pflege der Erinnerungskultur im wiedervereinigten Deutschland
an, und in welchen konkreten Maßnahmen äußert
sich dies?
Antwort der Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien Staatsministerin Dr. Christina Weiss
vom 13. Dezember 2002
Die Bundesregierung begrüßt die publizistische und
wissenschaftliche Diskussion über den Bombenkrieg gegen die
Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg. Sie wird sie allerdings
nicht bewerten.
Die richtigen Orte für die Erforschung und die Darstellung
dieses sehr ernsten Themas sind auf Bundesebene insbesondere das
Deutsche Historische Museum in Berlin und das Haus der Geschichte
der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Im Widmungstext der Zentralen
Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland in der Neuen
Wache zu Berlin heißt es dazu: "Wir gedenken der Unschuldigen,
die durch Krieg und Folgen des Krieges in der Heimat, die in Gefangenschaft
und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind."
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